Aviäre Influenza: „Impfung kann in Frage kommen“

Auf dem ausgebuchten Workshop diskutierten die 42 Teilnehmer_innen über das Pro & Contra des Impfens gegen Aviäre Influenza. (Foto: WING)

Im Workshop des Wissenschafts- und Informationszentrums für Nachhaltige Geflügelwirtschaft (WING) und der Hochschule Osnabrück tauschten sich am 5. Dezember in den Räumen der Universität Vechta Expert_innen aus über die Vor- und Nachteile beim Bekämpfen der Aviären Influenza durch Impfen der Geflügelbestände. Es wurden erfolgsversprechende Möglichkeiten aufgezeigt, aber auch auf die vielfältigen Herausforderungen hingewiesen, die mit einer Impfung einhergehen.

Das Impfen von Geflügelbeständen im Falle von Aviärer Influenza wird seit langem kontrovers diskutiert. Beim Workshop haben sich dazu Dr. Klaus-Peter Behr, AniCon Labor GmbH, Dr. Erwin Sieverding, Praxis am Bergweg, Dr. Ursula Gerdes, Niedersächsische Tierseuchenkasse und Dr. Daniel Windhorst, IDT Biologika ausgetauscht. Die Moderation und Zusammenfassung übernahmen Prof. Dr. Michael Grashorn vom Institut für Tierhaltung und Tierzüchtung an der Universität Hohenheim und Prof. Dr. Robby Anderson von der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur an der Hochschule Osnabrück.

Thema der Präsentationen waren zum einen die verbesserten Möglichkeiten der Seuchenbekämpfung durch den Einsatz von Impfstoffen. Aus Gründen des Tierschutzes, der Wirtschaftlichkeit und der Effektivität in der Seuchenbekämpfung kann der Einsatz von Impfstoffen sinnvoll sein. Auf der anderen Seite wurden auch die Herausforderungen angesprochen, die mit dem Einsatz von Impfstoffen einhergehen. Diese liegen insbesondere in wahrscheinlichen Handelsbeschränkungen, dem anschließend einzuleitenden Ausstieg aus der Impfung und dem Verhindern einer endemischen Seuchenentwicklung. Die Experten waren sich einig, dass es sich bei diesem Thema um einen komplexen Sachverhalt handelt, der sich nicht mit einem einfachen Pro oder Contra abschließend bewerten lässt.