Digitale Erlebnisrallye in den Cuxhavener Fischereihafen

Schülerinnen und Schüler der Realschule Cuxhaven erproben den neuen Lernort zur Fischwirtschaft entwickelt von der Universität Vechta

Zwischen dem 11. und 18.09.2019 haben sich 25 Neuntklässer an drei Terminen auf die Spuren des Fisches in Cuxhaven begeben. Sie haben als erste Klasse den neuen außerschulischen Lernort zum Thema „Fischwirtschaft in Cuxhaven“ erprobt, der im Rahmen des Bildungsprojektes „Außerschulische Lernorte in der Fischwirtschaft“ vom Kompetenzzentrum Regionales Lernen der Universität Vechta entwickelt wurde. Nach einer inhaltlichen Vorbereitung in der Schule führten sie eine digitale, multimediale Rallye mit einer App durch und erkundeten den Neuen und Alten Fischereihafen. An unterschiedlichen Stationen galt es, interaktive Aufgaben zu den Themen maritime Berufe, Küsten- und Hochseefischerei, oder Aufbau, Struktur und Geschichte der Fischereihäfen zu lösen. „Es war super, dass wir die Aufgaben auch mit Fotos und Sprachnachrichten beantworten konnten und nicht wie sonst mit Zettel und Stift!“ freute sich Schüler Ali. Für einige Schülerinnen und Schüler war es das erste Mal, dass sie den Neuen Fischereihafen besichtigt haben und die beeindruckenden Schiffe im Hafen entdecken konnten.

Der Lernort in Cuxhaven entstand in Zusammenarbeit mit dem Wrack- und Fischereimuseum Windstärke 10, Kooperationspartner im Projekt, wo die Einführung und die Abschlussbesprechung der Erkundung stattfanden. Dr. Jenny Sarrazin, Museumsleiterin von Windstärke 10 resümierte den Tag positiv und hofft, dass sich der Lernort langfristig etabliert und das Angebot zukünftig von vielen Schulen angenommen wird.

Ziel des mit EU-Geldern geförderten Bildungsprojektes ist es, Kinder und Jugendliche in der Region Niedersächsische Nordseeküste über die Fischwirtschaft vor Ort zu informieren. In der ersten Projektphase seit 2017 wurden Neuharlingersiel, Greetsiel und Cuxhaven als außerschulische Lernorte ausgewählt und Bildungsangebote mit handlungsorientierten Lehr-Lernmaterialien für die Klassen 5 bis 10 entwickelt und erprobt. In der aktuell bewilligten zweiten Projektphase für weitere drei Jahre soll die Bildungsarbeit an den bestehenden Lernorten verstetigt werden und die entwickelten Konzepte auf weitere Lernorte übertragen werden. „Der Fachkräftemangel hat auch in der Fischereibranche gezeigt, wie wichtig es ist, den Schülerinnen und Schülern praxisnahe Einblicke in die Branche und die Berufsfelder zu bieten. Unser Wunsch wäre es, langfristig ein großes Netzwerk an Lernorten zur Fischwirtschaft an der deutschen Küste aufzubauen, das sowohl von lokalen als auch überregionalen Schulen genutzt werden kann“, erklärt Marco Witthohn, Vorsitzender der Fischereiaktionsgruppe Niedersächsische Nordseeküste.

Als Abschluss der Einheit Fischwirtschaft besichtigten die Neuntklässer den Hochseetrawler Cuxhaven der Deutschen Fischfang-Union, der im letzten Jahr getauft wurde. „Das war wirklich ein großes Highlight, die Schülerinnen und Schüler waren sehr beeindruckt von der hochmodernen Ausstattung des Trawlers und dem angenehmen Arbeitsumfeld für die Besatzung mit eigenem Kinosaal und Fitnessraum!“, freut sich die Klassenlehrerin Christina Haas über diese einzigartige Möglichkeit und zieht ein sehr positives Resümee der gesamten Veranstaltung.

 

Kontakt und Informationen zum Projekt:

Universität Vechta, Kompetenzzentrum Regionales Lernen

Annemarie Castillo

annemarie.castillo-mispireta[at]uni-vechta[dot]de

www.lernorte-fischerei.de