Universität Vechta erhält Koordinierungsstelle "Transformationswissenschaft für die agrarische Intensivregion im Nordwesten Niedersachsens"

Zur Pressekonferenz im Ministerium: Die Kooperationspartner mit Wissenschaftsministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajic (5.v.r.) und Landwirtschaftsminister Christian Meyer (4.v.r.). (Bild: MWK)

In einer Pressekonferenz wurde heute im Ministerium für Wissenschaft und Kultur die Kooperation "Transformationswissenschaft für die agrarische Intensivregion im Nordwesten Niedersachsens" vorgestellt. Beteiligt sind fünf niedersächsische Hochschulen, vier Einrichtungen der Wirtschaft, der WWF Deutschland sowie Wissenschafts- und Landwirtschaftsministerium. Die Koordinierungsstelle wird an der Universität Vechta angesiedelt.
Ziel der Kooperation ist es, Zukunftsperspektiven für die agrarische Intensivregionen insgesamt zu ermitteln. Einbezogen werden sollen dabei die sozialen und ökonomischen Belange der Betriebe, Tier- und Umweltschutz. Dazu wurde Zusammenarbeit in den Bereichen Studium und Lehre, Weiterbildung sowie Forschungskooperationen vereinbart. Neben der Koordinierungsstelle in Vechta, die mit einer wissenschaftlichen Leitung und einer Qualifikationsstelle geplant ist, wurde außerdem ein wissenschaftlicher Beirat bestehend aus VertreterInnen der beteiligten Hochschulen gebildet, ferner ein diesen erweiternder Fachbeirat mit VertreterInnen der Wirtschaftseinrichtungen sowie des Wissenschafts- und Landwirtschaftsministeriums. Für die Universität Vechta ist Prof.in Christine Tamásy, Professorin für Regionalentwicklung mit den Schwerpunkten Wirtschaft und Entwicklung in ländlichen Räumen, in den Beiräten vertreten.

"Ich freue mich sehr, dass die Koordinierungsstelle an unserer Universität angesiedelt wird", sagte der Präsident der Universität Vechta, Prof. Dr. Burghart Schmidt. "Als Netzwerker in der Region, einer der agrarintensivsten in Deutschland und Europa, bietet sich die Universität Vechta dafür an. Mit der Landesinitiative Ernährungswirtschaft oder dem Agrar- und Ernährungsforum in unmittelbarer Nachbarschaft ergeben sich hervorragende Synergien für die zukünftige Arbeit. Zudem bestehen hier vor Ort die Herausforderungen für die künftige gemeinsame Zusammenarbeit. Transformation bedingt auch technische und soziale Innovation, hat aber auch mit Anpassungsprozessen zu tun. Dem wollen wir mit der Kooperation begegnen."

Im Bereich Forschung gehört die Antragsvorbereitung für nationale und internationale Programmlinien zur künftigen Arbeit der Koordinierungsstelle. Durch ihre Arbeit und die Kooperation in den Beiräten soll der Dialog zwischen Wissenschaft und regionaler Wirtschaft sowie weiteren regionalen Akteuren befördert werden. Neben der Grundlagenforschung sollen auch anwendungsbezogene Fragestellungen in Projekt eingebracht werden. Themen sind dabei beispielsweise die Stoffströme, Nährstoffeinträge, Tiergesundheit oder Akzeptanz der Agrar- und Ernährungswirtschaft in der Bevölkerung. Derzeit wird von verschiedenen Seiten bereits an Antragstellungen der aktuellen Ausschreibung "Forschung für eine nachhaltige Agrarproduktion" gearbeitet, einer Ausschreibung des Wissenschaftsministerium aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab.
 
Kooperationspartner sind:

  • Universität Göttingen
  • Tierärztliche Hochschule Hannover
  • Hochschule Osnabrück
  • Universität Osnabrück
  • Universität Vechta
  • Oldenburgische IHK
  • IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim
  • Landwirtschaftskammer Niedersachsen
  • Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland e.V

Ferner beteiligt sind der WWF Deutschland sowie das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.