Regionale Baukultur und ihre Bedeutung für Dorfgemeinschaft und Identität

Vor dem historischen Ackerbürgerhaus in Vörden (v.l.): Simone Israel, Dietrich Stahl vom Heimatverein Vörden, Christine Lorenz-Lossin (Foto: Hans Schmutte)

Im Rahmen des Opens external link in new windowProjekts Zukunft der Dörfer findet am 9. März 2020 um 19 Uhr im Ackerbürgerhaus Vörden, Kleine Hinterstraße 1, ein Werkstattgespräch mit dem Titel „Baustelle Dorf“ statt. Das Forschungsprojekt der Universität Vechta, das sich mit aktuellen Veränderungen der Region Oldenburger Münsterland und ihrer ländlichen Gesellschaft beschäftigt, lädt Interessierte ein, mit Fachleuten aus Bauforschung und Planung, Architektur und Denkmalpflege zu diskutieren. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Bedeutung regionale Baukultur für Identität und Gemeinschaft in den Dörfern hat und welche Möglichkeiten der Mitsprache und Mitgestaltung die Menschen vor Ort bereits wahrnehmen oder sich für die Zukunft wünschen.

Regionale Baukultur spiegelt sich im öffentlichen Raum genauso wie im privaten. Sie prägt das Bild von Dörfern und Landschaften. Die eigenen vier Wände repräsentieren dabei gleichermaßen Individualität und sozialen Status. Was oft aus persönlichen Vorlieben heraus gestaltet wird, sorgt jedoch nicht selten für öffentliche Diskussion. Wie sich verschiedene Interessen miteinander vereinbaren lassen und die bebaute Kulturlandschaft nachhaltig gestaltet werden kann diskutieren unter anderem Anne Kampsen von der Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V., Kerstin Stölken, Projektleiterin beim Monumentendienst, Dr. Michael Schimek vom Museumsdorf Cloppenburg, sowie der Architekt Hermann Dunkler-Gronwald und die Vertreter der Landkreise Cloppenburg und Vechta, Andreas Wegmann und Bernd Ammerich.

Zukunft der Dörfer an der Universität Vechta

Das Projekt Zukunft der Dörfer ist noch bis Juli 2020 im Oldenburger Münsterland unterwegs, um gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern aktuelle Herausforderungen und innovative Konzepte zur Gestaltung ländlicher Räume zu diskutieren. Die thematische Bandbreite reicht dabei vom Alltag im Alter bis zu Perspektiven junger Menschen. Durch die Vernetzung von Wissenschaft und regionalen Gruppen möchte das Projekt den Wissenstransfer zwischen Hochschule und Region fördern und begleiten, um gemeinsam Veränderungsprozesse nachhaltig zu gestalten.