Flagge zeigen als Zeichen zu „Nein zu Gewalt an Frauen!“

Fahnenmotiv mit TERRE DES FEMMES-Aktiven und PolitikerInnen des deutschen Bundestages. Foto: © Martin Funck

Der 25. November ist der internationale Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ und geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik. Wegen ihres politischen Widerstands gegen den Diktator Trujillo wurden sie am 25. November 1960 vom Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet. Der Mut der drei Frauen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln. Die Universität Vechta setzt mit den Flaggen vor dem Q-Gebäude ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen. International wehen heute Flaggen mit derselben Botschaft vor vielen öffentlichen und privaten Gebäuden.

40 % der Frauen in Deutschland haben sexuelle und/oder körperliche Gewalt erlebt, 58 % der Frauen wurden schon sexuell belästigt. 42 % aller deutschen Frauen haben schon Formen psychischer Gewalt erlebt.* Die Zahlen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zeigen: Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter. Sie beginnt mit der alltäglichen Anmache, mit frauenfeindlicher Sprache, Witzen und Beschimpfungen. Auch wo Frauen in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt werden, wenn sie bestimmte Orte, Wege oder Situationen meiden müssen, um Belästigungen oder Bedrohungen zu entgehen, handelt es sich um eine Form von Gewalt.

Im Landkreis Vechta finden von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder Zuflucht und Unterstützung im Frauen – und Kinderschutzhaus. Dieses ist rund um die Uhr unter der Telefonnummer 04441-83838 zu erreichen. Die 24 Stunden-Notrufnummer für Frauen und Schwangere in Not ist 04441 9290-90. Auch das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist jederzeit unter der Telefonnummer 08000 116016 oder unter www.hilfetelefon.de kostenfrei und in mehreren Sprachen zu erreichen.

Bei Suche nach Hilfe oder Beratungsbedarf können Sie sich zudem - auch anonym - an das Gleichstellungsbüro der Universität Vechta wenden.

* Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland, von Schröttle, Monika/Müller, Ursula, Hrsg. BMFSFJ, Berlin 2004