Forschung für die Region

Bürgermeister Kristian Kater mit dem Moderatorinnenteam der Tagung.

Masterstudierende des Fachs Sozialer Arbeit präsentieren bei selbst organisierter Tagung Projekt-Ergebnisse

Eine gute Tradition in einem anderen Gewand: Regelmäßig stellen die Masterstudierenden des Fachs Soziale Arbeit an der Universität Vechta die Ergebnisse ihrer Forschungsprojekte während einer selbst organisierten Tagung vor – in diesem Jahr erstmals online. Vechtas Bürgermeister Kristian Kater sprach neben der Modulverantwortlichen Prof.in Dr.in Yvette Völschow und dem Vizepräsidenten für Forschung, Nachwuchsförderung und Transfer, Prof. Dr. Michael Ewig, ein Grußwort.

Die Forschungsfelder der Studierenden waren auch in diesem Jahr vielfältig. Zum Beispiel gehörten folgenden Themen dazu: Digitale Beratung in der Ambulanten Kinder- und Jugendhilfe, Veränderter Alkoholkonsum während der Pandemie, Effekte von Pferdeeinsätzen bei Führungskräfte-Coachings, empirische Untersuchungen von psychischer Gewalt an Schulen der Region, Diskriminierungsrisiken für Geflüchtete im behördlichen Kontext, Schichtarbeit in Care-Berufen oder das Interesse in der Region an einem Leih-Großelternprojekt.

Unter anderem Letztgenanntes ist in Kooperation mit der Stadt Vechta umgesetzt worden. So sprach Bürgermeister Kristian Kater in seinem Grußwort, dass sich für Senioren dadurch zum Beispiel die Kontaktmöglichkeiten zur jüngeren Generation erweitern könnten. „Auf das Ergebnis dieses Projekts bin ich natürlich sehr gespannt, aber es gibt sicherlich auch viele weitere wichtige und kreative Projekte, die im Rahmen dieser Online-Veranstaltung vorgestellt werden und die eine ebenso große Beachtung verdient haben. Denn ich weiß, dass an unserer Universität insbesondere auch durch die Studierenden immer wieder hervorragende Forschungsergebnisse erzielt werden, so Kater“

„Das Forschungsprojekt bildet ein Kernstück unseres Masterstudiengangs und ermöglicht den Studierenden über zwei Semester, eigene thematische Vertiefungen in verschiedenen Arbeits- und Handlungsfeldern über selbstgemachte Forschungen in kleineren Gruppen zu konzipieren und durchzuführen“, erklärt Prof.in Dr.in Christine Meyer. „Studierende probieren dabei aus, für die Soziale Arbeit relevante Forschungsfragestellungen zu entwickeln, ein Forschungsdesign zu erstellen und dieses auch durchzuführen – mit all den Herausforderungen, die sich dazu auch in ,wirklichen‘ Forschungsprojekten stellen“, sagt die Fachsprecherin. Den Abschluss bildet jedes Jahr die Präsentation, die als Tagung durchgeführt wird. „Ebenfalls angelehnt an die Wirklichkeit von Forschung und Wissenschaft.“

„Das Forschungsprojekt – so anstrengend, herausfordernd und zeitintensiv es auch ist – ermöglicht unseren Studierenden auch, etwas darüber herauszufinden, ob sie sich in der Zukunft in Kernbereichen der Forschung und Wissenschaft sehen oder ob sie eher eine Karriere wissenschafts- und forschungsgeleitet in der Praxis der Sozialen Arbeit anstreben wollen“, so Prof.in Dr.in Christine Meyer.

"Dabei gestaltete sich das zweisemestrige studentische Forschungsprojekt in diesem Jahr besonders: Es begann im April 2020 und damit im ersten Lockdown; einer Situation, die die Anpassung der Forschungsdesigns an diese besondere nötig machte, denn klassische face to face durchgeführte Interviews ließen sich kaum umsetzen" resümiert Prof.in Dr.in Yvette Völschow. "So musste auf alternative Vorgehensweisen bei der Datenerhebung gewechselt werden. Zum Teil war hier sehr kreativ-forschungsinnovativ vorzugehen, um die jeweiligen zentralen Forschungsfragen auch
wirklich bearbeiten und beantworten zu können. Da war der Forscher*innengeist entsprechend gefragt ".

Alle Forschungsprojekte der diesjährigen Tagung sind im angehangenen Initiates file downloadProgramm zu finden.