Neues Forschungsprojekt „GeneTip“

Eine Fallstudie im Projekt untersucht Raps. (Bild: colourbox.de)

Wie verändern sich Tier- oder Pflanzenpopulationen, wenn künstlich genetisch veränderte Elemente sich selbst in ihnen verbreiten? Mit dieser Frage befasst sich das neue Forschungsprojekt „GeneTip“ (Genetic innovations as triggers of phase transitions in animal and plant population dynamics) am Institut für Umweltwissenschaften der Universität Vechta. Das Verbundprojekt, das von der Universität Bremen koordiniert wird, untersucht in zwei Fallstudien, welche Auswirkungen und potenzielle Risiken mit einem solchen Eingriff in die Populationsdynamik von Tieren und Pflanzen verbunden sind. Das Projekt wird von 2017 bis 2019 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Der Vechtaer Projektleiter Prof. Dr. Winfried Schröder erläutert: „Anhand von zwei Fallstudien zu Raps und dem im Mittelmeergebiet verbreiteten Landwirtschaftsschädling Olivenfliege soll untersucht werden, welche Auswirkungen und potenziellen Risiken mit selbstverbreitenden künstlichen genetischen Elementen verbunden wären. Deren Ausbringung in natürliche Populationen wird zurzeit in der Wissenschaft stark diskutiert.“ Die Ergebnisse der Pilotstudie sollen auch weiteren Forschungsbedarf sichtbar machen.

Neben den Universitäten Vechta und Bremen sind Testbiotech e. V., ein Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie, Ecovalia – Valor Ecológico Association (Spanien), AGROBIO – The Portuguese Association for Organic Farming (Portugal) und Attiki Association of Organic farmers markets (Griechenland) an dem Vorhaben beteiligt.