Modellprojekt zur gesunden, nachhaltigen Schulverpflegung / Ausschreibung zum „Goldenen Teller“ gestartet

Marwien Dießen studiert an der Universität Vechta und untersucht in seiner Masterarbeit die aktuelle Situation der Schulverpflegung an der Berliner „Caspar David Friedrich“-Schule. (Foto: DNSV)

Bildung gilt als ein wichtiger Schlüssel, um die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten in positivem Sinne zu beeinflussen. Gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Schulverpflegung an der Universität Vechta, dem DNSV-Fördermitglied „Menü Partner“ und der Schulleitung soll die Verpflegung an der Berliner „Caspar David Friedrich“-Schule in Marzahn-Hellersdorf fit für die Zukunft gemacht werden. Geplant ist ein Modellprojekt zur gesunden, nachhaltigen Schulverpflegung.  

Mit dem gemeinsamen Projekt soll beispielhaft entwickelt und umgesetzt werden, wie sich die Ernährungssituation und das -verhalten der Schüler*innen nachhaltig verbessern lässt. Hier stehen zum Beispiel ein entsprechendes Verpflegungsangebot in Verbindung mit einer handlungsorientierten ganzheitlichen Ernährungsbildung im Fokus. In einem ersten Schritt wurde eine Masterarbeit an der Universität Vechta an Marwin Dierßen vergeben, der die aktuelle Situation der Schulverpflegung an der Integrierten Sekundarschule untersuchen wird. „Ernährung im schulischen Kontext ist für mich persönlich ein sehr interessantes Thema, weil es die an sich widersprüchlich wirkenden Komponenten Genuss und Schule vereint“, sagte der Student. „Ich freue mich nun besonders darauf, dass ich die Möglichkeit bekomme, mit dem Deutschen Netzwerk Schulverpflegung, einer an Ernährung interessierten Schule und einem Caterer zusammen dieses Gebiet im Rahmen meiner Masterarbeit an der Universität Vechta näher zu erforschen“. Die wissenschaftliche Betreuung erfolgt durch Prof. Dr. Steffen Wittkowske, Leiter des Kompetenzzentrums Schulverpflegung (KZSV) an der Universität Vechta. Erste Ergebnisse werden auf dem 12. Deutschen Kongress für Schulverpflegung im November 2020 in Berlin präsentiert.

Eine Befragung von Schüler*innen und Eltern soll empirisches Material liefern. „Wir werden die Welt nicht verändern können, aber sie, so sollte es das Ziel sein, ein wenig besser machen und dies ganz im kulinarischen Sinn der Schulverpflegung an der CDF Oberschule mit ihren schon vorhandenen guten Voraussetzungen“, betont der Vorsitzende des DNSV zu dem Projekt. Ziel sei eine optimale Schulverpflegung an der CDF Oberschule umzusetzen, um die Teilnehmerzahlen am Mittagessen wesentlich zu erhöhen und eine Identifikation der Schüler mit „ihrer Mensa“ zu schaffen. Man wolle zeigen, dass mit einer Mischküchenproduktion, täglich frisch vor Ort gekocht, eine optimale Schulverpflegung möglich ist und sie mehr beinhaltet als nur ein warmes Mittagessen.

Infos: Opens external link in new windowwww.schulverpflegungev.net und Opens external link in new windowwww.dnsv.eu  

 

Goldener Teller

Das Deutsche Netzwerk Schulverpflegung (DNSV) e.V. verleiht einmal pro Jahr gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Schulverpflegung (KZSV) an der Universität Vechta für in den zurückliegenden 12 Monaten bewertete, exzellent beurteilte Masterarbeiten oder Dissertationsschriften einen „Goldenen Teller“ als Wissenschaftspreis im Bereich Verbraucher- und Ernährungsbildung. Mit der Ausschreibung dieses Wissenschaftspreises sollen an der Universität Vechta entstandene, hervorragende Leistungen in Wissenschaft und Forschung themenspezifisch gewürdigt werden. Die Erkenntnisse und Ergebnisse der Arbeiten sollen einen Anwendungsbezug im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung haben und die Einflüsse des Ernährungs- und Konsumverhaltens auf die eigene Gesundheit sowie auf regionale und globale Strukturen, auf Ökologie, Ökonomie, Gesellschaft und Schule zeigen. Die Preisvergabe findet im Rahmen des 12. Deutschen Schulverpflegungskongresses am 06. November 2020 in Berlin statt. Der Preis ist dotiert mit 700 EUR für die Masterarbeit oder für die Dissertationsschrift, bei einer Dissertation zzgl. einem Druckkostenzuschuss von 500 EUR. Auf der Basis der individuellen Bewerbung begutachtet eine Jury die eingereichten Arbeiten und wählt unter Ausschluss des Rechtsweges eine Masterarbeit oder Dissertationsschrift aus und schlägt sie dem DNSV zur Preisvergabe vor.

Formalia

  • Teilnehmen am Bewerbungsverfahren können an der Universität Vechta im Bewerbungszeitraum immatrikulierte Masterstudierende bzw. im Promotionsprogramm eingeschriebene Personen.
  • Arten der Bewerbung: Möglich ist die Eigenbewerbung oder ein Vorschlag durch Dritte (Gutachterinnen und Gutachter).
  • Bewerbungsfristende: 15. September 2020
  • Geforderte Unterlagen: Antrag mit Antragsbegründung (max. 2 Seiten/ 7.000 Druckzeichen), die Vita der/ des Auszuzeichnenden, 1 Exemplar der auszuzeichnenden Arbeit, 1 Fassung auf CD-ROM, in der Regel die beiden Gutachten, bei Master- bzw. Promotionsarbeiten sind dies in der Regel die jeweiligen Master- bzw. Promotionsgutachten.
  • Kontakt Kompetenzzentrum Schulverpflegung: info.schulverpflegung@uni-vechta.de / Anschrift: Driverstr. 22, 49377 Vechta, Postfach 15 53