Internationale Konferenz "Flight, displacement and reception of refugees in Greece after WWI"

Am 3. und 4. Juli 2018 fand an der Universität Vechta die internationale und interdisziplinäre Konferenz »Flight, displacement and reception of refugees in Greece after WWI: Representation and reflection in culture and public history« statt, die Historiker_innen, Politikwissenschaftler und Anthropologen aus Griechenland, Israel, Schweden, Belgien und Deutschland zusammenbrachte. Die Vortragenden kamen auf Einladung der Kulturwissenschaftlerin PD Dr.in Monika Albrecht und des Athener Historikers Dr. Yannis Papadopoulos, der derzeit als Gastdozent des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) an der Universität Vechta tätig ist.

In seiner Begrüßungsrede wies der Vizepräsident für Forschung und Nachwuchsförderung, Prof. Dr. Michael Ewig, zurecht darauf hin, dass das Thema nicht aktueller sein und der Titel der Tagung einer aktuellen Presseschlagzeile entnommen sein könnte. Tatsächlich standen zwar die Auswirkungen der "Μικρασιαστική Kαταστροφή" im Zentrum der Diskussionen, jener "Großen Katastrophe", die am Ende des Ersten Weltkriegs rund 1,5 Millionen Flüchtlinge aus den Balkanstaaten, der Sowjetunion und vor allem der Türkei nach Griechenland brachte, doch wurden naturgemäß immer wieder Parallelen zur Gegenwart in Europa gezogen.

Neben der Rolle von internationalen Organisationen, von Institutionen wie der League of Nations oder der Nationalpolitik kamen auch konkrete Fragen der sozialen Integration oder der Unterbringung der Flüchtlinge zur Sprache. Vor allem am zweiten Tag mit seinem Themenschwerpunkt Erinnerungs- und Identitätspolitik und Repräsentationen von Trauma und Verlust war der Gegenwartsbezug ganz deutlich. Opens external link in new windowDetails zum Programm

Die Tagung stand auch vor dem Hintergrund der Opens external link in new windowHochschulpartnerschaft mit Griechenland an der Universität Vechta (2017-2019), die dadurch neue Impulse erhalten hat. Mit einigen Vortragenden sind bereits konkrete neue Projekten geplant.