„Psychologische Basiskompetenzen für professionelles Handeln“

Treffen in Papenburg (v.l.): Maria Brand, Dr. Michael Reitemeyer (beide LWH), Dr. Thomas Südbeck (HOEB), Dr.in Karin Siebertz-Reckzeh, Dr.in Lydia Kocar (beide Universität Vechta), Corinna Rieken und Julia Fübbeker (beide HOEB). (Foto: Ems-Zeitung/Kögler)

Prof. Dr. Martin Schweer verantwortet die Entwicklung der Module der Weiterbildung.

„Psychologische Basiskompetenzen für professionelles Handeln in sozialen Berufen - ein innovatives Bildungsangebot zur Öffnung von Hochschulen“ lautet der Titel des Kooperationsprojektes, das die Historisch Ökologische Bildungsstätte Emsland in Papenburg e. V. (HOEB), die Universität Vechta und das Ludwig-Windthorst-Haus Lingen (LWH) erfolgreich im ESF-Programm „Öffnung von Hochschulen“ eingeworben haben. Das Projekt erarbeitet eine berufsbegleitende Weiterbildung, die als „Blended Learning“-Projekt digital gestützte virtuelle Phasen mit Präsenzseminaren verknüpft. Die fachwissenschaftliche Entwicklung und Konzeption der digitalen Lernszenarien übernimmt der Arbeitsbereich Pädagogische Psychologie der Universität Vechta, angeboten werden die Seminare von der HOEB und dem LWH. Die Weiterbildung richtet sich an berufserfahrene Mitarbeiter_innen pädagogischer, sozialer und pflegerischer Berufe. Die Projektkoordination liegt bei der HOEB.

Prof.in Dr. Martina Döhrmann, Vizepräsidentin für Lehre und Studium an der Universität Vechta, ist von der Kooperation überzeugt: „Die Öffnung von Hochschulen für neue Zielgruppen ist ein wichtiger Aspekt unserer „Third Mission“. Mit der Weiterbildung für Berufserfahrene knüpfen wir an unser Studienprofil und die Expertise unserer Wissenschaftler_innen an. Die Kooperation mit der Historisch Ökologischen Bildungsstätte und dem Ludwig-Windthorst-Haus garantiert die zielgruppennahe Adressierung der Inhalte.“

Zunächst entwickeln die Wissenschaftler_innen um Prof. Dr. Martin Schweer, Professor für Pädagogische Psychologie an der Universität Vechta, die Module der Weiterbildung. „Das Angebot soll Fachkräften beispielsweise aus Einrichtungen der Altenpflege, Kindertages- oder Begegnungsstätten eine individuelle und bedarfsgerechte Weiterbildung ermöglichen. Auch in dieser Phase stehen wir bereits im engen Austausch mit unseren Kooperationspartnern aus Papenburg und Lingen, um eine zielgruppengerechte Aufbereitung der Inhalte und eine praxisnahe Präsentation der Präsenz- und Digitalangebote zu gewährleisten.“ Vermittelt werden grundlegende psychologische Kenntnisse aus der Lern-, Entwicklungs-, Sozial- und Persönlichkeitspsychologie, die für die berufliche Praxis wesentlich sind.

Die Weiterbildung läuft insgesamt über 14 Monate, die virtuellen Phasen haben multimediale Selbstlern-Einheiten, die mit Webinaren, virtuellen Lerngruppen und Beratungen angereichert sind. Zudem finden insgesamt sechs Blockveranstaltungen statt, die von HOEB und LWH als erfahrene Einrichtungen der Erwachsenenbildung gestaltet werden. Außerdem kann das Format als Vorbereitung auf ein mögliches Hochschulstudium dienen, eine entsprechende Modulprüfung kann im Rahmen der Weiterbildung abgelegt werden und die erworbenen Kompetenzen z. B. für ein Studium der Sozialen Dienstleistungen in Vechta angerechnet werden.

Das Projekt ist insgesamt auf zwei Jahre angelegt. Nach der Konzeptionsphase werden die Inhalte an HOEB und LWH implementiert, voraussichtlich ab September 2018 können Interessierte dort Seminare belegen.

Kontakt für Rückfragen an der Universität Vechta
Dr.in Lydia Kocar
Fon +49 (0) 4441.15 254

Prof. Dr. Martin Schweer
Fon +49 (0) 4441.15 534


Kooperationspartner
Historisch Ökologische Bildungsstätte Emsland in Papenburg e. V.
www.hoeb.de

Ludwig-Windthorst-Haus Lingen
www.lwh.de