Lehrerfortbildung in Vechta geht in die nächste Runde

Vertragsunterzeichnung im Kultusministerium: Die Beteiligten mit Ministerin Frauke Heiligenstadt (6.v.l.). Für die Universität Vechta nahm Vizepräsidentin Prof.in Dr. Martina Döhrmann (3.v.r.) teil.

Unterzeichnen den Vertrag zum Verbund (v.l.): Prof.in Dr. Martina Döhrmann, Ministerin Frauke Heiligenstadt, Dr. Thomas Südbeck (Historisch-Ökologische Bildungsstätte) und Dr. Michael Retemeyer (Ludwig-Windthorst-Haus). (Bilder: Udo Weger)

Am Freitag, 20. Januar 2017, kamen im Niedersächsischen Kultusministerium die Verantwortlichen der zwölf regionalen Kompetenzzentren für Lehrerfortbildung mit Ministerin Frauke Heiligenstadt zusammen, um die Fortführung der Zentren offiziell zu besiegeln. Mit der Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarungen zwischen dem Kultusministerium, den Universitäten mit Lehramtsausbildung und den Kooperationspartnern aus der Erwachsenenbildung sowie der Ostfriesischen Landschaft verpflichtet sich das Land zu einer jährlichen Förderung von 730.000 Euro sowie der Abordnung von Lehrkräften als Fortbildungsbeauftragte.

„Ich freue mich sehr, dass das Land die Arbeit der Kompetenzzentren für Lehrerfortbildung auf diese Weise würdigt“, so Prof. Dr. Burghart Schmidt, Präsident der Universität Vechta. „Gerade für unsere Universität mit ihrem starken Schwerpunkt in der LehrerInnenbildung ist diese Ausweitung des Wissenstransfers von großer Bedeutung.“

Prof.in Dr. Martina Döhrmann, die als Vizepräsidentin für Lehre und Studium die Vereinbarung für die Universität Vechta unterzeichnete und ein Grußwort bei der Veranstaltung sprechen durfte, ergänzt: „Die Neuorganisation der Lehrerfortbildung hat 2012 das Ziel verfolgt, den Schulen aktuelle Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung direkt zukommen zu lassen. Die Erfahrungen in den letzten fünf Jahren haben gezeigt, dass nicht nur dieses Ziel durch ein breites, wissenschaftlich fundiertes und von Lehrkräften angenommenes Fortbildungsangebot erreicht werden konnte, sondern auch, dass nicht nur die Schulen von der Neuorganisation profitieren. Die von WissenschaftlerInnen gestalteten Veranstaltungsangebote bieten z. B. die Möglichkeit, die Praxistauglichkeit von Forschungsergebnissen direkt zu prüfen. Zudem zielen heute Forschungsprojekte, wie z.B. bei der erfolgreichen Antragsstellung der Universität Vechta im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung, nicht nur auf eine Weiterentwicklung des universitären Lehrangebotes, sondern sie schließen heute ganz selbstverständlich die Lehrerfortbildung mit ein. Es sind neue Beziehungen zwischen Akteuren der Lehrerbildung in der Region und über die Region hinaus entstanden und die drei Phasen der Lehrerbildung – Studium, Vorbereitungsdienst und Fortbildung - sind heute in Niedersachsen institutionell und in den Köpfen der Akteure viel selbstverständlicher und intensiver miteinander verbunden. Wir freuen uns, die neuen Strukturen und Beziehungen weiter nutzen und unsere erfolgreiche Arbeit fortführen zu können.“    

Über das Kompetenzzentrum

Das Kompetenzzentrum für Lehrerfortbildung Vechta wurde zum 1. Januar 2012 gegründet. Gemeinsam mit dem Ludwig-Windthorst Haus in Lingen und der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte in Papenburg ist die Universität Vechta seitdem zuständig für die Lehrerfortbildung in den Landkreisen Cloppenburg, Diepholz, Vechta. dem Kreis Emsland und der Grafschaft Bentheim mit insgesamt 456 Schulen und rund 8.800 Lehrkräften.

Zum Fortbildungsprogramm des Kompetenzzentrums Vechta gehört neben Tagesveranstaltungen zu allen Unterrichtsfächern auch ein regelmäßiges Angebot von Fachtagen. Themen waren dabei u.a. Berufseinstieg, Schule & Migration, Ganztagsschule oder inklusiver Mathematikunterricht.

Von 2012 bis 2016 wurden insgesamt 840 Fortbildungsveranstaltungen angeboten. Rund 8.500 Personen nahmen daran teil.