Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in Osteuropa und Asien weiter aus, seit dem Herbst 2018 auch bei Wildschweinen in Belgien. Dass die ASP in Deutschland bislang nicht aufgetreten ist, deutet darauf hin, dass die gemeinsam getroffenen Biosicherheitsmaßnahmen bisher erfolgreich sind. Sie müssen auch in Zukunft aufrechterhalten werden, denn ein Ausbruch in Deutschland hätte verheerende wirtschaftliche und strukturelle Folgen für die gesamte Agrarbranche. Eine gute Vorbereitung in ‚Friedenszeiten‘ ist daher die Basis für effizientes Handeln im Ernstfall.

Unter dem Motto „Vorsorgen ist besser als Räumen“ fand am 18. Juni 2019 daher jetzt eine Fachtagung statt, in deren Rahmen ein Instrument vorgestellt wurde, um landwirtschaftliche Betriebe sicherer vor Seucheneinträge zu machen. Die kostenfreie ASP-Risiko-Ampel bietet Landwirt*innen eine Online-Risikobewertung an, um die Biosicherheitslage des eigenen Betriebs im Hinblick auf einen ASP-Eintrag zu bewerten und gemeinsam mit dem Tierarzt oder Berater ggf. Verbesserungen vorzunehmen.

Die fachliche Basis des von der Uni Vechta koordinierten Projektes mit dem Friedrich Löffler-Instituts (FLI) sowie der QS Qualität und Sicherheit GmbH lieferten bundesweit 21 Experten aus Wissenschaft, tierärztlicher und landwirtschaftlicher Praxis und Behörden.

Die Vorstellung der ASP-Risikoampel war eingebettet in ein fachliches Rahmenprogramm, das in kurzen Impulsreferaten das aktuelle Seuchengeschehen bewertet, Wissen auffrischt, Empfehlungen zur Vorsorge gibt, Möglichkeiten und Grenzen von Versicherungen aufzeigt sowie Maßnahmen im Seuchenfall anschaulich beleuchtet.

Download Programmflyer: Initiates file downloadFlyer ASP-Risikoampel (PDF, 0,7 MB).

Präsentationen

Bilder