Arbeitsstelle Brinkmann der Universität Vechta erwirbt rund 1000 Original-Dokumente

Von links: Gertrud Rießelmann (ehemalige Schulfreundin), Elisabeth Zöllner, Prof. Dr. Markus Fauser, Bürgermeister Kristian Kater, Minister a.D. Uwe Bartels (Universitätsgesellschaft), Cindy Leppla (Universitätsbibliothek Vechta), Christof Pekeler (LZO), Jutta Mehrpohl und Josef Kleier (beide Bürgerstiftung Vechta) mit dem Konvolut. (Foto: Sabrina Bindernagel)

Große Freude in Vechta: Die Arbeitsstelle Brinkmann der Universität Vechta hat eine große Sammlung literarischer Texte und weiteren Materialien des in der Kreisstadt geboren und aufgewachsenen Autors Rolf-Dieter Brinkmann (1940-1975) kaufen können. Die Werke, darunter viele handschriftlich verfasste Briefe und Postkarten sowie Notizen, Poesiealben, Vorträge und Hörspiele, umfassen insgesamt rund 1000 Seiten. Sie gehörten Elisabeth Zöller (geborene Piefke), einer Jugendfreundin Brinkmanns, die diese nun an die Arbeitsstelle veräußert hat.

Bei einem gemeinsamen Termin mit Pressevertretern im Vechtaer Rathaus stellten Bürgermeister Kristian Kater, Prof. Dr. Markus Fauser (Arbeitsstelle), Elisabeth Zöller sowie Mitglieder der Bürgerstiftung und der Universitätsgesellschaft Vechta kürzlich die Sammlung vor. Der Ankauf dieser Werke sei ein „Glücksfall“, erklärte der Leiter der Arbeitsstelle Brinkmann, Prof. Dr. Markus Fauser, „Mit diesen Frühwerken Brinkmanns könne die Literatur nun an Ort und Stelle verstanden und interpretiert werden. Dort, wo sie entstanden ist – in Vechta.“ Der Kaufpreis, der sich im mittleren fünfstelligen Bereich bewegen dürfte, war nur mithilfe der Sponsoren zu bezahlen. Dazu gehören neben der Stadt Vechta vor allem die Kulturstiftung der Länder, die Bürgerstiftung Vechta, die Stiftung Kunst und Kultur der Landesparkasse zu Oldenburg (LZO), der Stiftung Niedersachsen sowie die Karin und Uwe Hollweg Stiftung. „Ich freue mich, dass diese Sammlung zurück nach Vechta kommt.“, erklärte Bürgermeister Kater: „Rolf-Dieter Brinkmann war eine beeindruckende Persönlichkeit aus Vechta, dessen Werke von großer Bedeutung für die Aufarbeitung der damaligen Bildungsgeschichte unserer Region sind.“ Aufgrund von noch bestehenden Urheberrechtsansprüchen von Brinkmanns Witwe könnten die Werke allerdings noch nicht öffentlich ausgestellt werden. Deshalb seien zunächst nur ausgewählte Teile des Materials in einer neu zu erschaffenden Dauerausstellung im Vechtaer Museum zu sehen.