„Glück und Segen“ für die Mensa Vechta

Bei Kaiserwetter freuen sich über den bisher gelungenen Verlauf: v. l. Unipräsident Prof. Dr. Burghart Schmidt, die Leiterin des staatlichen Baumanagements Osnabrück Emsland Cristina von Pozniak-Bierschenk, der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers und Bürgermeister Helmut Gels (Bildnachweis: Universität Vechta/Catharina Siemer)

Finanzminister Hilbers zu Gast beim Richtfest an der Universität Vechta


Rund 60 geladene Gäste kamen am Montag, 28. Mai 2018, zum Richtfest der Mensa an die Universität Vechta. Als Ehrengast und Bauherr sprach der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers. Eingeladen hatte das Staatliche Baumanagement Osnabrück Emsland, das die Projektsteuerung sowie die Projektleitung für die Sanierung und Erweiterung inne hat.

Die Sanierung und Erweiterung der 1981 erbauten Mensa begann Ende Juli 2017. Die Maßnahme hat ein Gesamtvolumen von ca. 11 Millionen Euro. Die Versorgung der Studierenden und Hochschulmitarbeiter_innen erfolgt in der Bauphase in einer Interimsmensa auf dem Campus. Der Bau liegt gut im Zeitplan, die Inbetriebnahme der Mensa ist zum Sommersemester 2019 vorgesehen. Die Cafeteria im Erdgeschoss wird zum Wintersemester 2019/2020 bezugsfertig sein.

Cristina von Pozniak-Bierschenk, Leiterin des Staatlichen Baumanagements Osnabrück Emsland, begrüßte die Gäste des Richtfests. Sie erläuterte den Bedarf für die Sanierung und Erweiterung der Mensa der Universität, die für die inzwischen ca. 5.400 Studierenden und ca. 520 Beschäftigten zu klein geworden war und schon seit längerer Zeit am Rande ihrer Kapazität produzierte. Auch die technische Ausstattung war nach rund 35 Jahren Betrieb überholt und erneuerungsbedürftig. Von Pozniak-Bierschenk lobte die gute Zusammenarbeit der einzelnen Gewerke, die Hand in Hand und vorbildlich im Zeitplan arbeiteten: „Wir konnten den Altbau aufgrund der reibungslosen Zusammenarbeit vorzeitig winterfest machen und beheizen, sodass auch in den Wintermonaten die Arbeiten kontinuierlich fortgeführt werden konnten. Der Bau liegt derzeit so gut im Zeitplan, dass wir von einer Inbetriebnahme der Mensa zum April 2019 ausgehen.“

Finanzminister Reinhold Hilbers erläuterte in seiner Ansprache, dass es bei der Sanierung und Erweiterung nicht darum gegangen sei, einen prunkvollen Neubau zu erdenken. Die Herausforderung habe vielmehr in der architektonischen Einbindung des Erweiterungsgebäudes in das bestehende Konstrukt sowie der inneren Neuordnung der Mensa und der Optimierung der Verkehrswege gelegen. Wichtig war den Verantwortlichen dabei auch die Einbeziehung regionaler Unternehmen. „Das Projekt ist mit Gesamtkosten in Höhe von rund 11 Millionen Euro eines der größten Landesbauvorhaben in der Region Vechta“, so Hilbers weiter. „Insgesamt sind bereits 85 Prozent der Bauleistungen ausgeschrieben und beauftragt. Zwei Drittel der rund 21 Betriebe, die hierdurch Aufträge für Bau- und Lieferleistungen erhalten, kommen aus der Region. Das Bauvorhaben leistet damit einen Beitrag für die regionale Bauwirtschaft“, hob der Minister hervor.

Prof. Dr. Burghart Schmidt sprach als Universitätspräsident für die künftigen Nutzerinnen und Nutzer: „Ich freue mich auf die Zeit, wenn unsere Studierenden, Beschäftigten und Gäste die erneuerte Mensa als Ort der Begegnung und des Austausches nutzen werden. Die bewährte Qualität des Studentenwerks werden wir in der modernen, klaren Atmosphäre noch besser genießen und als Auszeit aus Studien- oder Arbeitsalltag nutzen können.“

Für die Stadt Vechta richtete Bürgermeister Helmut Gels ein Grußwort an die Gäste des Richtfests. „Ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Studierende und Beschäftigte wohlfühlen, daran ist auch uns als Kommune gelegen. Die Universität Vechta ist ein Standortfaktor für unsere Stadt und mit ihr ihre Mensa. Die Investition des Landes bestätigt die positive Entwicklung unserer „Universitätsstadt“ und macht Vechta als attraktiven Arbeits- und Studienort sichtbar.“
 
Eckdaten

 

BauherrLand Niedersachsen
Projektsteuerung und -leitungStaatliches Baumanagement Osnabrück Emsland
NutzerUniversität Vechta & Studentenwerk Osnabrück
ObjektplanungThalen Consult, Zetel
Anzahl der beteiligten Fachplaner13
Anzahl der bisher beauftragten Firmen21, davon 2/3 aus dem Bereich Weser-Ems
Gesamtkostenca. 11,0 Mio Euro
SanierungsbeginnEnde Juli 2017
Geplante Inbetriebnahme MensaApril 2019
Brutto-Grundfläche Altbau3.7531 m²
Brutto-Grundfläche Neubau (Erweiterung)569 m²
Nutzfläche gesamt2.224 m²
Sitzplätze Speiseraum Mensa (Obergeschoss)352
Sitzplätze Cafeteria (Erdgeschoss)140


Baukörper und Ausbau

Der Altbau entstand im Stahlbeton-Skelettbau mit massiven Außenwänden mit Verblendmauerwerk. Er zeichnet sich außerdem durch Verkleidungen aus Zinkblech mit Stehfalz an den oberen Wandabschlüssen und auskragenden Bauteilen aus.

Die Erweiterung wird sich in der Materialwahl und Formensprache deutlich vom Bestandsbau absetzen – eine eigene Identität entfalten – dabei den Altbau jedoch respektvoll integrieren. Durch großzügige Fensteröffnungen gelingt es, die Massivität aufzulösen und dem Innenraum eine hohe Qualität durch Belichtung und Ausblick zu schaffen.

Die Mensa erhält zudem eine neue Zugänglichkeit über den so genannten Bypass, der nord-östlich des Gebäudes innerhalb des Campus liegt. Die geplante Innengestaltung folgt dem Leitfaden Corporate Architecture der Universität Vechta.

Es werden umfangreiche Brandschutzmaßnahmen, erforderliche Schallschutz-/Raum-akustikmaßnahmen ausgeführt, des Weiteren erfolgt eine Neustrukturierung der Leitungsführung. Die gesamten Technischen Anlagen (Lüftung, Heizung, Sanitär, Elektro) werden erneuert. Es erfolgt eine komplette Erneuerung und Neuordnung der Küchentechnik und Einrichtung.

Lüftungsgeräte für Speisesaal, Küche und Cafeteria werden mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung ausgestattet, die Abwärme der Kühlräume wird zur Vorwärmung der Trinkwasserbereitung genutzt.

Die gesamte Beleuchtung wird in LED Technik ausgeführt.

Das Gebäude wird unter den Gesichtspunkten der Barrierefreiheit geplant und umgesetzt. 

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