Abschlussfeier in der Sozialen Arbeit

Gruppenfoto auf der Bühne der Gaststätte Sgundek. (Bild: Wewer-Jans)

Am vergangenen Freitag, 9. November 2018, entließ die Universität Vechta insgesamt 51 Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge Bachelor bzw. Master Soziale Arbeit. Ebenfalls verabschiedet wurden die Absolventinnen und Absolventen des Berufsanerkennungsjahres (BAJ), die im Laufe des vergangenen Jahres an der Universität Vechta ihre staatliche Anerkennung zum Sozialarbeiter/Sozialpädagogen bzw. zur Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin erlangt hatten. Mehr als 200 Menschen hatten den Weg ins Gasthaus Sgundek gefunden, da die Aula der Universität Vechta zurzeit renoviert wird.

Klaus-Joachim Schmelz  gratulierte in Namen des Faches Soziale Arbeit allen Absolventen und Absolventinnen und ihren Familien zum erfolgreichen Abschluss. In seinem Grußwort ging er auf das letzte Buch „Wer wir waren“ von Roger Willemsen ein, in dem dieser kritische Anregungen gibt, sich Ruhe und Zeit zu nehmen, in der „Rasanz der Zeit“ zumindest in einer Nachschau einen verantwortbaren kritischen Platz in Alltag und Beruf zu finden.

Unter dem Titel „Inklusion von Zuwander*innen als Aufgabe der Sozialen Arbeit“ erzählte Prof.in Dr. Christine Hunner-Kreisel von dem Flüchtlingsdrama „In this world“ des Regisseurs Michael Winterbottom, in dem zwei afghanische Flüchtlinge in den vermeintlich goldenen Westen fliehen möchten und dabei am Ende einer der Geflüchteten qualvoll ums Leben kommt. Ausschlüsse von Zuwander_innen müssten von der ganzen Gesellschaft verhindert werden. Die Rede schloss die Professorin mit dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse, das die unterschiedlichen Lebensphasen und den Umgang mit selbigen wiederspiegelt und wünschte den Absolvent_innen für ihre neue Lebensphase alles Gute.

Als Gastrednerin aus der Praxis fungierte in diesem Jahr Elisabeth Vodde-Börgerding, Migrations-beraterin für erwachsene Zuwanderer beim Caritas-Sozialwerk in Damme, die ihren bisherigen Lebensweg in der Sozialen Arbeit skizzierte. Sie machte den Absolvent_innen für ihren neuen Lebensabschnitt Mut, gab ihnen den Tipp, sich nicht von Vorurteilen beirren zu lassen und ein positives Menschenbild beizubehalten. Sie übte Kritik an den zunehmenden fremdenfeindlichen Haltungen in Ost und West und betonte, dass niemand seine Heimat freiwillig verlassen würde. Als engagierte Mitarbeiter_innen würden die Absolvent_innen das Kapital eines jeden Arbeitsgebers sein, so Vodde-Börgerding.

Anna Paul vom Student*innenparlament gab den ehemaligen Kommilitoninnen und Kommilitonen ebenfalls die besten Wünsche mit auf den Weg. Die Feierstunde wurde stimmungsvoll durch Tabea Thomas (Querflöte und Kontrabass), Rebecca Thomas (Violoncello und Klavier) und Rainer Wördemann (Klavier) begleitet. Den Ausklang des Festakts bildete der Sektempfang des Allgemeinen Student*innenausschusses, der zugleich Einstieg in den anschließend stattfindenden AbsolventInnenball im FIZZ war, der von der Fachschaft Soziale Arbeit bereit zum dritten Mal liebevoll vorbereitet wurde und bis tief in die Nacht dauerte.