Ackerbaustrategie für Niedersachsen gemeinsam entwickeln

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast in Braunschweig (Bildquelle: Grabkowsky)

Niedersachsen soll eine eigene Ackerbaustrategie bekommen. Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast erläuterte das Vorhaben jetzt im Rahmen einer Auftaktveranstaltung vor rund 100 geladenen Gästen in Braunschweig. Zu der Veranstaltung war auch die Koordinierungsstelle Transformationsforschung agrar Niedersachsen eingeladen.

In Ihrer einleitenden Rede sagte Otte-Kinast: „Wir wollen gemeinsam an Lösungen arbeiten, die einen vielfältigen, wirtschaftlich und ökologisch effektiven Ackerbau ermöglichen, der von der Gesellschaft akzeptiert wird.“ Dabei betonte sie, dass es ein Weiter so nicht geben werde. Als Gründe nannte sie die Wetterextreme der vergangenen Jahre, aber auch die Kritik am Pflanzenschutz.

„Wir wollen mit der Praxis für die Praxis eine Ackerbaustrategie erarbeiten“, sagte die Ministerin. Dazu werden fünf Arbeitsgruppen eingerichtet, die sich mit Fragen rund um einen zukunftsfähigen Ackerbau beschäftigen werden. Sie behandeln die Schwerpunkte: 1. Acker- und Pflanzenbau sowie Pflanzenzüchtung; 2. Pflanzenschutz; 3. Umwelt, Ressourcen, Biodiversität; 4. Gesellschaft, Akzeptanz, ländlicher Raum; 5. Ökonomie und Markt. In den Arbeitsgruppen werden auch Fachleute aus dem Transformationsverbund agrar ihre Expertise einbringen.

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden im Rahmen eines größeren Workshops Anfang 2020 zusammengetragen und in die niedersächsische Ackerbaustrategie münden.