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5. Wissenschaftstagung Lernort Bauernhof (05. - 07.10.2021)

Den Lernort Bauernhof erforschen und weiterentwickeln – zukunftsfähig, transformativ, digital und inklusiv!
05. - 07.10.2021 im Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide

Der Bauernhof wurde in den letzten Jahrzehnten in Europa und insbesondere in Deutschland als außerschulischer Lernort mit vielen Facetten entdeckt und es wurden unterschiedlichste Bildungsangebote entwickelt. Auch im außereuropäischen Ausland wie beispielsweise in den USA haben sich vergleichbare Entwicklungen entfaltet. Für Kinder und Jugendliche jeder Altersstufe finden sich heute pädagogische formale und non-formale sowie zunehmend ebenfalls therapeutische Angebote. Bauernhöfe an Schulen, Bauernhöfe als Schulen, Bauernhöfe als Schullandheime sowie Bauernhöfe als außerschulische Bildungsanbieter und Therapiezentren haben sich rasant in Quantität und Qualität entwickelt.

Ein tolles Beispiel ist die Entwicklung des Netzwerks „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ in Niedersachsen und Bremen. Aus der ursprünglichen Initiative einiger regionaler Umweltbildungszentren vor mehr als 25 Jahren ist mittlerweile ein breites und vielfältiges Netzwerk gewachsen. Es umfasst heute 55 regionale Bildungsträger als Koordinatoren lokaler Netzwerke von Lernorten der Land- und Lebensmittelwirtschaft sowie Bildungseinrichtungen vom Kindergarten bis zur Universität. Insgesamt sind es etwa 650 Lernorte, die pro Jahr ca. 4.500 Bildungs- und Informationsveranstaltungen durchführen.

Entlang der großen Querschnittsthemen des Bildungsdiskurses diskutieren wir über die nachhaltige Entwicklung und Transformation der Landwirtschaft und arbeiten an Formen der Digitalisierung und des inklusiven Lernens. Klimaschutzbewegungen sowie neue Produktions- und Organisationsformen wie Urban Gardening, bioökonomische Verfahren und solidarische Landwirtschaft setzen Impulse für die Bildungsarbeit auf dem Lernort Bauernhof.

Die etablierte enge Zusammenarbeit aus Forschung und Praxis trägt zur erfolgreichen Entwicklung des Lernorts Bauernhof entscheidend bei. Daher möchten wir mit der Tagung erneut alle Interessierten anregen, sich an dem interdisziplinären, internationalen Forschungsdiskurs zu beteiligen. Angesprochen sind im Einzelnen fachwissenschaftliche Disziplinen mit Bezug zur Landwirtschaft, die Fachdidaktiken unterschiedlichster Fächer als auch außerschulische Bildungseinrichtungen, die sich forschungsbasiert weiterentwickeln und dabei spezifische Erfahrungen gesammelt haben. Aus Ihren Einsendungen werden wir ein strukturiertes Programm entwickeln. Zudem laden Exkursionen dazu ein, innovative Beispiele landwirtschaftlicher Produktion und der Bildungsarbeit auf dem Lernort Bauernhof vor Ort kennen zu lernen.

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge und eine erfolgreiche fünfte Wissenschaftstagung Lernort Bauernhof im Oktober 2021 in Barendorf!

Ihre Wissenschaftsinitiative der BAGLoB e.V.
Dr. Malte Bickel, Heike Delling, Dr. Gabriele Diersen, Prof. Dr. Lara Paschold

Den Lernort Bauernhof erforschen und weiterentwickeln – zukunftsfähig, digital und inklusiv
im Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide in Barendorf
5. bis 7. Oktober 2021


Wir freuen uns sehr, Ihnen einen spannenden Kongress anbieten zu können, der sich dem Thema Lernort Bauernhof aus wissenschaftlicher Perspektive nähert. Entlang der großen Querschnittsthemen des Bildungsdiskurses diskutieren wir über Bildung für nachhaltige Entwicklung am Lernort Bauernhof sowie Transformation der Landwirtschaft und arbeiten an Formen der Digitalisierung und des inklusiven Lernens.

Zahlreiche Vorträge und Workshops informieren über aktuelle Erkenntnisse sowie gesammelte Erfahrungen in Fallstudien. Zudem gibt es einen Überblick über unterschiedliche Herangehensweisen in einzelnen europäischen Ländern. Es besteht die Möglichkeit, handlungsorientierte Workshops zu besuchen, Kontakte zu knüpfen und Ideen auszutauschen. Am Exkursionstag geht es „Raus auf den Bauernhof“, um Praxiseinblicke vor Ort zu sammeln.

Veranstaltungsort


Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide
Heimvolkshochschule Barendorf e.V.
Lüneburger Straße 12
21397 Barendorf

Telefon: 0 41 37 -81 25 30
Telefax: 0 41 37 -81 25 55
E-Mail: info@bto-barendorf.de
Webseite: www.bto-barendorf.de
Lage des BTO

Greetsiel hautnah erleben - Schulkasse aus Esens erkundet Lernort zur Fischerei im Nationalpark Wattenmeer

21.07.2021

Für mich ist das Meer wie ein zweites zu Hause - nach meiner Familie das Wichtigste für mich“, antwortet der Greetsieler Fischer Gerold Conradi auf die Schülerfrage, was das Meer – sein Arbeitsplatz – eigentlich für ihn bedeutet. Aus erster Hand bekamen Schülerinnen und Schüler des Niedersächsischen Internatsgymnasiums Esens Antworten auf ihre Fragen rund um die Küstenfischerei. Wie sieht der Alltag aus, was war der spannendste Fang, aber auch, wie sich Corona auf die Arbeit ausgewirkt hat. Die Fragerunde war eine von fünf Stationen des Bildungsangebots „Greetsiel – Vom Fischerdorf zum Ferienort“, das von der Universität Vechta in Zusammenarbeit mit den Nationalpark-Haus Greetsiel im Rahmen des Projektes „Außerschulische Lernorte in der Fischwirtschaft“ entwickelt wurde. Die Achtklässler untersuchten die Bedeutung des Tourismus und der Fischerei für den Ort, indem sie die Nutzungsarten der Gebäude im Ortskern kartierten und 20 Urlauber befragten. Wie beliebt Greetsiel als Urlaubsort ist, war durch die vielen Menschen im Hafen deutlich erkennbar. Die Begeisterung über den idyllischen Ortskern und Fischerhafen äußerten Viele auch in den Interviews: „Es erinnert mich hier an Amsterdam im Kleinformat“, schwärme eine Urlauberin.

Regional und frisch: Krabben pulen und Krabbenbrötchen-Verköstigung

Bei der Station im Nationalpark-Haus drehte sich alles um die Nordseegarnele. Insa Steffens und Maria Diekmann vom Nationalpark-Haus gaben Einblicke in die Lebensweise und Besonderheiten der Krabben und Hilfestellung beim Pulen. Auch der Fang und die Verarbeitung der Krabben in Marokko und Polen war Thema von handlungsorientierten Aufgaben. „Es ist so wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler auch ihre Region entdecken, privat wie auch in der Schule. Erst so entsteht eine Wertschätzung für den Naturraum, das Wattenmeer und für regionale Lebensmittel wie die Krabben. Wir freuen uns besonders, dass die Jugendlichen nach den langen pandemiebedingten Einschränkungen auch wieder raus können, um an außerschulischen Angeboten teilzunehmen“, so Boris König, Erdkundelehrer am NIGE. „Besonders toll fanden wir heute, dass wir einen echten Fischer kennen lernen durften und so viele unterschiedliche Einblicke und Sichtweisen zu Greetsiel bekommen haben“, resümierte die Klasse, „…und die Krabben schmeckten richtig lecker!“

Bildungsprojekt der Universität Vechta

Ziel des vom Europäischen Meeres- und Fischereifonds und vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium geförderten Projektes ist es, Kinder und Jugendliche in der Region Niedersächsische Nordseeküste authentisch und erlebnisorientiert über die Fischwirtschaft vor Ort zu informieren. Dafür wurden in Neuharlingersiel, Greetsiel und Cuxhaven außerschulische Lernorte ausgewählt und Bildungsangebote mit handlungsorientierten Lehr-Lernmaterialien für die Klassen 5 bis 10 entwickelt, erprobt und evaluiert. Weitere Lernorte sind in Planung. Nach den Sommerferien sind noch Termine für Erkundungen frei, Anmeldungen bei Annemarie Castillo, Universität Vechta unter 04441/15688.

 

https://www.lernorte-fischerei.de/

Kontakt und Informationen zum Projekt:

Universität Vechta, Kompetenzzentrum Regionales Lernen

Annemarie Castillo

eMail: Annemarie.castillo-mispireta@uni-vechta.de

Telefon: 04441/15688


Eine Brücke über den Nebel - „Expedition Berufswelt" vermittelt Einblicke in die Arbeitswelt

16.07.2021

Seit 14 Jahren gibt es das Netzwerk „Expedition Berufswelt.“ Initiiert worden war das Modelprojekt vom Kompetenzzentrum Regionales Lernen der Universität Vechta. Dr. Gabriele Diersen koordiniert seitdem die Bildungsarbeit. Die Verwaltung übernimmt die Schulstiftung St. Benedikt. „Wir wollen Schülerinnen und Schülern Vechtaer Oberschulen Einblicke in die Arbeitswelt geben und sie dabei unterstützen, betriebliche Ausbildungen zu beginnen,“ sagt ihr Vorstand Uwe Kathmann. Viele Firmen und Behörden öffnen dafür ihre Türen. Gute Auszubildende sind begehrt.

„Im Schuljahr 2020/21 konnten wir trotz der Corona-Pandemie noch vieles umsetzen,“ erklärte Sabine Westermann jetzt vor Sponsoren in der Geschwister-Scholl-Oberschule (GSO). Seit Beginn des Projekts ist sie als pädagogische Mitarbeiterin des Kompetenzzentrums dabei. Sie hält Kontakte mit den Firmen und bereitet die Schülerinnen und Schüler der Ludgerus-Schule und GSO auf die Besuche vor. Dabei geht es um Berufsfelder in der Region, Unternehmensstrukturen, Informationsbeschaffung über ein Unternehmen, aber auch Persönlichkeitsentwicklung, persönliche Stärken und richtiges Bewerben. Bei fünf Firmen habe sie noch Besuche machen können, sagte Westermann. Weitere Betriebserkundungen seien aufgrund der Corona-Beschränkungen nur virtuell möglich gewesen. Dennoch konnten 57 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Ihr Interesse sei groß, erlebt es Westermann immer wieder. „Bei ihren Besuchen können sie Fragen stellen, Ängste abbauen und Kontakte knüpfen.“ Selbst die Onlineveranstaltungen hätten sie als große Bereicherung empfunden.

„An der Ludgerus-Schule haben unsere Schülerinnen und Schüler in dieser Zeit Plakate erstellt, Filme gedreht, sich mit Unternehmen beschäftigt und so einen großen Mehrwert erfahren“, bestätigte es Lehrer Henrik Freese. Für GSO-Rektorin Anke Magerfleisch ist „Expedition Berufswelt“ sogar ein „Brandbeschleuniger für gute Abschlüsse“. Wer bei Firmenbesuchen den praktischen Bezug des Unterrichtes erkannt hätte, würde sich schulisch deutlich verbessern. Den Effekt konnten die Gäste gleich auf ihren Tischen sehen. Schüler der Schülerfirma „School Great Food“ hatten sie phantasievoll und lecker dekoriert. Diese Firma ist aus „Expedition Berufswelt“ hervorgegangen.

Positive Resonanz bei Firmen und Behörden

Bei Firmen und Behörden kommt das Konzept an. „Wir müssen als Region denken und nicht als einzelnes Unternehmen. Wir müssen jungen Leute die Attraktivität der hiesigen Arbeitswelt zeigen,“ bestätigte Peter gr. Beilage, dessen Firma seit Jahren aktiv mitwirkt. Ähnlich sieht es Sylvia Kathmann von der Fa. Michalowski GmbH. „Wir haben in den letzten Jahren fast alle Azubis über diesen Weg bekommen.“ Die Wichtigkeit von Schülerpraktika bestätigte auch Annedore Dierksen, Pflegeleitung des Marienhospitals. Wenn Corona wieder vorbei sei, wolle sie sofort wieder damit anfangen.

Der Erfolg gibt dem Projekt Recht. In den letzten fünf Jahren hat sich die Quote der Jugendlichen, die nach dem Hauptschulabschluss eine Ausbildung beginnen, verdoppelt, erleben es beide Schulen. Inzwischen liegt sie bei ca. einem Drittel. „Expedition Berufswelt ist für viele Schüler wie eine Brücke, die sie über den Nebel führt und ihnen die Augen für die Arbeitswelt öffnet“, begeisterte sich Matthias Grau, stellvertretender Rektor der Geschwister-Scholl-Oberschule.

Finanziell unterstützt wurde „Expedition Berufswelt“ im zurückliegenden Schuljahr vom Hedwig-Stift, der AOK und Volksbank, dem Marienhospital, den Firmen Freese & Feldhaus, bauXpert Gr. Beilage, WEDA Dammann & Westerkamp GmbH, Autohaus Klöker, Michalowski GmbH, der Mittelstandsvereinigung Vechta und der Bürgerstiftung Vechta. Das Netzwerk ist offen für alle Unternehmen der Region.

 

(Text und Bild von Dr. Ludger Heuer, Schulstiftung St. Benedikt)


Deutsches Sielhafenmuseum Carolinensiel Kooperationspartner im Bildungsprojekt

03.09.2020

Das Deutsche Sielhafenmuseum ist nun offizieller Kooperationspartner im Projekt „Lernorte in der Fischereiwirtschaft“. Dr. Heike Ritter-Eden, Leiterin des Sielhafenmuseums und Martin Kattmann, Bildung und Vermittlung, unterzeichneten den Kooperationsvertrag. 

Zum Start in das neue Schuljahr wurde im Deutschen Sielhafenmuseum Carolinensiel am 1. September 2020 das außerschulische Bildungsangebot zur Küstenfischerei „Abenteuer Fischkutter“ interessierten Schulen vor Ort vorgestellt. An einer spannenden Fahrt mit dem Fischkutter „Gorch Fock“ von Wilhelm Jacobs und einer Rallye im Kutterhafen von Neuharlingersiel können von nun an die 5. Zum Start in das neue Schuljahr wurde im Deutschen Sielhafenmuseum Carolinensiel am 1. September 2020 das außerschulische Bildungsangebot zur Küstenfischerei „Abenteuer Fischkutter“ interessierten Schulen vor Ort vorgestellt. An einer spannenden Fahrt mit dem Fischkutter „Gorch Fock“ von Wilhelm Jacobs und einer Rallye im Kutterhafen von Neuharlingersiel können von nun an die 5. und 6. Klassen aller Schulformen teilnehmen. 

Wir freuen uns sehr, dass eintägige außerschulische Erkundungen in Niedersachsen im neuen Schulhalbjahr wieder möglich sind und wir den Schülerinnen und Schülern in dieser besonderen Zeit ein abwechslungsreiches Erlebnis bieten können. Wilhelm Jacobs betonte die Wichtigkeit des Projektes: „Mir liegt es sehr am Herzen, Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Küstenfischerei zu geben. Ich mache immer wieder die Erfahrung, wie wenig auch die Kinder hier an der Küste über unser Berufsfeld, die Fischarten und den Weg vom Fang bis zum Fischprodukt wissen. Ich freue mich auf viele weitere neugierige Kinder“.