Praxisbezug im Studium: Universität Vechta und Overbergschule kooperieren

Die Studierenden des Projektseminars bei der Präsentation in der Overbergschule. (Bild: Otten)

„Sachlernen in inklusiven Gruppen“ war der Titel eines Seminars, das das Fach Sachunterricht der Universität Vechta im vergangenen Sommersemester in Kooperation mit der Overbergschule  anbot. 15 Studierende des Bachelors Combined Studies nahmen teil und entwickelten speziell auf inklusive Klassen ausgerichtetes Unterrichtsmaterial. In einer Präsentation und anschließenden Diskussion stellten die Studierenden ihre Materialien am vergangenen Montag, 11. September 2017, in der Overbergschule vor und übergaben sie an die Schule.

Zusammen mit den Sachunterrichtslehrkräften der Overbergschule Vechta tauschten sich die Studierenden über Lehren und Lernen in heterogenen Gruppen und Inklusion aus. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, inwieweit ein gezielt aufbereitetes Unterrichtsmaterial die Lernchancen aller Schülerinnen und Schüler unterstützen kann. „Es geht nicht nur darum, Schülerinnen und Schüler mit Sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf zu erreichen“, erläuterte Seminarleiter Michael Otten von der Universität Vechta, „sondern allen Kindern Erfolgserlebnisse beim Lernen zu ermöglichen.“

Im Seminar entstanden sind fünf umfangreiche Materialkisten zu den Themen „Tiere und Bäume des Waldes“. Um einen sprachsensiblen Unterricht realisieren zu können, wurden Sprachmemories gestaltet. Zusätzlich wurden alle Sachtexte und Arbeitsaufträge am Konzept der „Leichten Sprache“ ausgerichtet. Eigens für die Lehrkräfte wurden Moderationskarten direkt für den Einsatz im Unterricht erstellt, die nun in den Materialkisten enthalten sind.

Im laufenden Schuljahr soll das Material in den 2. Klassen eingesetzt werden. Im Anschluss erfolgt eine Rückmeldung der Schülerinnen und Schüler und der Lehrkräfte an die Studierenden, die ihre Ideen dann ggf. nachbessern werden.