„Arbeit, Konsum, Werbung“ - Studierende konzipieren inklusives Lernmaterial für den Sachunterricht

Zeigen die neuen Materialien: Lehrer_innen und Studierende des Sachunterrichts. (Foto: Otten)

Bereits im dritten Jahr in Folge kooperieren das Studienfach Sachunterricht der Universität Vechta und die Overbergschule Vechta: Unter der Leitung von Dozent Michael Otten entwickelten 16 Bachelor-Studierende unter großem Aufwand fünf umfangreiche Materialkisten zu den Themen „Arbeit, Konsum, Werbung“.

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die Frage, inwieweit ein gezielt aufbereitetes Unterrichtsmaterial die Lernchancen aller Schülerinnen und Schüler erhöhen kann. Ziel ist es darum nicht, nur Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf zu erreichen, sondern allen Kindern Erfolgserlebnisse beim Lernen zu ermöglichen.

Das Material soll inklusives Lernen fördern: Um einen sprachsensiblen Unterricht realisieren zu können, gestalten die Studierenden Sprachmemories. Zusätzlich formulieren sie alle Sachtexte und Arbeitsaufträge nach dem Konzept der „Einfachen Sprache“. Eigens für die Lehrkräfte werden Moderationskarten erstellt, mit dem auch zieldifferentes Unterrichten möglich ist.

Ein Meilenstein des Projekts stellte nun die Übergabe der ersten Unterrichtsmaterialien dar: Am 10. September 2018 präsentierten die Studierenden aus dem Seminar „Sachlernen in inklusiven Gruppen“ in der Aula der Overbergschule ihre Ideen den Lehrkräften. Anschließend wurden diese gemeinsam ausgewertet und diskutiert.

Nicht nur Schulleiterin Kerstin Dieker freut sich darauf, dass das Material bereits im laufenden Schuljahr in den 2. Klassen eingesetzt werden kann. Auch die beiden Lehrerinnen Heike Aulike und Christa Muhle, die das Projekt von Anfang an begleiten, sehen mit Vorfreude den ersten Stunden der Unterrichtseinheit entgegen.