Artist in Residence: Iris Keller und „Verd“ präsentieren Texte zur Mobilität in Vechta

Den Ausgangspunkt ihrer Abschlussperformance in der Vechtaer Innenstadt musste die diesjährige Artist in Residence, Iris Keller, regelrecht erklimmen. In weißer Reithose, Jackett und Plastron bestieg sie mit dem Glockenschlag der Propsteikirche am vergangenen Donnerstag um 18 Uhr den Rücken des stadtbekannten Pferdes Warwick Rex. Mit dabei natürlich ihre Handpuppe, das „Verd“. „Mit Vau!“, betonte „Verd“ jedes Mal.  

Vom Europaplatz aus ging es in einem einstündigen Spaziergang zu zehn verschiedenen Stationen in der Stadt, die Kulisse für unterschiedliche Texte zum Thema Mobilität in Vechta wurden. Iris Keller, die als fünfte Artist in Residence in Vechta ist, hatte in ihrem sechswöchigen Aufenthalt zahlreiche Gespräche mit verschiedenen Bürgerinnen und Bürgern zum Thema Mobilität geführt. Ihre Eindrücke hat sie künstlerisch in der Performance verarbeitet und aus Sicht des Pferdes beleuchtet. Unterstützt wurde sie dabei von drei Komparsen, die als Pferd verkleidet die jeweiligen Szenen begleiteten, telefonierend, mit Gießkanne auf dem Friedhof, lesend oder protestierend und kritisch. Besonders berührend war der Auftritt der 92-jährigen Irmgard Galler, die aus einem ihrer Gedichte las und den Austausch mit der jungen Künstlerin sichtlich genoss.

Im September wird Iris Keller anlässlich des fünfjährigen Jubiläums von Artist in Residence in Vechta erneut zu Gast sein. Bis dahin wird sie weiterhin im Blog unter www.air-vechta.de von ihrer Zeit in Vechta, zu Begegnungen und Gedanken zur Mobilität schreiben.

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