Der Titel seiner wegweisenden Studie: „Das Schattenprinzip im Religionsunterricht: Entwicklungschancen für Lehrende und Lernende in interreligiösen Kontexten“. Der mit einer Venia legendi für Religionspädagogik an der Universität Vechta als Privatdozent tätige Wissenschaftler hat damit ein weiteres Werk seinen mittlerweile zahlreichen Publikationen zu religionspädagogischen Grundfragen und didaktischen Handreichungen für Religionslehrerinnen und Religionslehrer hinzugefügt und damit die religionspädagogische Scientific Community einmal mehr mit dem für ihn und sein bisheriges Oeuvre prägendes Ineinander von Theorie und Praxis bereichert. Dem entspricht das Fazit der in den „Schulinformationen“ soeben erschienenen Rezension von Brigitte Zein-Schumacher: „‘Das Schattenprinzip im Religionsunterricht‘ – eine Veröffentlichung, die praxisnah offenbart, dass Religionsunterricht ohne Lehrende, die die eigene religiöse Biografie reflektieren, nicht möglich ist.“

Für die näher am Band Interessierten hier aus dem Klappentext: Das interreligiöse Lernen spielt in der Religionspädagogik gegenwärtig eine zentrale Rolle, es ruft zur Begegnung mit fremden Religio-nen auf. Doch erleben viele Menschen das Fremde als Bedrohung. Eigene ungeliebte Persönlichkeitsanteile werden rasch auf die Fremden projiziert und dort bekämpft. Wie können Lehrende und Lernende für diese Schattenseiten sensibilisiert werden? Auf der Basis exegetischer und religionswissenschaftlicher Erkenntnisse werden das Leitmotiv des Schattens in unterrichtsrelevanten biblischen Erzählungen sowie einer Heiligenlegende analysiert und didaktische Konsequenzen reflektiert. Schließlich lädt der Band alle Lehrenden zur persönlichen Schattenarbeit ein und konfrontiert die Religionspädagogik  mit ihren eigenen Schattenseiten.

Der Autor wird im kommenden Sommersemester für die Studierenden der Universität Vechta eine Blockveranstaltung zum Thema seiner Veröffentlichung anbieten.


Letzte Aenderung: 09.09.2019 · Seite drucken