Nachhaltigkeitsziele mit Leben füllen

Die Projektmitglieder des Projektes „SDGs Labs“ beim Kick-Off Meeting in Wien vom 17.- bis 18. Januar 2019. (Bild: Daniel Schmelz, Wirtschaftsuniversität Wien)

Zum 1. Januar 2019 ist das Projekt „SDGs Labs – Making the SDGs our business“ gestartet. Ziel des Projekts ist es, die praktische Anwendung der 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen im Agrar- und Ernährungssektor in verschiedenen europäischen Regionen zu fördern und wissenschaftlich zu begleiten. Dazu zählen beispielsweise „Nachhaltige(r) Konsum und Produktion“ oder „Industrie, Innovation und Infrastruktur“. Die Nachhaltigkeitsziele sollen in die unternehmerische (Hochschul-)Bildung sowie die Organisationsentwicklung integriert und die alltäglichen Geschäftspraktiken von Unternehmen des Agrar- und Lebensmittelbereichs unterstützt werden. Auch Verbund "Transformationswissenschaften Agrar" wird in das Projekt einbezigen sein.

Prof. Dr. Marco Rieckmann, Professor für Hochschuldidaktik und einer der Vechtaer Projektleiter: „Wir erwarten von dem Projekt wertvolle Anregungen für die nachhaltige Transformation der Landwirtschaft im Oldenburger Münsterland. Bereits das Auftakttreffen am 17. und 18. Januar 2019 in Wien hat deutlich gemacht, welche Potentiale sich aus der Zusammenarbeit von Universitäten mit Unternehmen des Agrar- und Lebensmittelbereichs in Bezug auf die Umsetzung der Sustainable Development Goals ergeben können.“ Rieckmanns Arbeitsbereich führt auf Seiten der Universität Vechta das Projekt gemeinsam mit der Koordinierungsstelle Transformationswissenschaft für agrarische Intensivregionen durch.

Innovative Methoden zur Innovationsentwicklung und Kooperation

Innovative Formate und Methoden zur Innovationsentwicklung (SDGs Innovation Labs) und zur Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen (SDGs Co-Learning Labs) sollen im Projekt entwickelt werden und zum Einsatz kommen. Dabei sollen die unterschiedlichen europäische Regionen mit ihren jeweils spezifischen Herausforderungen Ansätze finden, um zur Zukunftsfähigkeit der Agrar- und Ernährungswirtschaft beizutragen. Damit die Ergebnisse nicht theoretisch bleiben, sondern eine breite Anwendung in der Praxis finden, nehmen Wirtschaftspartner am Projekt teil. Aus der Region Oldenburger Münsterland wird das Unternehmen Wiesenhof neben weiteren Unternehmen und Verbänden aus der Branche entsprechende Expertise beisteuern.

Das Auftakttreffen mit allen Verbundpartnern aus den vier europäischen Ländern fand am 17. und 18. Januar an der Wirtschaftsuniversität in Wien statt. Am Treffen haben auch Projektmitglieder aus der Region Vechta/ Oldenburger Münsterland teilgenommen: Als Vertreter von Wiesenhof war Dr. Ingo Stryck (Geschäftsführer Marketing) beteiligt; von der Universität Vechta haben Prof. Dr. Marco Rieckmann, Lukas Scherak und Larissa Jaeger teilgenommen. Dr. Christian H. Meyer hat die Koordinierungsstelle "Transformationswissenschaften Agrar" dort vertreten.

SDGs Labs wird von der EU im Rahmen des Programms ERASMUS+ Knowledge Alliances insgesamt mit rund 960.000 Euro für drei Jahre gefördert (davon gehen ca. 220.000 Euro an die Universität Vechta). Es wird von der Wirtschaftsuniversität Wien koordiniert. Weitere Partner in dem Verbundprojekt sind Universitäten und Unternehmen aus vier europäischen Ländern: Deutschland, Italien, Österreich und Portugal.