Lydia Lander zeichnet als Artist in Residence in Vechta

Sie freuen sich auf das Projekt 2017: Burghart Schmidt (links), Gerhard Hess (2. von links), Gabriele Dürbeck und Helmut Gels begrüßten Lydia Lander (Mitte). (Text und Bild: Kläne)

Lydia Lander wird im Frühjahr als Artist in Residence in Vechta zu Gast sein.  Die freischaffende Malerin und Grafikerin aus Leipzig stellte sich am Mittwoch erstmals der Öffentlichkeit vor. Sie wird im April und Mai sechs Wochen lang Situationen und Menschen zum Thema „Vechta.Alltag – Vielfalt und Wandel“ zeichnen. „Ich werde verschiedene Ort aufsuchen - auf der Straße, im Café, im Schuhgeschäft oder in der Bahn - und werde die Leute versuchen festzuhalten und dabei die Typen und Charaktere zu treffen“, erklärt sie. „Oder vielleicht nimmt man auch einige Orte und zeigt, wie sie sich in der kurzen Zeit verändern.“
 
Mit ihrem Konzept, Menschen in Alltagssituationen aufs Papier zu bringen, hatte Lydia Lander die Jury überzeugt. Sie habe sich gegen eine Vielzahl sehr guter und vielfältiger Bewerbungen durchgesetzt, berichteten Bürgermeister Helmut Gels und Professor Dr. Burghart Schmidt, Präsident der Universität Vechta. Beide sind Mitglieder der Jury, zu der auch Professorin Dr. Gabriele Dürbeck (Literatur- und Kulturwissenschaft an der Uni Vechta), Gerhard Hess, ehemaliger Intendant der Landesbühne Nord, und Alfred Büngen, Leiter des Geest-Verlages, gehören.
 
Helmut Gels ist schon gespannt auf die Werke der Künstlerin. Er verspreche sich von ihrer Arbeit neue Blickwinkel auf die Stadt und ihre Menschen, sagte der Bürgermeister. Burghart Schmidt freut sich auf den Austausch zwischen Lydia Lander mit den Studierenden und Lehrenden an der Uni. Dort werde ihr ein Atelier zur Verfügung gestellt, erklärte der Uni-Präsident.   
 
Das im März 2014 gestartete Programm Artist in Residence der Stadt Vechta und der Universität Vechta bietet Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen Fachrichtungen die Möglichkeit, mit Hilfe eines Stipendiums einige Wochen in Vechta zu leben, künstlerisch zu arbeiten und Menschen der Region kennen zu lernen. Lydia Lander ist die Nachfolgerin von Lisa Danulat (2014), Annalisa Hartmann (2015) und Moritz Rudolph (2016). Sie wurde 1985 in Brandenburg geboren und lebt als freischaffende Malerin und Grafikerin in Leipzig. Unter dem Titel "Menschen unterwegs" fängt sie an öffentlichen Orten alltägliche Situationen ein.
 
In Vechta ist ihr gleich am ersten Tag etwas aufgefallen: „Die Menschen wirken sehr ausgeglichen und freundlich. Ich hab‘ erste Zeichnungen gemacht, und nach vier, fünf Zeichnungen ist mir aufgefallen, dass die Gesichter alle freundlich sind. Das ist gar nicht selbstverständlich.“ Die Bilder, die in den sechs Wochen ihres Aufenthalts in Vechta entstehen, werden ausgestellt. „Vielleicht erkennt sich ja sogar der eine oder andere darin wieder, wenn er zufällig Gegenstand einer Zeichnung geworden ist“, sagt Lydia Lander.

 

Zum Film auf Vechta.TV

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