Fachleute für die EU-Forschungsförderung im Science Shop Vechta/Cloppenburg

An der Universität Vechta berät seit 2012 Dr. Daniel Ludwig vom Referat Forschungsentwicklung und Wissenstransfer WissenschaftlerInnen zu Fragen der internationalen Forschungsförderung (daniel.ludwig@uni-vechta.de, Fon +49. (0) 4441.15 642).

EU-Büros und EU-Referate an niedersächsischen Hochschulen unterstützen seit über 20 Jahren WissenschaftlerInnen des Landes bei der Entwicklung, Beantragung, Abwicklung und Verwaltung von Projekten, die durch die Europäische Union mit Drittmitteln gefördert werden. In regelmäßigen Konferenzen pflegen die EU-ExpertInnen außerdem einen regen Erfahrungsaustausch, um durch die Verbindung ihrer individuellen Kompetenzen noch besser für ihre jeweiligen Einrichtungen wirksam werden zu können.
Am 16. und 17. Mai 2017 fand diese „Konferenz der niedersächsischen EU-Hochschulbüros und EU-Referentinnen und -Referenten“ im Science-Shop Vechta/Cloppenburg der Universität Vechta in Cloppenburg statt. Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch Vizepräsident Prof. Dr. Michael Ewig hatten Karin Bokop und Dr. Daniel Ludwig von der Universität Vechta sowie Michaela Shields vom Wissenschaftsladen Bonn e.V. die Gelegenheit, den Science-Shop und dessen Mitarbeit in europäischen Netzwerken und Projekten, das europäische Konzept einer „Verantwortungsvollen Forschung und Innovation“ (Responsible Research and Innovation - RRI) und das EU-Projekt „EnRRICH - Enhancing Responsible Research and Innovation through Curricula in Higher Education“ vorzustellen. Im EnRRICH-Projekt des Science-Shop Vechta/Cloppenburg, das an der Universität Vechta von Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Marco Rieckmann geleitet wird, geht es vor allem darum, Prinzipien und Elemente des RRI-Konzeptes auch in der Lehre verschiedener europäischer Hochschuleinrichtungen umzusetzen. Für Andreas Hebbelmann von der TU Brauschweig, den Sprecher des Arbeitskreises der niedersächsischen EU-Büros, sind die Aktivitäten des Science-Shop und das EnRRICH-Projekt anschauliche Beispiele dafür, wie auch kleinere Hochschulen durch ihre spezifischen Kompetenzen an EU-weiten Netzwerken und Projekten mitwirken können.

Auf der Konferenz wurden außerdem aktuelle Entwicklungen in den EU-Förderprogrammen sowie in der Finanzabwicklung und -prüfung von EU-Projekten diskutiert. Andreas Hebbelmann stellte neue Workshop-Konzepte und deren Einsatzmöglichkeiten in der Beratung Forschender vor. Jörg Jerusel vom EU-Hochschulbüro Hannover/Hildesheim präsentierte in umfangreichen Statistiken die Entwicklung der Beteiligung niedersächsischer Partnereinrichtungen an europäischen Forschungsprojekten.  

An der Veranstaltung nahmen über 20 EU-ExpertInnen teil. Damit waren alle niedersächsischen Hochschulen vertreten.