"Die Grafschaft Bentheim im Ersten Weltkrieg“ - Kooperationsprojekt von Universität Vechta, Landkreis und Heimatverein

(v.l.) Josef Brüggemann, Vorsitzender des Heimatvereins, Prof. Dr. Eugen Kotte, sein Mit-Herausgeber Dr. Helmut Lensing und der Bentheimer Landrat Friedrich Kethorn.

Der stellvertretende Chefredakteur der Grafschafter Nachrichten, Steffen Burkert, im Interview mit zwei Studentinnen, die Bachelorarbeiten im Projekt geschrieben haben. (Bilder: Jürgen Hartmann, Landkreis Grafschaft Bentheim)

Am 100. Jahrestag des Waffenstillstands im Ersten Weltkrieg wurde in Nordhorn der Sammelband „Die Grafschaft Bentheim im Ersten Weltkrieg. ‚Heimatfront‘ an der deutsch-niederländischen Grenze“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Herausgeber sind die Historiker Prof. Dr. Eugen Kotte (Vechta) und Dr. Helmut Lensing (Münster/Greven). Über 100 Gäste, darunter der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers und Prof. Dr. Michael Ewig, Vizepräsident der Universität Vechta, besuchten die Veranstaltung.

Auf ein Grußwort des Landrats Friedrich Kethorn folgte ein Interview mit den Historikern Kotte und Lensing, die von der Entstehung und vom Verlauf des Projektes berichteten. Nachdem Nordhorner Schülerinnen und Schüler Texte aus dem Buch verlesen hatten, berichteten zwei ehemalige Vechtaer Studentinnen, Susanne Luft und Lara Krölls, von der Entstehung ihrer Beiträge zu dem Band. Zum Abschluss sprach der Vorsitzende des Heimatvereins, der ehemalige Oberkreisdirektor Josef Brüggemann.

Der Sammelband ist das Resultat eines fast vierjährigen Lehr- und Forschungsprojekts, das in Zusammenarbeit zwischen der Universität Vechta (Professur für Didaktik der Geschichte mit dem fachlichen Schwerpunkt der Neueren und Neuesten Geschichte), dem Landkreis Grafschaft Bentheim und dem Heimatverein der Grafschaft Bentheim realisiert wurde. Gefördert wurde es von der Grafschafter Sparkassenstiftung. Etwa 340 Studierende der Universität Vechta nahmen mit Archiv- und Museumsrecherchen daran teil. Von den studentischen Abschlussarbeiten, die im Projekt entstanden, wurden sechs als Beiträge des Bandes veröffentlicht; die weiteren Beiträge stammen von Wissenschaftler_innen der Universitäten Berlin, Bremen, Hengelo (NL), Osnabrück, Siegen und Vechta sowie weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen und aus der Grafschaft Bentheim selbst.