Online-Tagung mit Prof. Dr. Johan Rockström! 19. August 2020, 08:30 Uhr - 12:00 Uhr

Umweltinnovation als Wachstumsstrategie: Perspektiven für eine zukunftssichere Agrar- und Ernährungswirtschaft

Umweltschutz, Strategien zur Eindämmung und Anpassung des Klimawandels und im Nährstoffmanagement sind neben Tierwohlstrategien einige der dringendsten Herausforderungen für die Agrar- und Lebensmittelindustrie.

Wenn die ökologischen und klimatologischen Belastungsgrenzen auch weiterhin überschritten werden, ist die Existenzgrundlage der Menschheit gefährdet. Neben dem Verlust der biologischen Vielfalt und einer Störung des Stickstoff- und Phosphorkreislaufs durch Industrie und Landwirtschaft haben auch die Land- und Meeresnutzung ihre planetaren Grenzen erreicht. Die Agrar- und Ernährungswirtschaft ist eine systemrelevante Branche, die jedoch über quantitätsfokussiertes Wirtschaften auch zu diesem Zustand beigetragen hat und beiträgt.

Neues Denken sowie neue, systemisch- und kreislauforientierte Ziele werden benötigt, um ein zukunftsfähiges Agrarsystem zu entwickeln. Allerdings können Klimaziele nur dann realistisch umgesetzt werden, wenn der Gesamtkontext stimmt: nur, wenn neben ökologischen und klimatologischen auch soziale, gesellschaftliche und ökonomische Rahmenbedingungen in Einklang gebracht sind, ist eine nachhaltige Transformation des systemrelevanten Wirtschaftssystems denkbar.

Auf diesem Weg sind strukturelle, institutionelle, gesellschaftliche, technische, systemische Lösungen, (Bildungs-)Angebote, Dienstleistungen und Produkte notwendig. Neue Ansätze auf dem Gebiet der Bioökonomie und der digitalen Transformation sind wichtige Treiber sowie Möglichkeiten, die Sorgfaltspflicht für unsere Ökosysteme zu erfüllen und gleichzeitig innovative Geschäftsmodelle für intelligentes und qualitatives Wachstum zu ermöglichen.

Diese virtuelle Konferenz möchte dazu beitragen sowohl die multifaktoriellen Zusammenhänge der planetaren Grenzen als auch Möglichkeiten einer Transformation des AgriFood Sektors in ein zukunftsfähiges und verantwortungsvolles AgriFoodSystem aufzuzeigen.

Die Veranstaltung ist kostenfrei, wir bitten um Anmeldung unter folgendem Link bis zum 18. August 2020: agrifood.uni-vechta.de/tagungen/umwelt-und-klima/.


Klimafreundliche Gärten und Balkone im OM gesucht! Mitmachen und gewinnen! Aktionszeitraum: 01.08. - 30.09.2020


Der Verbund "Transformationsforschung agrar"

Fünf Hochschulen arbeiten in einem Kooperationsverbund mit Akteuren aus der Wirtschaft zusammen, um gemeinsam eine zukunftsfähige Entwicklung der Agrar- und Ernährungswirtschaft im Nordwesten Niedersachsens zu fördern: Ökonomische, gesellschaftliche und ökologische Belange sollen dabei bestmöglich in Einklang gebracht werden. Vertreter und Vertreterinnen aus zwei Naturschutzverbänden und zwei niedersächsischen Ministerien stehen dem Verbund beratend zur Seite.

Über uns

Die Koordinierungsstelle am Standort Vechta fördert den Dialog zwischen Wissenschaft und regionaler Wirtschaft sowie weiteren Akteuren aus Bevölkerung, Politik und Verwaltung. Die Initiierung und Beantrag von Projekten ist eine weitere wichtige Aufgabe. Neben der Grundlagenforschung sollen auch anwendungsbezogene Fragestellungen in Projekte eingebracht werden. Themen sind dabei beispielsweise Stoffströme, Nährstoffeinträge, Tiergesundheit oder die Akzeptanz der modernen Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Gremien

Eng arbeitet die Koordinierungsstelle mit dem Fachbeirat und dem wissenschaftlichen Beitrat zusammen. Während der Fachbeirat Anstöße für gemeinsame Projekte und die gemeinsame Verbundarbeit gibt, berät der wissenschaftliche Beirat bei allen Fragen zu Wissenschaftlichkeit und Methoden sowie zur Ausbildung- und Weiterbildung von Fach-  und Führungskräften.

Projekte

Zu den Kernaufgaben des Verbundes gehört es, innovative Projekte mit Transformationspotential zu entwickeln und dabei eine Brücke zu bauen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Bevölkerung. Das Besondere: Fachübergreifende, d. h. interdisziplinäre Forschung zur gemeinsamen (transdisziplinären) und nachhaltigen Gestaltung des Wandels in einer agrarischen Intensivregion bildet dafür die Grundlage.

Ansprechpartnerin:

Katrin Mieck

Büroleitung, PR- und Öffentlichkeitsarbeit

Raum E 112

Tel.: +49 4441.15 831

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