Internationales Interesse: Südkoreanischer Radiosender an der Universität Vechta

Fischereiwirtschaft im Mittelpunkt: Frau Prof.in Dr.in Martina Flath, Hyunjoon Jang, Dr.in Gabriele Diersen sowie die Projektmanagerin Annemarie Castillo (v.l.n.r)

Der südkoreanische Radiosender BeFM beschäftigt sich in einer Dokumentation mit erfolgreichen Projekten in Europa zum Thema Einkommen und Nachhaltigkeit in Fischergemeinden. Daher hat sich ein Produzent des Senders am 4. Oktober 2019 für ein Interview mit Beteiligten des Projekts „Außerschulische Lernorte in der Fischwirtschaft“ vom Opens external link in new windowKompetenzzentrum Regionales Lernen an der Universität Vechta getroffen.

Fischerdörfer in Südkorea stehen vor großen Herausforderungen durch Abwanderung der jungen Bevölkerung und Nachwuchsmangel in der Fischereibranche. Die Radiodokumentation des südkoreanischen Senders aus Busan, der zweitgrößten Stadt des Landes, beschäftigt sich daher mit dem Projekt „Außerschulische Lernorte in der Fischwirtschaft“ vom Kompetenzzentrum Regionales Lernen der Universität Vechta. Dieses wurde im Frühjahr 2019 vom Opens external link in new windowNetzwerk der europäischen Fischwirtschaftsgebiete (FARNET) als Good-Practice-Beispiel ausgewählt und neben anderen europäischen Projekten für die Radiodokumentation empfohlen.

Am 4. Oktober 2019 traf sich der Produzent von Opens external link in new windowBeFM, Hyunjoon Jang, für ein Interview mit der Projektleitung, Frau Prof.inDr.in Martina Flath, der Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Regionales Lernen Dr.in Gabriele Diersen sowie der Projektmanagerin Frau Annemarie Castillo. Im Fokus des Gesprächs standen die Ziele und Hintergründe für die Förderung eines Bildungsprojektes zum Thema Fischwirtschaft und die Herangehensweise und Erfolge des Projektes „Opens external link in new windowAußerschulische Lernorte in der Fischwirtschaft“.

Die drei Wissenschaftlerinnen zeigten sich sehr erfreut, dass das Projekt an der Universität Vechta eine überregionale, internationale Reichweite hat und sie ihre Erfahrungen aus der Bildungsarbeit an die südkoreanische Delegation weitergeben konnten. „Es ist ein langsamer Prozess, Schule und Wirtschaft miteinander zu vernetzen. Nur im gegenseitigen Vertrauen öffnen sich die Türen“, sagte Frau Annemarie Castillo.

Ziel des Projektes „Außerschulische Lernorte in der Fischwirtschaft“ ist es, Kinder und Jugendliche in der Region über die Fischwirtschaft vor Ort zu informieren und ein stimmiges, vernetztes Bildungsangebot vor Ort zu schaffen. „Es ist wichtig, den Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Region zu geben, in der sie leben. Das betrifft vor allem die Natur und die Wirtschaft. Wie hier die Fischwirtschaft an der Nordseeküste“, sagt Frau Prof.inDr.in Martina Flath, „Daher möchte ich gerne einen Appell an unsere Lehrkraftskolleginnen und -kollegen in Südkorea mitgeben: Versuchen Sie, so oft wie möglich mit den Schülerinnen und Schülern aus der Schule raus zu gehen, originale Begegnungen zu ermöglichen, denn das ist die wahre Realität, der wirkliche Alltag.“

In der ersten Projektphase von Oktober 2017 bis Oktober 2019 wurden in Neuharlingersiel, Greetsiel und Opens external link in new windowCuxhaven außerschulische Lernorte auf einem Fischkutter, in einem Fischereihafen und im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ausgewählt und zu Lernstandorten ausgebaut. Im Zentrum der zweiten Projektphase bis Oktober 2022 stehen die Verstetigung der neuen Bildungsangebote an den außerschulischen Lernorten sowie die Weiterentwicklung und der Aufbau neuer Lernorte im Projektgebiet. Zudem soll ein Bildungsnetzwerk zum Thema Fischwirtschaft aufgebaut werden.