Caritas-Sozialwerk vergibt zum 1. August 2017 Promotionsstipendium

Heribert Mählmann (Vorstandsvorsitzender CSW), Universitäts-Professor Dr. Kim-Patrick Sabla

Wie entwickeln sich junge Menschen weiter, wenn sie die Einrichtungen des CSW wieder verlassen haben? Wohin gehen diese sogenannten „Care Leaver“? Inwieweit sind sie durch das CSW auf das „danach“ vorbereitet? Wie können bereits bestehende Angebote optimiert wer-den? Um Fragen wie diesen noch gezielter auf den Grund zu gehen, kooperiert die Stiftung Caritas-Sozialwerk St. Elisabeth jetzt mit der Universität Vechta.
Gemeinsam mit dem Arbeitsbereich Sozialpädagogische Familienwissenschaften unter der Leitung von Universitäts-Professor Dr. Kim-Patrick Sabla vergibt das CSW zum 1. August 2017 ein Promotionsstipendium. Hierüber soll das Maßnahmenangebot der Stiftung wissenschaftlich begleitet und der Übergang junger Menschen in ein eigenständiges Leben näher beleuchtet werden.
„Wir wollen unsere eigene Arbeit transparenter machen, um Kostenträgern und auch der Öffentlichkeit zu zeigen, wie wir im gesellschaftlichen Kontext agieren. Über das Stipendium erhoffen wir uns wissenschaftlich erarbeitete, verbindliche Aussagen vor allem über unsere Angebote im Bereich der Care Leaver“, sagt Heribert Mählmann, seit 2016 Vorstandsvorsitzender des CSW.
Der Maßnahmenkatalog in diesem Bereich sei vielseitig, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisteten hervorragende Arbeit, betont Mählmann. „Doch sicherlich werden wir über das Stipendium Ansatzpunkte finden, unsere Angebote noch stärker zu systematisieren und zu optimieren. Ziel ist es, in Zukunft als Dienstleister noch gezielter und nachhaltiger arbeiten können, damit junge Menschen gesellschaftlich wieder in die Spur kommen.“ Das zunächst auf zwei Jahre befristete Stipendium wird von der Welker-Stiftung finanziert. Die Stipendiatin bzw. der Stipendiat erhält eine Vergütung in Höhe von 1.000,00 € und wird zusätzlich über einen Sachkostenzuschuss des CSW in Höhe von 600,00 € pro Jahr gefördert. „Wir sind sehr dankbar dafür, dass uns die Welker-Stiftung bei diesem wissenschaftlichen Projekt unterstützt. Sie ist uns und unserer Arbeit schon seit vielen Jahren sehr zugewandt und unterstützte in der Vergangenheit auch andere Projekte des CSW“, sagt Heribert Mählmann.
Das Stipendium richtet sich an Absolventinnen und Absolventen aus der Sozialen Ar-beit/Erziehungswissenschaft oder Soziologie (MA/Diplom, Magister), deren Vita ein überdurchschnittlich soziales Engagement ausweist und die an der Bearbeitung wissenschaftlicher Themenstellungen interessiert sind. Bewerbungen inkl. eines aussagekräftigen Exposés können ab sofort elektronisch an Kim-Patrick Sabla gesendet werden (kim-patrick.sabla[at]uni-vechta[dot]de).

Der Kooperation zwischen dem Caritas-Sozialwerk und dem Arbeitsbereich Sozialpädagogische Familienwissenschaften der Universität Vechta waren intensive Gespräche zwischen Heribert Mählmann, Kim-Patrick Sabla und der Welker-Stiftung vorausgegangen. Ein zentraler Forschungsschwerpunkt Sablas ist die Kinder- und Jugendhilfe. Das CSW bietet einen geeigneten Feldzugang. Beste Voraussetzungen für eine wissenschaftliche Zusammenarbeit. „Das Caritas-Sozialwerk zeigt sich sehr offen gegenüber einer solchen Begleitung aus unserem Bereich. Sie sagen dort nicht: Bei uns ist alles super - wir brauchen nur noch die passende Forschung, die uns das bestätigt. Stattdessen nimmt das CSW das eigene Tun und die Arbeit kritisch in den Blick. Über geeignete Feldzugänge erhoffen wir uns in den nächsten zwei Jahren eine intensive Zusammenarbeit“, sagt Kim-Patrick Sabla.
Die Stipendiatin bzw. der Stipendiat wird in die Abläufe innerhalb des CSW intensiv miteingebunden sein, Einblicke in die Projektarbeit der einzelnen Einrichtungen vor Ort erhalten, Gespräche mit Bereichs- und TeamleiterInnen, Beschäftigten sowie mit Jugendlichen führen können und an Teamsitzungen teilnehmen. Parallel dazu wird es eine institutionelle Anbindung an den Fachbereich der Uni Vechta sowie einen regelmäßigen Austausch mit Professor Dr. Sabla, DoktorandInnen und StipendiatInnen in Vechta sowie anderen kooperierenden Hochschulen und Universitäten geben.