Projekt erforscht, wie Hochschulen nachhaltig werden

Die TeilnehmerInnen der Session mit den Vechtaer WissenschaftlerInnen Prof. Dr. Marco Rieckmann (stehend, vierter von links), Mara Bauer (stehend, fünfte von rechts) und Dr. Antje Disterheft (stehend, Mitte).

Wie wird eine Hochschule nachhaltig? Was hilft dabei, was behindert? Mit diesem Themenkomplex befassten sich am vergangenen Freitag 27 TeilnehmerInnen der Praxis-Forschungs-Session „Formen der Nachhaltigkeit: Wie sich ein Leitbild an Hochschulen einschreibt“ des Projekts „HOCHN Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen – berichten“. Seit Herbst letzten Jahres ist die Universität Vechta an dem Verbundprojekt von elf Hochschulen unter Leitung der Universität Hamburg beteiligt. Sie werden bis Oktober 2018 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit insgesamt rund 2,5 Millionen Euro gefördert.

Ziel von HOCHN  ist die Förderung nachhaltiger Entwicklung an Hochschulen in Deutschland in den Handlungsfeldern Forschung, Lehre, Betrieb, Governance, Nachhaltigkeitsberichterstattung und Vernetzung. Dazu haben die Beteiligten zunächst ein Netzwerk eingerichtet, um mittels Erfahrungsaustausch zu einem gemeinsamen Nachhaltigkeitsverständnis für Hochschulen in Deutschland zu gelangen. In Zukunft sollen daraus Unterstützungsmaßnahmen abgeleitet werden und letztlich Leitfäden zur nachhaltigen Hochschulentwicklung entstehen.

Die Universität Vechta wird vertreten durch den Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Marco Rieckmann. Er und sein Team verantworten gemeinsam mit KollegInnen der Freien Universität Berlin das Arbeitspaket „Governance“, also Steuerung und Regelung von Organisationen. Sie versuchen, Strukturen und Prozesse von Nachhaltigkeitsimplementierung an Hochschulen zu identifizieren und daraus gelingende oder hinderliche Bedingungen abzuleiten. In der Session am Freitag präsentierten sie erste Forschungsergebnisse aus Literaturrecherche und Experteninterviews. Die Instrumente der Nachhaltigkeitsimplementierung wurden anschließend von allen TeilnehmerInnen diskutiert und bewertet.

Die nächste Praxis-Forschungs-Session im Gesamtprojekt findet am 11. Mai in Hamburg zum Thema Nachhaltigkeitsberichterstattung von Hochschulen statt. Das Arbeitspaket Governance wird seine nächste Session voraussichtlich im Herbst bei den KollegInnen in Berlin abhalten, wo schon ein erster Einblick in die Ergebnisse von umfangreichen Stakeholder-Interviews gewährt werden kann, die das Team in den nächsten Monaten an den Verbundhochschulen durchführt.

Zum Projekt: www.hochn.uni-hamburg.de