Festliche Eröffnung des Akademischen Jahres 2019/20 an der Universität Vechta

Bei der Vergabe des Studentenwerkpreises: Daniel Godfred Mensah und Steffen Pley (Preisträger), Gina Thoneik (Moderatorin) sowie Andreas Osterfeld vom Studentenwerk Osnabrück. (v.l.n.r.)

Drei Mal „L“: Lehren, Lernen und Leben standen bei der gestrigen Eröffnung des akademischen Jahres 2019/2020 an der Universität Vechta im Fokus. Studierende, Beschäftigte, Präsidium und Gäste feierten in einem Festakt den Beginn des neuen Studienjahres – der zugleich die Gemeinschaft von Lehrenden und Lernenden symbolisiert, die zum Gelingen der drei „L´s“ beitragen. Das Rahmenprogramm lieferten das Schlagzeugensemble „zak|bum“, Filme über das vergangene Jahr sowie die grundsanierte Mensa, Poetry-Slammer Helge Goldschläger und Moderatorin Gina Thoneick.

Das kommende akademische Jahr stand dabei unter dem Zitat des französischen Dramatikers Moliére: Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auf für das, was wir nicht tun“. In seiner Begrüßung betonte Unipräsident Prof. Dr. Burghart Schmidt: „Vor dem Hintergrund großer gesellschaftlicher, sozialer, wirtschaftlicher, kultureller und ökologischer Herausforderungen, behalte dieses Zitat aus dem 17. Jahrhundert eine hohe Aktualität und Bedeutung für das Handeln einer jeden Einzelnen, eines jeden Einzelnen von uns.“ Wissenschaftliches Arbeiten und kritisches Denken seien für Entscheidungen ein Grundgerüst, sagte Schmidt. Im Anschluss gab es auch seitens des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der Universität Vechta eine Begrüßung. Die Hochschule sei nicht nur ein kurzer Stopp im Leben, sondern trage maßgeblich zur persönlichen Entwicklung bei. Die ASTA-Sprecher Wiebke Bührmann und Marvin Koch riefen zu noch mehr Gemeinschaft und Teilhabe an der Universität auf.

Wie Verantwortung im gesellschaftlichen und studentischen Kontext aussehen kann, zeigte die Auszeichnung des international Studierenden Ahmed Esmael aus Ägypten. Er wurde für sein ehrenamtliches Engagement und für seine wissenschaftliche Leistung mit dem DAAD-Preis (Deutscher Akademischer Austauschdienst) geehrt. Der diesjährige Studentenwerkspreis ging an die Studierenden Steffen Pley und Daniel Godfred Mensah. Pley engagiert sich mit anderen Studierenden im Projekt „Sport ist Bunt“ für Integration. Mensah ist aktiv im Fachrat Sport, bei der Betreuung der Erstsemesterstudierenden und als Jugendtrainer beim Basketball-Verein Rasta Vechta. Bei der Würdigung der Preisträger betonte Präsident Schmidt, dass es nicht nur die Ausgezeichneten seien, welche die Gemeinschaft an der Universität Vechta unterstützten. Mit großer Freude stelle er immer wieder fest, „wie vielseitig wir sind“. Beispiele seien der internationale Austausch, gelungene Forschungsprojekte, Kooperationen, die Erneuerung des Sportplatzes durch die Stadt, die Sanierung von Mensa und Bistro und nicht zuletzt die ausgezeichnete wissenschaftliche Ausbildung mit einem hohen praktischen Anteil. Für Letztgenannte haben sich an der Universität Vechta nach vorläufigen Zahlen rund 1460 Studienanfänger*innen im Wintersemester entschieden. Ein Großteil davon (640) haben sich bis jetzt im „Bachelor Combined Studies“ eingeschrieben, 374 im Fach-Bachelor und 233 für ein Studium mit dem Abschluss Master of Education. Damit sind zum jetzigen Zeitpunkt knapp 4900 Studierende an der Universität immatrikuliert.

Die Moderatorin Gina Thoneick führte kurzweilig und zugleich ein wenig wehmütig mit Erinnerung an die eigene Studienzeit durch die Veranstaltung: „Studieren kann so schön sein!“ Der Poetry-Slammer Helge Goldschläger holt etwas weiter aus und setzte mit seinen Texten zur Uni Vechta und zum Studienstart einen humorigen wie auch philosophischen Abschluss: „In der Uni geht’s nicht nur um viel Lärm um mich und Scheine und Stempel und Erster sein beim Bücher leihen und das ,Boss‘ auf dem Textmarker und das Lernen an sich. Manchmal lernt man auch was fürs Leben – zum Beispiel einen Freund kennen.“

Dieser Tag symbolisiert die Gemeinschaft der Universität, insbesondere der Lehrenden und Lernenden, sowie aller Mitarbeitenden, die zu dem Gelingen der drei L´s (Lehren, Lernen und Leben) an unserer Universität beitragen.

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