Gerontologie: Internationale Verbundpartner bei Auftaktveranstaltung des Forschungsprojekts „EIWO“

Verbundpartner im EIWO-Projekt (v. l.): Prof.in Dr. Monika Reichert, Technische Universität Dortmund (TU), Prof. Dr. Andreas Motel-Klingebiel, Universität Linköping, Lena Becker, stud. Mitarbeiterin, Universität Vechta, Prof. Dr. Frerich Frerichs, Institut für Gerontologie (IfG) der Universität Vechta, Dr. Liam Foster und Prof. Dr. Alan Walker, beide Sheffield University, Laura Naegele, IfG Universität Vechta, Dr.in Jolanta Perek-Białas, Jagiellonian University, Krakau, Gerd Naegele, TU Dortmund.

Am 10. und 11. Oktober 2019 nahm das Verbundprojekt „EIWO“ seine Arbeit auf. Es wird mit Schwedischer Forschungsförderung, unter Leitung von Wissenschaftler*innen der Linköping University und unter Mitwirkung des Instituts für Gerontologie der Universität Vechta durchgeführt.

Mit EIWO, „Exclusion and inequality in Late Working Life: Evidence for Policy Innovation Towards Inclusive Extended Work and Sustainable Working Conditions in Sweden and Europe” werden in den nächsten Jahren gemeinsam und unterstützt vom wissenschaftlichen Nachwuchs Fragen thematisiert wie „Welche Chancen und Risiken bietet die Ausweitung der Lebensarbeitszeit den Erwerbstätigen, welche den Unternehmen?“, „Welche gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen sind zu erwarten, wenn die Menschen in Zukunft länger arbeiten?“ „Wie kann auf die Herausforderungen reagiert und eine auf Integration und soziale Gerechtigkeit bedachte Verlängerung der Lebensarbeitszeit unterstützt werden?“ Qualität und Sicherheit der Arbeitsplätze sowie der Arbeitsbedingungen spielen dabei eine ebenso wichtige Rolle wie Gendergerechtigkeit, alters- und klassenunabhängige Chancengleichheit. Wurde in der Erforschung dieser Themen die Lebensverlaufsperspektive angewendet, konnte meist gezeigt werden, dass sich Exklusionsrisiken und Ungleichheiten im Laufe eines Lebens verstärken. Demnach reicht es nicht aus, wenn politische Maßnahmen ausschließlich auf die späten Phasen des Erwerbslebens zielen. Das Forschungsvorhaben EIWO stellt daher die erwerbsbiographischen Prozesse in den Mittelpunkt. Im Ergebnis wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf Basis des Projekts Empfehlungen erarbeiten und für die anstehenden politischen Entscheidungen beispielsweise klären, welche Regelungen flexible Anpassung an die längeren Lebensarbeitszeiten erlauben oder wie der parallel dazu erforderliche Prozess des lebensbegleitenden Lernens gefördert werden kann.

In den internationalen Studien werden Daten zu Arbeitsplätzen, Lebensbedingungen und Beschäftigungsverhältnissen erhoben und verglichen. Unternehmensstrukturen und politische Rahmenbedingungen werden analysiert. All das soll darüber Aufschluss geben, wie ältere Menschen heute arbeiten und wie ihre Arbeit von morgen aussehen könnte.

EIWO erhält Projektförderung von “FORTE” – einer Förderagentur für Erwerbs- Wohlfahrts- und Gesundheits-Forschung des Schwedischen Gesundheits- und Sozialministeriums (Swedish Research Council for Health, Working Life and Welfare, a research funding agency under the Ministry for Health and Social Affairs). Bis 2021 fließen insgesamt 6.800.000 Schwedische Kronen (umgerechnet ca. 630.000 Euro) in das Forschungsprojekt. Nach Ablauf der ersten Förderphase steht eine zweite über weitere drei Jahre in Aussicht.

An EIWO beteiligt sind: Prof. Dr. Andreas Motel-Klingebiel, Linköping University, Schweden, und sein Team, Prof.in Dr. Jolanta Perek-Białas, Jagiellonian University, Polen, Prof.in Dr. Monika Reichert und Prof. Dr. Gerd Naegele, beide TU Dortmund, Prof. Dr. Alan Walker, Sheffield University, Prof. Dr. Frerich Frerichs, Universität Vechta.