35 Studierende mit Deutschlandstipendium geehrt

Die Stipendiat_innen des Deutschland-stipendiums 2017/2018 mit ihren Stifter-innen und Stiftern. (Bild: KFoto/Kokenge)

Für 35 Studierende der Universität Vechta gab es am gestrigen Dienstag, 7. November 2017, allen Grund zu feiern: Sie wurden mit dem Deutschlandstipendium für das Studienjahr 2017/2018 ausgezeichnet. Die Studierenden aus Bachelor- und Masterstudiengängen erhalten ein Jahr lang monatlich 300 Euro, finanziert zur Hälfte vom Bund und zur Hälfte von privaten Förderern. Mit ihnen feierten zahlreiche Förderer_innen, Unternehmer_innen wie Privatleute, sowie Familien und Freunde.

Den Abend moderierte Dr. Lydia Kocar, Koordinatorin des Deutschlandstipendien-Programms an der Universität Vechta. Sie stellte heraus, wie sich die Vergabe im Laufe der Jahre gewandelt habe: Von der reinen Urkundenübergabe zur festlichen Veranstaltung mit 130 Gästen. Dies unterstrich auch Prof. Dr. Burghart Schmidt, Präsident der Universität Vechta, in seinem Grußwort: Die Steigerung von 24 im letzten zu 35 Stipendien in diesem Jahr sei ein toller Beweis des Engagements in der Region. Die anwesenden Stipendiat_innen, aber eben auch die Stifterinnen und Stifter machten dies deutlich. „Es ist toll zu sehen, wie vielfältig das Engagement der Studierenden ist“, lobte Schmidt die Stipendiatinnen und Stipendiaten.

Anschließend stellte Moderatorin Kocar in Gesprächsrunden jeweils drei Stifter_innen und drei Stipendiat_innen vor. Torben Friedrichs-Jäger von der Familie Funke Stiftung nannte als Motiv für die Förderung, dass der Stiftungszweck optimal zur Förderung von leistungsstarken und sozial engagierten Stipendiat_innen passe. So habe sich der Stiftungsvorstand nach Gesprächen entschlossen, gleich drei Studierende zu fördern. „Wir investieren damit in Bildung, in die Menschen, und in die Menschen als Multiplikatoren“, so Friedrichs-Jäger.

Benno Fangmann vertrat die Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken im Landkreis Vechta. Im letzten Jahr hatte die AG eine Stipendiatin gefördert, in diesem Jahr stiftet sie zwei. „Es war toll zu sehen, wie unsere Stipendiatin im letzten Jahr als eine der besten ihres Jahrgangs den Abschluss gemacht hat“, erzählte Fangmann. „Unser Motto ist ‚in der Region, für die Region‘ – das heißt auch für die Uni. Und diese können wir durch die Stipendien stärker und attraktiver machen.“

Auch der Landkreis Vechta hat in diesem Jahr erstmals ein zweites Stipendium gestiftet. Hartmut Heinen, Erster Kreisrat, betonte, dass der Wohlstand der Region auch auf gut ausgebildete Fachkräfte zurückzuführen sei. „Als öffentliche Hand haben wir, genau wie Unternehmen, ein Interesse daran, Studierenden eine gute Ausbildung zu geben, damit sie ihren Weg machen.“ Und vielleicht auch im Landkreis bleiben: Zum Stoppelmarkt 2018 werde es die Aktion „Wiedersehen macht Freude“ geben, die genau die Gruppe der „Rückkehrer“ anspreche, rührte Heinen die Werbetrommel.

Die Stipendiatinnen Rebecca Henke, Nicole Mousset und Christin Wenke, die bereits in den Vorjahren gefördert wurden, berichteten von ihrer Studiensituation, ihrem gesellschaftlichen Engagement und den Möglichkeiten, den der Erhalt des Deutschlandstipendiums ihnen eröffnet habe. Nicole Mousset beispielsweise konnte durch das Stipendium darauf verzichten, einen dritten Nebenjob zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts anzunehmen, Christin Wenke berichtete von ihrem Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr. Und Rebecca Henke, die bereits zum vierten Mal mit dem Deutschlandstipendium gefördert wird, betonte, welche Zeit das Stipendium schenke, die man stattdessen für ehrenamtliches Engagement nutzen könne: „Das ist nicht nur schön, sondern erweitert meinen Horizont ständig.“ Nach der Urkundenübergabe nutzten die rund 130 Gäste die Gelegenheit, sich bei einem kleinen Imbiss näher kennenzulernen und über das Engagement der Stipendiat_innen auszutauschen.

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