Digitaler Wandel in Schule und Unterricht

(v. l.) Dr.in Johanna Schockemöhle, geschäftsführende Leitung des Zentrums für Lehrerbildung, Prof.in Dr.in Margit Stein, Direktorin des Zentrums für Lehrerbildung, die Referent*innen Stefan Meller und Prof.in Dr.in Julia Knopf sowie Dr. Niels Logemann vom Kompetenzzentrum für Lehrkräftefortbildung.

Über 320 Teilnehmer*innen kamen zum Pädagogischen Tag.

Über 320 Lehrer*innen, Lehramtsstudierende, Referendar*innen, Lehrende und Mitarbeitende in der Lehrerausbildung, Schulträger und weitere Interessierte folgten am vergangenen Freitag, 5. April 2019, der Einladung zum dritten Pädagogischen Tag des Zentrums für Lehrerbildung. Im Fokus stand der „Digitale Wandel in Schule und Unterricht“. Ort der zwei Vorträge und über 20 Workshops war die Geschwister-Scholl-Oberschule Vechta.

Den ersten Impulsvortrag zu „Schule 4.0. eEducation und Masterplan Digitalisierung“ hielt Stefan Meller, Institut für Ausbildung und schulpraktische Studien der Pädagogischen Hochschule Burgenland. Darin berichtete er über die Bemühungen Österreichs, das schulische Bildungswesen digitaler zu gestalten. Dabei griff er zunächst das breite Spektrum von grundsätzlichen Handlungsmöglichkeiten auf, wie Schule und Schulpolitik auf den digitalen Wandel reagieren kann, um dann den aktuellen Mittelweg an Österreichs Schulen zu beschreiben. Die Stichworte heißen hier: Vernetzung, Verankerung von digitaler Grundbildung in den Lehrplänen und Anreizsysteme für die Umsetzung.

Konkrete Beispiele digitaler Bildung für Wissenschaft und Schule führte Prof.in Dr.in Julia Knopf aus, Lehrstuhl Fachdidaktik Deutsch Primarstufe und Leiterin des Forschungsinstitutes Bildung Digital (FoBid) an der Universität des Saarlandes. Als besonders wichtig bei der Wahl von analogen und digitalen Medien im Unterricht sei, betonte Knopf, immer die individuelle Entscheidung. Es gäbe keine allgemeingültigen Bewertungen für den Einsatz und den Nutzen digitaler Tools, vielmehr seien die spezifische Klassensituation und die individuellen Bedürfnisse von Schüler*innen sowie Lehrer*innen ausschlaggebend.

In zwei Workshop-Phasen wurde das Thema anschließend fachspezifisch vertieft. Von „Tippen. Lesen. - Digitales Leseangebot für die Primarstufe“ über „Stop-Motion oder Common-Craft Videos im Unterricht gestalten“ zur Gestaltung des Biologieunterrichts bis zu „Tablets im Sportunterricht“ reichte das Spektrum.

Die Organisator*innen am Zentrum für Lehrerbildung zeigten sich mit dem 3. Pädagogischen Tag sehr zufrieden: Es sei erneut gelungen, alle an der Lehrerbildung beteiligten Akteur*innen aus Schulen, Studienseminaren und Universitäten zusammenzuführen. Insbesondere das Thema habe zu einer sehr guten Resonanz geführt. Für das nächste Jahr ist die Durchführung des 4. Pädagogischen Tages fest eingeplant.