Interaktiver Workshop zur Stadtentwicklung in Vechta

Auf der Webseite www.raum-für-vechta.de können Bürger_innen ihre Meinung äußern, wie Flächen in Vechta zukünftig genutzt werden sollen. Die Stadt möchte so frühzeitig von möglichen Interessenskonflikten erfahren. Diese können dann bereits vor der konkreten Nutzungsplanung einer Fläche berücksichtigt werden. Die Bewertungsseite ist seit drei Monaten online. Nun interessiert die Stadt und die Universität Vechta die Meinung der Bürger_innen zu dem Instrument. Unter dem Titel "Stadtentwicklung mitgestalten. Bürgerbeteiligung in Zeiten der Digitalisierung" laden sie am 26. März von 18 bis 20 Uhr zu einem interaktiven Workshop in die Universität Vechta ein (E-Gebäude, Raum E 137b). Alle Interessierten haben dann die Gelegenheit das Tool auszuprobieren, Feedback zu geben und mit Planer_innen der Stadt Vechta ins Gespräch zu kommen. Dies ist ausdrücklich erwünscht. Zu Beginn des Workshops erläutern Stadtplaner_innen die Herausforderungen der Stadtplanung in Vechta. Um Anmeldung bis zum 24. März unter christina.rasche[at]vechta[dot]de wird gebeten. Das Projekt wird im Rahmen des internationalen Interreg-Nordsee-Projekts LIKE! mit EU-Mitteln gefördert.

Zum Hintergrund: Kommunen erarbeiten, wie Flächen in ihrer Stadt genutzt werden dürfen, zum Beispiel als Wohn- oder Gewerbegebiet, als Agrarfläche oder zur Naherholung. Dabei sind viele baurechtliche Aspekte zu berücksichtigen. Während der Planungsprozesse tauchen häufig Interessen auf, die miteinander im Konflikt stehen, denn: Verfügbare Flächen in Vechta sind knapp. Dies war der Ausgangspunkt für das gemeinsame Projekt von der Stadt und apl. Prof. Dr. Karl Martin Born von der Universität Vechta. Gesucht wurde ein Instrument zur frühzeitigen Erfassung verschiedener Interessen an Flächen. Diese gilt es abzuwägen und Lösungen im Sinne aller zu finden.

Seit dem Projektstart ist bereits eine Vielzahl von Bewertungen eingegangen. Die Stadt und die Universität freuen sich über die positive Resonanz: „Die Vielzahl an Teilnehmenden zeigt uns, dass die Menschen in Vechta sich für die Entwicklung ihrer Stadt interessieren. Sie können uns wichtige Anhaltspunkte liefern, beispielsweise welche Nutzung von Flächen in ihrer Nachbarschaft sie sich zukünftig wünschen. Dennoch benötigen wir weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um möglichst aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen.“, erläutert Bürgermeister Helmut Gels. Ziel ist es das interaktive Instrument in Zukunft in der Stadtplanung einzusetzen. Gerade deshalb ist das Feedback der Bürger_innen, und somit der zukünftigen Nutzer_innen, wichtig.

Bei den aktuell sechs enthaltenen Flächen im Bewertungsportal www.raum-für-vechta.de handelt es sich um Beispielflächen. Für diese gibt es derzeit keine Planungsabsichten. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Arbeit der Stadtverwaltung ein. Zuständig bei der Stadt Vechta sind die Stabstelle Wirtschaftsförderung, Marketing, Städtepartnerschaften und Heimatpflege sowie der Fachdienst Stadt-und Landschaftsplanung.