Neben dem Spaß, welchen der Abend gebracht habe, sei sie aufgeregt gewesen, erzählt Küthe. Doch trotzdem überzeugte sie das Publikum: Sie präsentierte eine Kochshow statt eines klassischen Vortrags. Hier zeigte die 26-Jährige, welche Zutaten es brauche, um trauernde Kindern zu unterstützen. Zerschlagene Eier sollten dabei den plötzlich eintretenden Trauerfall symbolisieren. Für Spuren, welche dieser hinterlassen könnte, bewirft Küthe sich selbst mit Mehl. Grundlage für Ihren Vortrag war ihre Master-Abschlussarbeit. Dabei ist sie der Frage nachgegangen, wie Kinder trauern. Dass junge Menschen anders als Erwachsene mit dem Tod umgehen, ist dabei eine Kernaussage gewesen. Zu einem kindgerechten Trauer-Rezept gehören für Küthe neben viel Liebe und gemeinschaftlichen Ritualen auch die Vorbereitung auf den Tod, ehrliche Antworten sowie die passende Begleitung durch Erwachsene. „Ich habe mich total gefreut, dass ich als Theologin die Chance bekommen habe, an dem Preis teilzunehmen und der Jury und dem Publikum etwas über mein Thema erzählen zu können“, sagte Küthe, „Ich glaube, dass mir gerade die kreative Herangehensweise für weitere Vorträge sehr geholfen hat und ich mich dadurch auch persönlich weiterentwickeln konnte.“

Sehr stolz sei sie, dass ihre Arbeit mit dem Publikumspreis belohnt wurde; glücklich sei sie, weil das Thema „Tod und Trauer bei Kindern im Grundschulalter“ mehr Aufmerksamkeit bekommen habe. „Viele meiner Freund*innen und Kolleg*innen haben sich meinen Vortrag angeschaut und mir positives Feedback gegeben, was mich natürlich nochmal zusätzlich sehr gefreut hat“, sagte die Wissenschaftlerin. Dem Vorhaben, Kindern auf altersgerechte Art und Weise Wissen zu vermitteln, bleibt Küthe auch bei ihrer weiteren Arbeit treu: Seit 2018 arbeitet sie am Institut für Opens external link in new windowkatholische Theologie der Universität Vechta als wissenschaftliche Mitarbeiterin und schreibt ihre Doktorarbeit. Dabei konzipiert sie eine Lern-App für Inklusion im Religionsunterricht.

Im Finale des „Groschens“ standen von der Universität Vechta außerdem:

Dr.in Ümran Sema Seven, Promovendin der Gerontologie

Thema: „Demenzdiagnostik bei Menschen mit und ohne Migrationshintergrund – Überblick und Entwicklung neuer Testverfahren zur kultursensiblen Diagnostik“.

Jonas Wendt, Alumnus der Wirtschaft & Ethik,

Thema: „Management von Unternehmensverantwortung: Digitalisierung als Ansatz?“

 

(Text aus der Homepage der Universität Vechta)

Letzte Aenderung: 27.07.2020 · Seite drucken