M. Sc. Christian Walter

Kurzlebenslauf

Herr Walter, gebürtig aus Bopfingen in Baden-Württemberg, absolvierte den Bachelor Wirtschaftswissenschaften mit den Vertiefungen Controlling & Unternehmensführung an der Universität Ulm von 2009 bis 2013. Anschließend absolvierte Herr Walter mit den Vertiefungen Controlling & Unternehmensführung sowie Volkswirtschaftslehre den konsekutiven Master Wirtschaftswissenschaften in Ulm, den er 2015 mit dem Grad Master of Science abschloss. In seiner Masterarbeit beschäftigte er sich mit der Verlustaversion im Profisport. Seit November 2015 ist Herr Walter wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fach Betriebswirtschaftslehre: Management Sozialer Dienstleistungen bei Frau Prof. Dr. Vanessa Mertins. 

Zu seinen wissenschaftlich behandelten Themen gehören Fragestellungen zu mikro- als auch verhaltensökonomischen Themenstellungen. Dazu zählen Ausarbeitungen zu Vertrauens- und Prognosemärkten sowie Aufsätze zur Ankerheuristik, Verlustaversion und Endowment-Effekt in den Entscheidungen von Individuen.

Forschungsgebiete:

Behavioral Economics, Experimental Economics

Forschungsthemen:

- Motivationssteigerung durch individuelles Feedback und Partizipation im Entscheidungsprozess
- Der temporäre Freiwilligendienst als aktueller Trend des Ehrenamts
- Diskriminierung ethnischer Minderheiten und Geflüchteter am deutschen Wohnungsmarkt 
- Geschlechterspezifische Diskriminierung in frauendominierten Dienstleistungsmärkten
- Der Einfluss sozialer Erwünschtheit auf das Verhalten von potentiellen Zeit- und Geldspendern
- Effiziente Koordinationsmechanismen zur Steigerung der privaten Investitionen zu öffentlichen Gütern

 

Mitgliedschaften

 

American Economic Association (AEA)
European Association of Labour Economics (EALE)
Gesellschaft für experimentelle Wirtschaftsforschung (GfeW)
Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB)
Verein für Socialpolitik (VfS)
European Economic Association (EEA)

 

Gutachtertätigkeit

Heliyon (Opens external link in new windowLink)

Forschungsprojekte

The Effects of Leadership and Anonymity in Social Dilemmas Projektbeteiligte: Gerald Eisenkopf, Christian Walter

Abstract

Since many people are conditionally cooperative, the efficient provision of public goods depends on successful coordination in groups. In this paper, we experimentally study the effectiveness of simple recommendations by a leader and the additional impact of either leading by example or punishment. We find similar levels of contributions of cheap talk recommendations and leading by example. We find no additional effect of leading by example even though we observe a particularly strong correlation between leaders and follower investments in this case. Leaders are just too cautious. The additional punishment option increases contributions significantly. In this context, the size of punishment has a positive impact on subsequent contributions. As an orthogonal treatment dimension, we replicate the treatments with reduced information about individual contributions of group members. While we observe no significant differences in all other treatments, contributions decline by one-third in the punishment treatment. Hence, we show that leadership based on sanctions leads to an efficient provision of public goods but only if individual actions are being observable.

 

Keywords

Cooperation, leadership, limited information, public goods, punishment

Better a Woman than a Skilled Man? Two Field Experiments on Gender Based Discrimination in the Childcare Market Projektbeteiligte: Bernd Josef Leisen, Vanessa Mertins, Christian Walter

Abstract

Although several recruiting campaigns have been initiated to attract more men for early education to supply the increasing demand for childcare, the proportion of men remains low. We conducted two field experiments to test for gender-based discrimination in the childcare market. 

In experiment 1, we sent applications for 626 private childcare jobs throughout Germany and investigate whether men benefit from an apprenticeship, parent recommendations or own parenthood. Applications by men, independent of occupational benefits, received significantly fewer responses, fewer positive messages and fewer opportunities to get in contact with parents than female counterparts without any occupational information. Our data suggest that parents seem to have a distinct preference for female helpers and the anticipation thereof by prospective male child care workers may constitute a major obstacle for self-selection into private childcare markets. 

In experiment 2, we adjusted the design to the professional center-based childcare market and varied the applicants’ gender and apprenticeship (social assistant and educator). In line with previous findings showing a non-existence of minority discrimination in labor markets with excess demand, our (very preliminary) results based on 525 matched applications display no gender-based discrimination. The strikingly high response rates express employers’ high effort to challenge the skill shortage in the childcare market. 

 

Keywords

childcare, discrimination, gender

Abstract

Der Zugang zu einer eigenen Wohnung, stellt genauso wie der Aufbau sozialer Kontakte und die Aufnahme einer Beschäftigung ein wichtiges Ziel im Integrationsprozess Zugewanderter dar. Der hohe Anteil Geflüchteter (mehr als die Hälfte) an den erfassten Wohnungslosen in Deutschland signalisiert jedoch erhebliche Zugangsbarrieren am privaten Wohnungsmarkt. Diskriminierungspraktiken von Vermietern privater Wohnung können einen Teil dieses Zugangsproblems darstellen und eine Gefahr für das Integrationsziel „eigene Wohnung“ bedeuten. Ausgehend von dieser Problematik wird im vorliegenden Beitrag der aktuelle Forschungsstand zur Diskriminierung Zugewanderter am Mietwohnungsmarkt und potentiell integrationsförderliche Faktoren aus den Bereichen Arbeit und Soziales Umfeld aufgearbeitet und durch die Ergebnisse einer eigenen empirischen Erhebung am deutschen Mietwohnungsmarkt für die Zielgruppe Geflüchteter komplettiert. Mit der Erhebung werden zwei wie folgt motivierte Ziele verfolgt:

1 . Untersuchung der Art und des Ausmaßes möglicher Diskriminierungen Geflüchteter am deutschen Mietwohnungsmarkt Mehrere Studien finden empirische Evidenz für die Benachteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund am Wohnungsmarkt. Systematische Unterschiede in den bürgerlichen Einstellungen gegenüber Geflüchteten und Immigranten allgemein, stellen ihre externe Validität für die Geflüchteten als spezielle Zuwanderungsgruppe jedoch in Frage. 

2. Evaluation der Integrationspotentiale von unterschiedlichen Beschäftigungsarten und sozialen Kontakten

Die Angabe einer Festanstellung wurde in verschiedenen Studien ein positiver Einfluss zugewiesen. Sie ist jedoch für viele Geflüchtete als auch arbeitssuchende Einheimische kurzfristig nicht zu erreichen. Verschiedene Studien stellen einen positiven Einfluss von Immigrant Volunteering und sozialem Kapital von Zuwanderern auf andere Integrationsbereiche (Soziale Integration, Arbeitsmarktintegration) fest. Entsprechende Ergebnisse für den Wohnungsmarkt fehlen.

Im Rahmen der eigenen empirischen Erhebung haben wir acht fiktive Wohnungsinteressentenprofile, vier mit typischen syrischen Namen sowie zusätzlicher Nennung des Fluchthintergrundes und vier mit typischen deutschen Namen sich auf Mietwohnungsanzeigen einer großen An- und Verkaufsseite im Internet bewerben lassen. Bei den Anschreiben wurde der Beschäftigungsstatus (Arbeitssuchend, Festanstellung, Bundesfreiwilligendienst, gemeinnützige Arbeitsgelegenheit) variiert und alle weiteren relevanten Eigenschaften (z. B. verfügbares Budget, Alter, Geschlecht, Beziehungsstatus) konstant gehalten. Ein Teil der Anschreiben Geflüchteter wurde aus der Perspektive einheimischer Unterstützer*innen versendet.

Die Ergebnisse machen eine deutlich nachteilige Behandlung syrischer Geflüchteter am deutschen Mietwohnungsmarkt sichtbar. Unabhängig vom Berufsstatus erhielten sie signifikant weniger Antworten, positiven Antworten und Besichtigungsmöglichkeiten verglichen mit deutschen Wohnungsinteressenten. Weiterhin legen die Ergebnisse nahe, dass der Übergang arbeitssuchender Geflüchteter in eine feste, reguläre Beschäftigung auch die Chancen die am Mietwohnungsmarkt verbessert. Ein leichtes, jedoch nicht signifikantes Plus an Antworten, positiven Rückmeldungen und Besichtigungsmöglichkeiten gegenüber arbeitssuchenden Geflüchteten weisen auch die Ergebnisse für geflüchtete Wohnungsinteressenten im Bundesfreiwilligendienst aus. Trotz der ähnliche Tätigkeitsinhalte reagierten Vermieter mit signifikant mehr positiven Antworten auf Anfragen von Wohnungsinteressenten im Bundesfreiwilligendienst als auf Anfragen Tätiger in gemeinnützigen Arbeitsgelegenheiten. Neben dem gemeinnützigen Tätigkeitsinhalt scheinen Vermieter auch die Freiwilligkeit der Tätigkeit bei der Auswahl geeigneter Mieter zu berücksichtigen. Ob die Kontaktaufnahme zu Vermietern über Geflüchtete selbst oder einen einheimischen Unterstützer vorteilhafter ist, hängt von der Konstellation aus Beschäftigung des Geflüchteten und dem Geschlecht der unterstützenden Person ab. Ist der Geflüchtete Wohnungsinteressent arbeitssuchend und wird von einer weiblichen Helferin unterstützt, finden wir höhere Antwortraten verglichen zu Interessenten ohne Helfer. Im Falle einer festen, regulären Beschäftigung stellen wir eine stark negative Wirkung der Kontaktanbahnung durch männliche einheimische Helfer auf das Antwortverhalten von Vermietern fest. Die positive Wirkung der Festanstellung wird hierdurch konterkariert.

 

Keywords

refugees; integration; discrimination; housing market; volunteering program; labor market integration; social contact.

Abstract

Although prosocial activities yield positive returns due to indirect reciprocity in form of public recognition, reputation and appreciation by others, the altruistic motivation behind the engagement may matter more than the actual activity itself. To empirically test if the active decision into a charitable engagement matters for positive indirect reciprocity, we conducted a natural field experiment measuring landlords’ behavior in the German Housing market with two real prosocial alternatives to regular employment, namely engaging in the public volunteering service (PVS) or engaging in a direct employment program (DEP). Although both alternatives contain very similar work settings, PVS is voluntarily and DEP is often advised by the employment agency. By creating four identical fictitious applicants who only differed in their occupation status, in fact job seeking, permanent employed, PVS, DEP and measuring the response behavior of landlords, we are able to empirically investigate employment status discrimination and test for differences if a prosocial engagement was self-chosen or advised.

Analyzing the results, we find clear occupational-driven effects. Applicants with a permanent employment get the most and most promising answer from landlords whereas job seekers the least ones. Compared to job seekers, PVS applicants receive on average 16.89 (p = 0.001) percentage points more responses of landlords whereas applicants doing prosocial activities as part of DEP receive on average 11.18 (p = 0.001) percentage points less responses from landlords. The effects stay statistically and economically the same for the response categories ‘further contact’ and ‘visitation opportunity’. Although both social activities are charitable and contain similar prospects, the results indicate that it matters for landlords’ recognition that the activity is self-chosen instead of advised. Furthermore, we find no significant difference between PVS and permanent employed applicants in visitation opportunities which indicates that unemployed individuals can avoid disadvantages thereof on the housing market by engaging in PVS activities compared to regular occupations. 

In a second wave, we conducted another field experiment at the rental housing market that allows us to compare the response rates of self-chosen and advised selection within each prosocial alternative (PVS, DEP). In line with the first waves’ results we find significant better response outcomes for applicants that mentioned a voluntary participation in PVS respectively DEP compared to their counterparts that participate on advice.

The results do not only show job-related discrimination on the housing market and provide evidence for future labor market policies and anti-discrimination laws, they also show that the prosocial intention matters for indirect positive reciprocity in the field. 

 

Keywords

discrimination, field experiment, housing market, indirect reciprocity, labor market program, unemployment, prosocial intentions.

The Importance of Trust in the Ride-Sharing Market: Evidence on Gender Based Discrimination Projektbeteiligte: Bernd Josef Leisen, Vanessa Mertins, Christian Walter

Abstract

While the sharing economy is growing rapidly, research is lagging behind. As the meta-defining key factor, many scholars accredit trust as the currency of the sharing economy. In this paper, we test in the emerging ride-share market characterized by comparably high levels of risk and uncertainty about the provided service, for varying factors driving trust using a factorial design experiment (1875 completed surveys). We create car sharing ads and vary drivers’ gender, age, relationship status, driving safety and the number of passengers. By letting the participants rate driver’s purchase intention, maximum willingness to pay and trustworthiness we are able to shed causal light into mediating factors that drive perceived trustworthiness. Contrary to previous findings, our results indicate that females drivers are clearly favored compared to their male counterparts in the ride-sharing market. The effect is mainly driven by the higher rated trustworthiness of female drivers.

 

Keywords

trust, ride sharing, discrimination, gender. 

In Absence of Money: A Field Experiment on Volunteer Work Motivation Projektbeteiligte: Vanessa Mertins, Christian Walter

Abstract

Although short-term or ‘episodic’ volunteers are a critical resource for non-profit organizations, little is known about how to properly motivate them. For a charity event, a non-profit organization asked volunteers to produce handmade greeting cards as selling goods. By running a field experiment, we study the effect of motivating these volunteers through (a) the opportunity to vote on the donation usage and (b) the prospect of individual performance feedback. We find an economically and statistically significant positive effect of both tools on the quantity of work done, while the quality is mostly unaffected. Moreover, we observe significant gender differences in responsiveness to the treatments. While prospect for feedback highly motivates men, women respond strongly to increased responsibility.

Keywords

Feedback, Field Experiment, Motivation, Responsibility, Volunteering. 

Konferenzen/Workshops

Konferenzen

Februar 2016: Conference On Personnel Economics (COPE) in Aachen (Germany) Beihörer
September 2016: Gesellschaft für experimentelle Wirtschaftsforschung (GfeW) in Gießen (Germany) Forschungsvortrag
September 2016: Verein für Socialpolitik (VfS) in Augsburg (Germany) Beihörer
Februar 2017: Conference On Personnel Economics (COPE) in Zürich (Switzerland) Forschungsvortrag
April 2017: Deutscher Fundraising Kongress (DFK) in Kassel (Germany) Forschungsvortrag
Juni 2017: Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB) in St. Gallen (Switzerland) Forschungsvortrag
September 2017: Verein für Socialpolitik (VfS) in Wien (Austria) Forschungsvortrag
September 2017: European Association of Labour Economics (EALE) in St. Gallen (Switzerland) Posterpräsentation
November 2017: Personnel, Innovation, and Education Economists Network Meeting in Wuppertal (Germany) Forschungsvortrag
Juni 2018: Maastricht Behavioral Experimental Economics Symposium (M-BEES) in Maastricht (Netherlands) Forschungsvortrag
August 2018: European Economic Association (EEA) in Köln (Germany) Forschungsvortrag
September 2018: Verein für Socialpolitik (VfS) in Freiburg (Germany) Posterpräsentation
September 2018: Gesellschaft für experimentelle Wirtschaftsforschung (GfeW) in Paderborn (Germany) Forschungsvortrag
Januar 2019: Vechta Workshop on Prosocial Behavior in Vechta (Germany) Posterpräsentation
April 2019: Workshop on Labor Economics in Trier (Germany) Posterpräsentation

Drittmittelprojekte

Lehre

Opens external link in new windowWiSe 2019/2020

SoSe 2019

WiSe 2018 / 2019

SoSe 2018

WiSe 2017 / 2018

SoSe 2017

WiSe 2016 / 2017

SoSe 2016

WiSe 2015 / 2016


Letzte Aenderung: 09.09.2019 · Seite drucken

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