Im Miteinander füreinander: Integration trifft auf DKMS-Typisierung

Jonas Seid (2.v.l.) organisierte mit Studierenden, Lehrenden und Geflüchteten die Aktion.

„Angefangen hatte alles mit dem Wahlpflichtfach DM-7: Anwendungsorientiertes Studienprojekt - Flüchtlingsmanagement in der Region“, so der Student und Ideenvater des Events, Jonas Seid. Die Aktion am 8. Juli 2017 ist seine mittlerweile dritte abgeschlossene DKMS-Registrierungsaktion am Campus der Universität Vechta. Dieses Mal jedoch war es die erste Bürgertypisierung Vechtas, organisiert von Studierenden und akademisch interessierten Flüchtlingen der Universität Vechta für Einheimische, BürgerInnen mit Migrationshintergrund und Zugewanderte getreu dem DKMS-Motto „Jeder Einzelne zählt“. Entsprechend wurde an die eigentliche Typisierung in den Räumlichkeiten des Metropol-Theaters ein interkulturelles Fundraising-Straßenfest und Bühnenprogramm angeschlossen. Insgesamt ließen sich 178 Menschen an diesem Tag typisieren, durch Fundraising kamen 1.667,40 Euro an Spenden für die DKMS zusammen. Der stellvertretende Bürgermeister Vechtas, Claus Dalinghaus, dankte in seinem Grußwort allen HelferInnen und SpenderInnen, die Vechta zu einer kulturelle lebendigen und sozialen Stadt machen.

Das Helferteam, bestehend aus Studierenden des Faches Management Sozialer Dienstleistungen, BürgerInnen der Stadt Vechta sowie akademisch interessierten Flüchtlingen der Universität Vechta, unterstützte die reibungslose Umsetzung der Aktion. Letztere war den Initiatoren besonders wichtig, um mögliche Sprachbarrieren abzubauen und damit jedem die Möglichkeit zu geben, als Stammzellenspender bereit zustehen.

Das informative Bühnenprogramm mit Präsentationen, u.a. der Malteser sowie über die sozialen Projekte „Sport ist bunt“ und „NGO AMEPT“, bot den BesucherInnen nebst kulinarischer Köstlichkeiten ein vielseitiges interkulturelles Veranstaltungsprogramm. Damit wurde das Event zu einem Begegnungstreff und Community-Projekt unter den HelferInnen. So wurden am Infopoint einheimische HelferInnen und ein Übersetzerteam, bestehend aus Geflüchteten, gleichermaßen auf die Aufklärungs- und Registrierungsaufgaben geschult und eingesetzt. Auch in der Endkontrolle des Typisierungsprozesses wurde in Schichten zwischen Einheimischen und Geflüchteten getauscht.

„Besonders stolz bin ich“, so Stephanie Hendricks, Tutorin in dem Wahlpflichtfach, „dass die Zuwanderer die perfekte Möglichkeit hatten, ihr bisher erlerntes Deutschvokabular anzuwenden und zu erweitern. Schlussendlich konnten wir auch einen Grundstein für eine gewisse Form von Eigenständigkeit und Verantwortungsbewusstsein schulen, was für die zukünftige Jobsuche der Zugwanderten unumgänglich sein wird“, so Hendricks.