Verleihung des Preises für die beste Studienabschlussarbeit 2018

Prof. Dr. Lachner, Eileen Küthe, Prof. Dr. Bölsker

Bei der alljährlichen Adventsfeier des Instituts für Katholische Theologie wurde zum zweiten Mal der Preis für die beste Studienabschlussarbeit verliehen, der vom Offizialat Vechta gesponsort wird. Preisträgerin war Eileen Küthe mit ihrer Masterarbeit zum Thema:  "Der Umgang mit Tod und Trauer in der Grundschule - die Entwicklung eines kindgerechten Trauerkonzepts mit christlicher Auslegung". Betreut wurde die Arbeit von Dr. Janine Redemann und Prof. Dr. Raimund Lachner.
Überreicht wurden die Urkunde und das Preisgeld durch den Leiter der Schulabteilung des Offizialats, Herrn Prof. Dr. Franz Bölsker.


Interreligöses Lernen und interreligiöser Dialog vor Ort – Besuch der Bait-ul-Qaadir Moschee in Vechta

Foto: Die Seminarteilnehmer/innen zusammen mit Gläubigen der Ahmadiyya Muslim Jamaat, dem Imam, Herrn Syed Salman Shah, sowie dem Leiter der Gemeinde, Herrn Butt, und den Professoren Rogowski und Spiegel (Bildmitte v.l.) im Gebetsraum der Moschee

Die Mitglieder der Ahmadiyya Gemeinden haben keinen leichten Stand. Sie selbst verstehen sich als Muslime, von den übrigen Muslimen werden sie aber offiziell und in der Regel nicht als Muslime anerkannt. Ihre Stellung im Islam ist nicht nur durch den Vorwurf der Häresie, sondern auch durch eine Spaltung der Gemeinde bestimmt. Ihr Gründer versteht sich als Inkarnation Jesu Christi, Krishnas und Buddhas. Neben dem Koran haben seine Schriften für die Gläubigen eine große Bedeutung. Den Djihad verstehen sie vornehmlich als Kampf mit sich selbst. Gewalt im Interesse der Glaubensverbreitung lehnen sie ab. Die am Ende des 19. Jahrhunderts gegründete muslimische Reformgemeinde hat in ihrem Ableger der  „Ahmadiyya Muslim Jamaat in Deutschland“ im Vechtaer Industriegebiet eine eigene Moschee, die Bait-ul-Qaadir Moschee, errichtet.
Im Interesse des interreligiösen Lernens und Dialogs haben Studierende der Universität Vechta zusammen mit ihrem Seminarleiter, Prof. Dr. Cyprian Rogowski, und dem Inhaber des Lehrstuhls für Praktische Theologie, Prof. Dr. Prof. h.c. Egon Spiegel, die Gemeinde besucht. Sie haben in diesem Rahmen einem Freitagsgebet und einer via Skype übertragenen Ansprache des in London residierenden Kalifen beigewohnt. Im Anschluss daran haben sie sich mit dem Leiter der Gemeinde, Herrn Butt, sowie dem Imam, Herrn Syed Salman Shah, bei Kaffee, Tee und Kuchen ausgetauscht. Vor einem Jahr hat Professor Rogowski mit einem anderen Kurs die muslimische Gemeinde in der Vechtaer Rombachstraße besucht. Dieser Gemeinde steht ein aus der Türkei abgestellter Imam vor.


Liturgische Bildung in Theorie und Praxis – bei den Benediktinerinnen in Dinklage zu Gast

Foto: Das Rogowski-Seminar zusammen mit Sr. Makrina Finlay vor dem Eingang zum Benediktinerinnenkloster in Dinklage

In der Seminarveranstaltung „Liturgische Bildung“ ist ein Besuch der Benediktinerinnen in ihrem Dinklager Kloster bereits gute Tradition. Hintergrund ist die gut begründete Ansicht, dass religiöse Kulthandlungen in monastischen Gebeten und monastischer Liturgie im großen Rahmen eines monastischen Lebens eine ebenso anschauliche wie einzigartige Verdichtung und Aufgipfelung erfahren. Die meisten Studierenden der Katholischen Theologie (Bachelor) und des Katholischen Religionsunterrichts (Master) besuchen zum ersten Mal ein Kloster. Nicht nur im Hinblick auf ihre spätere berufliche Tätigkeit – in der Mehrzahl als Lehrkräfte –, sondern auch persönliche Entwicklung ist die exemplarische Teilnahme an einer Gebetszeit und die Begegnung mit einer Vertreterin des Ordens eine einschneidende Erfahrung. Das jedenfalls ist den Rückmeldungen der Studierenden zu entnehmen. Liturgie, nicht zuletzt unter dem Aspekt der Vergemeinschaftung und Sozialität, bleibt keine Theorie. Sie wird im Fokus eines sakrales Raumes und einer sakralen Zeit lebendig erlebt – dank der alljährlichen Gastfreundschaft der Benediktinerinnen. In diesem Jahr durften die Studenten/innen die aus den USA stammende, an der Oxford University in London promovierte Schwester Makrina Finlay kennenlernen. Sie führte die Studierenden in das Klosterleben ein.     
Die Veranstaltung „Liturgische Bldung“ wird im Rahmen einer Kooperation von Prof. Dr. Prof. h.c. Egon Spiegel mit der Ermländisch-Masurischen Universität in Olsztyn (Polen) seit einigen Semestern von Prof. Dr. Cyprian Rogowski angeboten. Mit der Durchführung der Veranstaltung durch den polnischen, international renommierten Professor für Religionspädagogik ist nicht nur dem universitären Anspruch der Veranstaltung als einem – gerade in seiner Kombination von Liturgie einerseits und Bildung andererseits – zentralen Angebot der Praktischen Theologie entsprochen. Mit der Verpflichtung von Rogowski als einem Kleriker kommt der Veranstaltung auch ein optimaler wissenschaftsspezifischer Erfahrungs- und Reflexionshintergrund zu Gute.   
Das von Rogowski in Abstimmung mit seinem Kollegen Spiegel und auf der Grundlage einer mittlerweile bewährten Konzeption durchgeführte Seminar versteht sich selbst nicht nur als liturgiewissenschaftliches, sondern auch – und seiner spezifischen Intention entsprechend – als bildungswissenschaftliches. Deutlich spiegelt sich dieses in den thematischen Schwerpunktsetzungen der Veranstaltung wider. Diese sind u.a.:  Religiosität und Spiritualität, religiöser Kult, raumzeitliche Ubiquität des Gebets, theoanthropologisches Gebetsverständnis, Hochamt, Andacht, Monastische Gebetszeiten, Freitagsgebet (Islam, Muslime), Meditation, Kontemplation und Aktion, ora et labora, Exerzitien, Buß- und Beichtpraxis, Pilgerschaft, Wallfahrten, Fasten, Taizè, Weltjugendtag, Sakrotourismus, Sonntag, Sonntagspflicht, liturgische Räume, liturgische Hochfeste, liturgische Gewänder, Verschleierung,  Gesangbuch, Kirchenmusik, christlicher Rock und Pop, liturgischer Tanz, Struktur und Elemente der Messfeier, Chrysostomos-Liturgie, Liturgie in den evangelischen Kirchen, Quäker-Gottesdienste, liturgische Sozialität (Koinonia), Fußball und Straßenfeste als Paraliturgie, Alternative Jugendgottesdienste, nicht-parochiale Gottesdienste, Zielgruppengottesdienste, mediale Gottesdienste (Fernsehgottesdienste), kategoriale Gottesdienste (z.B. Tiergottesdienste), Schulgottesdienste als schulpastorale Veranstaltungen, Schulgottesdienste praktisch: Grundschule und Sekundarstufe I.


Pünktlich zu Weihnachten: die Promotionsurkunde

Foto: Prof. Dr. Cheng Liu, Prof. Dr. med. Dr. phil. Dietrich Doll, Prof. Dr. Prof. h.c. Egon Spiegel

Geradezu noch rechtzeitig, um ihren Platz auf dem weihnachtlichen Gabentisch zu bekommen, traf sie noch ein: die Beurkundung der Promotion zum Dr. phil. des Dr. med. und habilitierten Medizinprofessors Dietrich Doll durch den Präsidenten der Universität Vechta, Prof. Dr. Burghart Schmidt. Überreicht werden konnte sie vom Doktorvater im Beisein des chinesischen Kooperationspartners Prof. Dr. Cheng Liu, Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls für Friedenswissenschaft, von der Nanjing University der Volksrepublik China und damit in einem illustren internationalen Rahmen in außerdem adventlicher Kaffeehausatmosphäre.


Kriegstraumata - ein heißes Eisen in Politik, Seelsorge und Unterricht Dietrich Doll an der Universität Vechta zum Dr. phil. promoviert

v.l.: Gutachter Prof. Dr. Cyprian Rogowski, Doktorand Prof. Dr. Dietrich Doll, Doktorvater Prof. Dr. Prof. h.c. Egon Spiegel

Es kommt nicht alle Tage vor, dass sich ein Professor für Chirurgie einem Promotionsverfahren zum Dr. phil. unterzieht und das auch noch mit Anerkennung abschließt. Mit seinen Forschungsleistungen zur anthropologischen Herausforderung von Kriegstraumata hat Prof. Dr. med. Dietrich Doll vom Vechtaer Marienhospital nicht nur die Gutachter seiner Doktorarbeit an der Universität Vechta beeindruckt, sondern auch die Kommission, der er die Resultate seiner Untersuchungen im Rahmen eines Vortrags mit anschließendem Kolloquium erläuterte.
Der international anerkannte Spezialist für Bauchverletzungen und Operationen von Schuss- und Stichwunden hat sein Handwerk nicht zuletzt als Militärarzt in zahlreichen Auslandseinsätzen der Bundeswehr gelernt. Dabei musste er erfahren, dass es neben den körperlichen Verletzungen auch tiefe seelische Verletzungen durch die Erfahrung von Gewalt gibt. Nicht wenige Kriegsteilnehmer reagieren darauf sogar mit Suizid.
Mit seiner Studie hat Doll der Praktischen Theologie aufgetragen, die durch die Erfahrung militärischer Gewalt hervorgerufenen Persönlichkeitsveränderungen und deren sozialen Folgen in Wissenschaft und Praxis explizit zu berücksichtigen. Für Dolls Doktorvater, den Vechtaer Theologen Egon Spiegel, ist das Zusammenwirken von Medizin und Theologie in seinem pastoraltheologischen Spezialgebiet ein Glücksfall. Für den Religionsunterricht ist das Thema noch gründlich aufzuarbeiten.
Und auch gesellschaftlich dürfte noch einiges zu leisten sein, um im Interesse der Betroffenen und ihrer Angehörigen als auch als Mahnzeichen gegen den Krieg die zerstörerische Wirkung von Kriegstraumata anzuerkennen und nach Wegen nicht nur ihrer Behandlung, sondern ihrer Verhinderung von Krieg zu suchen.


Friedensforscher setzten auf kulturübergreifende Gemeinsamkeiten Inhaber des chinesischen UNESCO-Lehrstuhls für Friedensforschung an der Universität Vechta

Foto (P. Kaiser): Prof. Dr. Liu Cheng und Prof. Dr. Prof. h.c. Egon Spiegel

Das Fremde im Anderen würdigen, das ist auch nach Meinung des chinesischen Friedensforschers Prof. Dr. Cheng Liu und seines deutschen Kollegen, des Vechtaer Professors Egon Spiegel, wichtig. In erster Linie, so sind beide jedoch überzeugt, ist für das Zusammenleben und das Lösen von Konflikten die Suche nach Gemeinsamkeiten entscheidend. Das gilt besonders für kulturelle, religiöse und nationale Spannungsfelder. So haben etwa Schülerinnen und Schüler, ungeachtet verschiedener kultureller Hintergründe, wesentlich mehr „Gemeinsamkeiten“ als „Besonderheiten“. Bewusst sprechen die Friedensforscher von „Besonderheiten“ anstelle von „Unterschieden“.
In einer Ringvorlesung der Universität Vechta erläutern die Wissenschaftler, warum sie das herkömmliche Kulturverständnis, das sich stark an Sprache, Tradition und Nation orientiert, durch ein durch gemeinsame Lebenswelten definiertes ersetzen. Anstelle der engen Vorstellung von einer deutschen, polnischen oder chinesischen Kultur bevorzugen sie die Vorstellung einer globalen Lebenswelt von beispielsweise der der Reichen auf der einen Seite und der von Armen auf der anderen Seite, von Männern einerseits und Frauen andererseits, von Musikern, Landwirten,  Studierenden oder Golfspielern und ein dadurch bestimmtes „horizontales“ Kulturverständnis. Ihrem Verständnis nach verbinden etwa Städter – über alle Ländergrenzen hinweg – mehr Gemeinsamkeiten als Städter und Dörfler im selben Land. Gegen das Konstrukt nationenspezifischer Unterschiede und die Gefahr einer daran anknüpfenden Argumentation für Krieg setzen sie auf nationenübergreifende bzw. nationenverbindende Gemeinsamkeiten.
Professor Cheng Liu lehrt an der chinesischen Nanjing University Weltgeschichte mit Schwerpunkt Britischer Geschichte. Er ist dort Direktor des Instituts für Friedenswissenschaft und Inhaber der UNESCO Lehrstuhls für Friedensforschung. Mit ihm kooperiert der Theologe und Politologe Spiegel seit nahezu 10 Jahren, unter anderem als Advisory Professor am UNESCO-Lehrstuhl.


Kooperation mit polnischer Universität „as usual“ – Rogowski und Spiegel lehren im Tandem an der UWM Olsztyn

Masterkurs - Zentrale Fragen der Gegenwart

Gegenüber aktuellen Versuchen, von welchen Seiten auch immer, einen Keil zwischen Deutschland und Polen zu treiben, macht der internationale Austausch, auf welchen Gebieten auch immer, besonders Sinn. Von nachhaltiger Relevanz sind Kooperationen im Bereich von Forschung und Lehre. In diesem Sinne kooperieren die Professoren Rogowski und Spiegel seit 1999, und damit seit fast 20 Jahren, in ununterbrochener Kontinuität, die längste Zeit im Rahmen zweier bilateraler Verträge. Nach seiner langjährigen Tätigkeit als Titularprofessor an der UWM (Ermländisch-Masurischen Universität) in Olsztyn wurde Spiegel in seiner Funktion als Visiting Professor an der Fakultät für Touristik, Rekreation und Umweltwissenschaft mit Vorlesungen zu Fragen der Menschheitsproblemen (Masterstudiengang) sowie zur Geschichte von Architektur und Kunst (Bachelorstudiengang) für das Sommersemester beauftragt. Die enge Zusammenarbeit der beiden Lehrstuhlinhaber nicht nur im Rahmen eines gemeinsamen sakrotouristischen Forschungsprojekts, sondern auch in der Lehre eröffnet den Studierenden die Chance, im direkten Kontakt mit den Wissenschaftlern am internationalen Wissenstransfer zu partizipieren. Besonders gefragt und geschätzt sind die von Rogowski und Spiegel eröffneten interdisziplinären Forschungsperspektiven. Indem sich die Theologie in diese mit eigenen Beiträgen zur Erschließung und Gestaltung von Leben und Welt einbringt, stellt sie nicht nur ihre wissenschaftliche Anschlussfähigkeit unter Beweis, sondern demonstriert auch Praxisrelevanz.

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Krieg hat nicht das letzte Wort Transnationales Buchprojekt richtet Perpektive auf Frieden davor und Frieden danach. Liu und Spiegel forschen in Warschau

Foto: Die Professoren Liu, Woycicki und Spiegel im Gespräch vor einer Hausfront in Warschau mit Einschusslöchern aus dem Zweiten Weltkrieg
Foto (v.l.): Marcin Tomasz Damek, Prof. Dr. Prof. h.c. Egon Spiegel, Prof. Dr. Cheng Liu, Robert Kostro (Direktor des Museums für polnische Geschichte in Warschau), Prof. Dr. Kazimierz Woycicki (Universität Warschau)
Besuch im Museum für polnische Geschichte

Warschau wurde im Zweiten Weltkrieg zu 80% durch die deutsche Armee zerstört. Besonders in Erinnerung sind der Aufstand im Jüdischen Ghetto (1943) und der Warschauer Aufstand gegen die deutschen Besatzer (1944). Längst hat die Stadt begonnen, neu aufzublühen. So wie Dresden, so wie Coventry oder Nanjing.
Nicht der Krieg hat das letzte Wort. In der Mitte am unteren Rand des monumentalen (27m² großen) Bildes „Guernica“ (Picasso, 1937) können wir in der Hand des abgetrennten Armes eine Blume finden, Ausblick auf eine Zeit nach Zerstörung und Untergang. In Deuteronomium 20 erlaubt Jahwe den Soldaten nicht nur unbegrenzten Raub in der eingenommenen Stadt, sondern auch die Ermordung ihrer Bevölkerung, einschließlich der Kinder. Eines dürfen sie allerdings nicht: die Bäume fällen, die Früchte tragen, sie stehen für die Zukunft. Hier hat Gewalt ihre Grenze. Es muss bei allem noch eine Zukunft geben.
Diese Zukunft und ihre vielfältige Gestaltung ist das zentrale Thema eines Buchprojekts an dem von Prof. Dr. Liu Cheng an der Nanjing University vertretenen und von Prof. Dr. Prof. h.c. beratenen UNESCO Lehrstuhls für Friedensforschung. In einer Buchreihe über Zerstörung und Wiederaufbau der Städte Nanjing, Coventry, Hiroshima, Warschau und Dresden werden systematisch Perspektiven nationaler wie transnationaler Friedensinitiativen herausgearbeitet. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund seiner früheren Professur in Dresden bearbeitet Spiegel speziell die Friedens- und Kriegsgeschichte dieser Stadt.
Um das Projekt mit Fokus auf Warschau voranzubringen, haben die Kollegen Liu und Spiegel nun zum zweiten Mal gemeinsam Warschau besucht und dort vor Ort nicht nur hinsichtlich ihres Buchprojekts spezielle Forschungen durchgeführt, sondern sich auch mit Kooperationspartnern aus der Geschichtswissenschaft getroffen und mit dem an der Universität Warschau lehrenden Professor Dr. Kazimierz Woycicki und dem Direktor des sich im Aufbau befindlichen Museums für polnische Geschichte, Robert Kostro, über ein sinnvolles weitere Vorgehen verständigt. Der zuvor noch im Rahmen der Internationalen Woche 2018 an der Universität Vechta in drei Veranstaltungen aufgetretene chinesische Kollege Liu Cheng  ist von Warschau aus direkt nach Coventry gereist, um dort das Buchprojekt durch spezielle Forschungsarbeit zum Schicksal der Stadt sowie entsprechende Absprachen voranzutreiben.       


Das Sakrale als Gegenstand von Tourismus Eine interdisziplinäre, internationale Kooperationsveranstaltung im Masterstudiengang Katholische Religion

Ausführungen von Prof. Dr. Cyprian Rogowski
Monographie von Prof. Dr. Cyprian Rogowski

Das an Masterstudierende des Studienganges Katholische Religion adressierte Veranstaltungsangebot resultiert aus einem internationalen Forschungsprojekt im Rahmen des bilateralen Vertrages der Universität Vechta mit der UWM Olsztyn/Polen und der Zusammenarbeit mit dem Vechtaer Reiseunternehmen Höffmann. Es ist insbesondere für Studierende des Masterstudienganges von hoher Praxisrelevanz, als es eine Theologie des Sakralen mit den Chancen ihres praktischen Nachvollzugs durch beispielsweise sakrotouristisch orientierte Schulfahrten bzw. spirituell/religiös motivierte Reiseangebote verknüpft. Prof. Dr. Cyprian Rogowski hat soeben die bisherigen Resultate des Projekts in einem einschlägigen Werk publiziert (Cyprian Rogowski: Sakroturyzm w Dobie Globalizacii. Studium Transdyscyplinarne, Torun: Adam Marszalek, 2018, mit einem Vorwort von Egon Spiegel). Hans Höffmann bringt über 30-jährige einschlägige Praxiserfahrungen in die Veranstaltung ein (Hans Höffmann: Und dennoch, Freiburg – Basel - Wien: Herder, 2. Aufl. 2018, mit einem Nachwort von Egon Spiegel; [in polnischer Übersetzung] Hans Höffmann: Mimo Wszystko, Krakow: Wysoki Zamek, 2010). 

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Sakrotourismus praktisch

Im Besprechungsraum des Gastgebers Hans Höffmann.
Buch von Hans Höffmann in deutscher und polnischer Fassung

Die realen Insignien von Päpsten mit den eigenen Augen sehen, den Aufstieg von Karol Józef Wojtyła zu Papst Johannes Paul II. alleine schon an seinen Kopfbedeckungen nachgehen oder den Hirtenstab von Papst Benedikt XVI. einmal in den Händen halten, das durften die Masterstudierenden des Kurses „Sakrotourismus“ im Verwaltungsgebäude des Reiseunternehmens Höffmann GmbH in Vechta. Eingeladen hatte dazu der Geschäftsführer und Unternehmer Hans Höffmann, der zusammen mit dem Kollegen der polnischen Partneruniversität in Olsztyn (Allenstein), Prof. Dr. Cyprian Rogowski, und Prof. Dr. prof. h.c. Egon Spiegel im Wintersemester 2018/19 das Seminar „Sakrotourismus“ veranstaltet und als Lehrbeauftragter der Universität Vechta darin explizit in die praktische Seite des Sakrotourismus einführt. Hintergrund und Basis seines Beitrages sind Jahrzehnte lange Erfahrungen in einem Tourismus, der den Teilnehmern/innen seiner Jugendcamps, Schulfahrten, Bus- und Flugreisen als Einzelnen oder in Gruppen die Begegnung mit den Päpsten von Johannes Paul II. über Benedikt XVI. bis hin zu Franziskus ermöglicht. Mit Johannes Paul II. verbindet den Unternehmer eine außerordentliche, über zwanzigjährige Freundschaft. Details seiner Aktivitäten sind nachzulesen in seiner im Verlag Herder erschienenen Autobiographie „Und dennoch“.

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4. Fachtag „Wissenstransfer in Lehre und Forschung“ der Werkstatt Inklusion

Foto: Stefanie Röhll

Am 29. November 2018 lud die Werkstatt Inklusion zu ihrem 4. Fachtag „Wissenstransfer in Lehre und Forschung“ in die Kirche am Campus ein. Im Rahmen des Fachtags sollte der Frage nachgegangen werden, wie die Ergebnisse des Projekts in Lehre und Forschung un-serer Hochschule einfließen können, um die Nachhaltigkeit des Projekts zu gewährleisten. Dazu referierten Frau Dr.‘in Anke Karber und Frau Dr.‘in Janieta Bartz aus dem QLB-Projekt „DoProfiL“ der Universität Dortmund und Frau Dr.‘in Marion Hesse aus dem QLB-Projekt „ZUS“ der Universität zu Köln zum Thema Wissenstransfer ihrer QLB-Projekte in Hochschul-kontexten. Als Vertreter der Universität Vechta aber auch als Mitglieder der Werkstatt Inklu-sion erörterten des Weiteren Frau Prof.‘in Dr.‘in Margit Stein als Direktorin des ZfLB und Herr Prof. Dr. Michael Ewig als Vizepräsidenten für Forschung und Nachwuchsförderung, welche Möglichkeiten bereits an der Universität Vechta bestehen, Wissenstransfer in die Lehre und Forschung zu generieren.
Neben Vorträgen und Diskussionen waren alle Teilnehmenden aufgerufen, sich an der Pro-jektinitiative der BBS Marienhain Vechta zu beteiligen. Unter dem Motto: „Wir sind bunt“ setzten die Teilnehmer*innen des Fachtags ein Zeichen für Vielfalt in der Gesellschaft und gegen Ausgrenzung.
Der Abschluss wurde von den Doktorand*innen der Werkstatt gestaltet, die ihre aktuellen Projekte in einer Posterpräsentation und -ausstellung dem Publikum vorstellten.


"Wir sind bunt"

Foto: Stefanie Röhll

Wir sind bunt – unter diesem Motto der Projektinitiative der BBS Marienhain, Vechta, setzten die Teilnehmer*innen des Fachtags „Wissenstransfer in Lehre und Forschung“ der BRIDGES-Werkstatt Inklusion am Donnerstag, den 29.11.2018 ein Zeichen für Vielfalt in der Ge-sellschaft und gegen Ausgrenzung.
Mit der Projektinitiative tritt die BBS Marienhain für die Werte ihrer Schulgemeinschaft und die Würde eines jeden Einzelnen und deren Vielfalt ein und ruft zur Beteiligung auf. Diese Werte sind auch Bestandteil in der Arbeit der Werkstatt Inklusion und so folgte diese nur allzu gerne dem Aufruf.
Das Teilprojekt „Werkstatt Inklusion“ ist eine Forschungswerkstatt, die sich dem Themenfeld Heterogenität und Inklusion beim (fachlichen) Lernen widmet und bereits seit 2016 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.


Universitätsgesellschaft verleiht Förderpreis 2018 an Eileen Küthe

Foto: KFoto/Kokenge

Eileen Küthe, seit Oktober 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Religionspädagogik, bekam am 05. November 2018 den Förderpreis der Universitätsgesellschaft Vechta für ihre herausragende Masterarbeit verliehen. Betreut wurde sie während der Erstellung ihrer Masterarbeit von Dr. Janine Redemann (Erstgutachten) und Prof. Dr. Raimund Lachner.
Das Thema der Masterarbeit war “Der Umgang mit Tod und Trauer in der Grundschule - die Entwicklung eines kindgerechten Trauerkonzepts mit christlicher Auslegung.“
Eine Umfrage an den Grundschulen der Region hat gezeigt, dass nur an wenigen Schulen Konzepte zum Umgang mit Tod und Trauer vorhanden sind und diese zum Teil nicht genutzt werden.
So verbindet Eileen Küthe in der schulischen Praxis die Erkenntnisse aus Theologie und Humanwissenschaften zu Sterben, Tod und Auferstehung und berücksichtigt dabei auch die dazugehörigen entwicklungspsychologischen Gesichtspunkte, um dann ein kindgerechtes Trauerkonzept für Schüler*innen in der Grundschule zu entwickeln. Dieses reicht von Basiskriterien über die Gestaltung des Klassenzimmers, christlichen Hoffnungserzählungen im Unterricht und der Arbeit mit Bilderbüchern bis hin zu kreativen und spielerischen Methoden zur Trauerbewältigung.
So entstand neben einer wissenschaftlichen Arbeit auch ein kleines Trauerbuch für Kinder, das zur Trauerbewältigung bearbeitet und ausgefüllt werden kann.


Lévinas-Tagung an der TU Dresden

Foto: Inga Maria Schütte
Foto: Inga Maria Schütte

Vom 15.-17.11.2018 fand unter der Leitung von Dr.’in Janine Redemann (Lehrstuhlvertretung f. Systematische Theologie im SoSe 2018) und Inga Maria Schütte (M.A.) die Tagung „Das marginalisierte Frühwerk von Emmanuel Lévinas ‚Le Temps et l’autre‘ als Lesebrille" in den Räumlichkeiten des APB statt.  
Die eingeladenen Rednerinnen und Redner, die sowohl an der TU Dresden als auch anderen Universitäten in Deutschland und im europäischen Ausland arbeiten, interpretierten Lévinas und sein Frühwerk „Le Temps et l‘autre“ auf unterschiedliche, interdisziplinäre Weise, wodurch ein erweitertes Verständnis dieses Textes und des Gesamtwerkes Lévinas‘ geschaffen werden konnte. So wurde Lévinas sowohl vor den Hintergrund seiner jüdischen Herkunft und seinen Erfahrungen als Soldat im 2. Weltkrieg gelesen, als auch vor dem Hintergrund seiner philosophischen Lehrer Edmund Husserl und Martin Heidegger sowie Immanuel Kant. Des Weiteren wurde im interdisziplinären Zugriff der Rekurs auf Shakespeare oder Marcel Proust untersucht, den Lévinas selbst als seinen literarischen Einfluss nennt. So konnten Lévinas und sein Frühwerk mit jedem Vortrag durch eine neue ‚Lesebrille‘ interpretiert werden; eine Zusammenstellung, die es in der Forschung bislang so nicht gibt. Nicht nur die Vielschichtigkeit von Le Temps et l’autre wurde so auf eine neue Weise deutlich, sondern Nuancen, wie der Begriff der Spur oder die ethische Beziehung zum Anderen, die Lévinas in seinem Hauptwerk besonders stark ausbaut, konnten schon im Frühwerk nachgewiesen werden.
Ein Dank geht an die freundlichen Unterstützer, an das Bistum Dresden-Meißen, die Deutsche Gesellschaft für französischsprachige Philosophie (DGFP) und die Gesellschaft der Freunde und Förderer der TU Dresden (GFF) für die finanzielle Förderung sowie an das Institut für Katholische Theologie der TU Dresden für die umfassende und vielschichtige Unterstützung.  


Prof.in Baumert empfängt Gäste aus Südamerika Adveniat – Projekt gibt Einblick in das Leben von Jugendlichen in Brasilien

Foto Stefanie Röhll
Foto: Stefanie Röhll

Prof.‘in Dr. Britta Baumert empfing am Mittwoch, 21. November, in der Kirche am Campus, Suanny Martins und Regina Leão, die sich stark im Projekt „Pastoral do Menor“, die Pastoral für gefährdete Minderjährige des Erzbistums Rio de Janeiro, die vom Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat der katholischen Kirche unterstützt wird, engagieren.
Studierende der Katholischen Theologie hörten gespannt und teilweise auch fassungslos zu, als Suanny Martin berichtet, dass viele Kinder in Rio de Janeiro im Schusswechsel zwischen der Polizei und den Drogenbanden sterben. Einfach, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort sind.
Sie hat diese Erfahrung in ihrer Kindheit selbst gemacht und lebt immer noch in einer der ärmsten Favelas in Rio de Janeiro. Als Kind kam sie in das Projekt „Pastoral do Menor“. Suanny Martins studiert mittlerweile soziale Arbeit. Geholfen hat ihr dabei vor allem die Sozialarbeiterin Regina Leão, Leiterin des Projekts, die auch, wie sie sagt„von ganz unten kommt“.
Die Vechtaer Studierenden konnten nach einem kurzen Vortrag viele Fragen stellen, zum Leben der beiden Frauen, zu ihren Projekten und wie es zukünftig in Brasilien weitergehen wird. Suanny Martin und Regina Leão berichteten von traurigen Ereignissen, aber auch davon, dass sie große Hoffnung haben. Hoffnung darauf, dass sie den Kindern und Jugendlichen vor allem bei ihrer Bildung weiterhelfen und dafür kämpfen, dass ihre Stimme irgendwann einmal gehört wird, damit die extremen Unterschiede zwischen arm und reich in Rio de Janeiro überwunden werden können.

Vielen Dank an Stephan Eisenbart vom Bischöflich Münsterschen Offizialat in Vechta, der uns diesen aufschlussreichen Kontakt ermöglicht hat und ein großer Dank auch an Elisabeth Freitag, die als Übersetzerin die Sprachbarriere aufheben konnte.


Aus den Favelas in die Pastoral Im Gespräch mit Suanny Martins & Regina Leão

Die Kirche am Campus, das BMO und die Religionspädagogik der Uni Vechta veranstalten einen Austausch zwischen Studierenden und adveniat - Mitarbeiterinnen

Viele junge Menschen in Lateinamerika wachsen in den Randgebieten der Großstädte in Armut auf. Sie geraten in die Fänge von Banden und organisierter Kriminalität und müssen schon in jungen Jahren Verantwortung übernehmen. Deshalb lenkt das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat mit der Weihnachtsaktion 2018 „Chancen geben – Jugend will Verantwortung“ die Aufmerksamkeit auf die Situation der jungen Menschen in Lateinamerika und der Karibik.
Zu diesen jungen Menschen gehörten auch die heutigen adveniat-Mitarbeiterinnen Suanny Martins und Regina Leão. die, wie viele andere Kinder auch, von Organisationen der Kirche vor Ort begleitet und zu einem selbständigen und verantwortungsvollen Leben gefördert wurden.
Suanny Martins und Regina Leão sind zu Besuch in Vechta und stellen sich in einer offenen Gesprächsrunde allen Fragen der Studierenden, um über die Situation in Lateinamerika und die Hilfsprojekte von adveniat zu berichten.

Hierzu sind alle interessierten Studierende eingeladen, um sich zu beteiligen, Fragen zu stellen und in einen gegenseitigen Austausch zu gelangen.

Weitere Informationen siehe Flyer!


Internationale Woche 2018: Chinesischer Kooperationspartner zu Gast Prof. Dr. Cheng Liu hält drei Vorträge

Die Professoren Liu und Spiegel vor einem Veranstaltungsposter
Prof. Dr. Liu mit den Studierenden

Waren in der Internationalen Woche 2017 das US-amerikanische Friedensforschungspaar Prof. Dr. Lester Kurtz und Prof. Dr. Miriam Kurtz von der George Mason University (Washington) im Institut für Katholische Theologie zu Gast, so in der diesjährigen Woche der chinesische Friedensforscher Prof. Dr. Cheng Liu von der Nanjing University (Nanjing). Eingeladen hatte wieder das International Office der Universität Vechta.
Professor Liu trug in gleich drei Veranstaltungen vor: in einer Veranstaltung zu Grundfragen von Religiosität und Religion im Rahmen des BA-Studienganges, in einer fächerübergreifenden profilbildenden Veranstaltung des Masterstudiums sowie in der traditionellen Ringvorlesung der Universität Vechta. In einem ersten Vortrag führte er in die Inhalte, Vielfalt und Geschichte asiatischer Religionen ein, in einer zweiten informierte er über die Implementierung und den gegenwärtigen Stand der Friedenswissenschaft in China, in einer dritten kulturwissenschaftlichen Veranstaltung präsentierte er zusammen mit seinem Kooperationspartner Prof. Dr. Prof. h.c. Egon Spiegel den von beiden entwickelten und ausführlich in „Peacebuilding in a Globalized World“ (Peking 2015) dargelegten Ansatz eines an Lebenswelten und Gemeinsamkeiten orientierten Kulturverständnisses.
Professor Liu vertritt an seiner Universität Weltgeschichte mit Schwerpunkt Britische Geschichte, ist dort Direktor des Instituts für Friedenswissenschaft und Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls für Friedensforschung. Liu und Spiegel kooperieren seit nahezu zehn Jahren auf dem Gebiet der Friedenswissenschaft im Schnittfeld ihrer besonderen Denominationen von Geschichte und Praktischer Theologie. Sie forschen, lehren und publizieren gemeinsamen im globalen Netzwerk angesehener Universitäten der USA, Chinas und Europas (s. Internationale Aktivitäten auf der Website www.egon-spiegel.net sowie www.peacestudiesinchina.com). Eines ihrer nächsten Projekte zielt auf die Förderung friedenswissenschaftlicher Studien in Afrika, hier in Zusammenarbeit mit Dr. George Mutalemwa, einem ehemaligen Höffmann-Dozenten für Interkulturelle Kompetenz, von der St. Augustine University in Mranza, Tansania.

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Ästhetische Bildung im Religionsunterricht Gastdozenten aus Slowenien und Dortmund

Foto: Stefanie Röhll

„Ich danke für eine ausgeprägte Selbstreflexion und nehme viele neue Methoden für den Religionsunterricht mit“, war die einstimmige Meinung der Studierenden. Diese hatten vom 20.08. bis 22.08.2018 an dem Blockseminar für ästhetisches Lernen in der Religionspädagogik (KT 11.2) teilgenommen. Eingeladen dafür hatte Prof.‘in Dr. Britta Baumert die Gastdozenten Prof. Dr. Dr. Stanko Gerjolj von der Theologischen Fakultät Ljubljana und die Studienseminarleiterin für katholische Theologie Ulla Sindermann aus Dortmund. Beide sind Experten im Bereich der Gestaltpädagogik und gaben den Studierenden einen kreativen Einblick in die religionspädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.


Wanderausstellung "Friede ist ... " wieder in Vechta

Foto: Ulrich Kolbeck
Foto: Ulrich Kolbeck

Die Friedensvisionen von Vechtaer Theologie-Studierenden, jungen Frauen aus der JVA Vechta und geflüchteten Jugendlichen aus der Region sind nach ihrer Ausstellung auf dem 101. Katholikentag in Münster dieses Jahr wieder in Vechta zu sehen. Am 12.06.2018 wurden die Bilder in der Aula der Justus-von-Liebig Schule Vechta aufgestellt. Nach einer kurzen Einführung von Seiten der Schulleiterin Gabriele Droste-Kühling wurde das Konzept der Ausstellung (Prof. Dr. Britta Baumert) von den Studierenden Laura Scheffer und Caroline Schmidt und der Dozentin Dr. Janine Redemann vorgestellt. Im Anschluss daran beteiligten sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler mit Ihren Vorstellungen zum Thema „Frieden“. Die Werke können noch bis zum Schuljahresende gesehen werden.


Museumstalk

Pressedienst
Pressemitteilung 074/2018

„Glaube als Fundament? Zur Wirkkraft in Kirche, Gesellschaft und Politik“

Einladung zum vierzehnten MuseumsTalk von Universität Vechta und Museum im Zeughaus

Die Kooperationsveranstaltung MuseumsTalk Vechta von Universität Vechta und Museum im Zeughaus geht in ihre vierzehnte Auflage: Am Mittwoch, 6. Juni 2018, diskutieren ab 19.00 Uhr Gäste aus Schule, Verbänden, Wissenschaft und Medien „Glaube als Fundament? Zur Wirkkraft in Kirche, Gesellschaft und Politik“. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung an info[at]uni-vechta[dot]de wird jedoch gebeten.
Nach wie vor gibt es einen Grundkonsens über die christlichen Werte. Viele Menschen berufen sich darauf, wenn es um das gesellschaftliche Zusammenleben, um Leitbilder in Schulen, Unternehmen oder Institutionen geht. Als „geistige Grundlage, Basis“, wie der Duden zum „Fundament“ schreibt, soll der Glaube seine Wirkkraft entfalten. Doch wie stark ist dieses Fundament noch angesichts tausender Kirchenaustritte jährlich? Wo sind die praktizierenden Christen, die den Glauben und das damit verbundene Handeln sichtbar machen und dem Glauben in einer heterogener werdenden Gesellschaft fundamentale Wirkung zuschreiben? Finden sie sich „nur“ in Wohlfahrtsverbänden und Vereinen oder auch im Berufsalltag und Unternehmen, wo es um Fragen von Wirtschaftlichkeit geht? Oder werden diese Werte heute vielleicht schlicht anders genannt und sind mit einem neuen „Label“ nicht zwingend an Kirche gebunden? „Glaube als Fundament? Zur Wirkkraft in Kirche, Gesellschaft und Politik“, dazu diskutieren:

Mechthild Hellbernd, stellvertretende Schulleiterin an der Liebfrauenschule Vechta und Gymnasiallehrerin für die Fächer Französisch und katholische Religion
Stefan Kliesch, Referent für Profilbildung, Spiritualität und Ethik, Landes-Caritasverband für Oldenburg e. V.
Prof. Dr. Elmar Kos, Professor für „Systematische Theologie: Moraltheologie“, Universität Vechta
Dr. Andreas Püttmann, Politikwissenschaftler, Journalist und Publizist, Bonn.

Die Moderation übernimmt Dr.in Eva-Maria Streier, Wissenschaftsjournalistin, Mitglied des Hochschulrates der Universität Vechta, Bonn.


(v.l.) Mechthild Hellbernd, Stefan Kliesch, Prof. Dr. Elmar Kos, Dr. Andreas Püttmann und Dr.in Eva-Maria Streier.


Das universitäre Polen sucht die internationale Kooperation Das Institut leistet seinen Beitrag - Prof. Spiegel an der UWM in Olsztyn aktiv

Während die polnische Politik in ihrer gegenwärtigen Variante eine unzeitgemäße Distanz zu Europa pflegt, sucht das akademische Polen den Anschluss an globale Netzwerke und ist bemüht, die Internationalisierung voranzutreiben. Kooperationswillige Partner finden die Universitäten weltweit. Der Bereitschaft zu transnationalen Zusammenschlüssen stehen in der Umsetzungspraxis allerdings teilweise hohe Hürden entgegen. Gefragt ist hier vor allem die persönliche, auf Kontinuität angelegte Einsatzbereitschaft der Kooperationspartner.

In diesem Sinne leistet das Institut für Katholische Theologie der Universität Vechta seit annährend zwei Jahrzehnten seinen Beitrag. Im Rahmen der polnischen Titularprofessur des Lehrstuhlinhabers für Praktische Theologie, Prof. Dr. Prof. h.c. Egon Spiegel, sind nicht nur ein Erasmus-Vertrag, sondern auch ein bilateraler Vertrag der kooperierenden Universitäten geschlossen und bedient worden. Polnische Studenten/innen haben in Gruppen an der Universität studiert, Doktorenden/innen und Habilitanden/innen haben in binationalen Seminaren gearbeitet, polnische Nachwuchswissenschaftlerinnen wurden am Institut im Hinblick auf Promotion wie Habilitation betreut. Neben einer ebenso intensiven wie extensiven Dozentenmobilität – mit u.a. der Übernahme von Veranstaltungen im Angebotsspektrum der Vertragsuniversitäten – wurden transnationale Kongresse bzw. Symposien durchgeführt, gemeinsame Publikationen auf den Weg gebracht und Vorträge gehalten. In die laufenden interdisziplinären wie internationalen Forschungsprojekte zu Spiritualität und Religiosität sowie Sakrotourismus sind auch Kollegen aus den USA und China eingebunden. Mehr lesen ...



Auftakt des Pilotprojekts der Biblischen Theologie mit der Universität Paderborn Kooperationsprojekt der Biblischen Theologie der Universität Vechta (kath.) mit der Biblischen Theologie der Universität Paderborn (ev.) unter besonderer Berücksichtigung der Lehramtsausbildung nach dem Konzept des "Ko-Ko-Ru"

Foto: Breuer
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Foto: Breuer
Foto: Breuer
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Die biblische Theologie - ob die katholische oder evangelische - unterscheidet nicht zwischen Konfessionen. Ihre gemeinsame Basis ist vielmehr die Bibel, hier speziell das Neue Testament. Trotz biblischer Kanones gibt es gemeinsame Fragestellungen und Methoden. Diese Basis bietet ausreichenden Nährboden für einen interkonfessionellen Austausch im Rahmen des Proseminars zur Einführung in die Methoden neutestamentlicher Wissenschaft, das am Wochenende vom 04.-06. Mai 2018 in Kooperation mit der Ev. Theologie der Universität Paderborn in Paderborn stattgefunden hat. Ein derartiger Austausch gewinnt vor dem Hintergrund der Lehrerausbildung mit den sich wandelnden Verhältnissen an Schulen und den damit einhergehenden Anforderungen an die Religionslehrer*innen, die sich im Konzept des Konfessionell-Kooperativen Religionsunterrichts niederschlagen, eine neue Relevanz.
Vor diesem Hintergrund der Lehrerausbildung haben insgesamt 65 Studierende (davon 40 Theologie-Studierende der Universität Vechta) in diesem konfessionsübergreifenden Seminar an der Universität Paderborn miteinander grundlegende Methoden biblischer Exegese erarbeitet, konfessionelle Differenzen reflektiert und didaktische Vermittlungsstrategien zur Befähigung eines Unterrichts erlernt. Das Pilotprojekt, das auf Initiative von Frau Prof. Dott. Dr. Silvia Pellegrini und Prof. Dr. Martin Leutzsch ins Leben gerufen und von den Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Frau Saskia Breuer und Frau Stephanie Lerke durchgeführt wurde, erlebte somit einen aussichts- und erfolgreichen Einstieg in eine längerfristige Bundesland- und konfessionsübergreifende Kooperation.


Wenn aus einem Buch auch ein Film wird Friedenswege im Kloster Dinklage – In memoriam Walter Wink

Im Klosterladen der Benediktinerinnen präsentieren das Buch und den Film von links Prof. Dr. Prof. h.c. Egon Spiegel, Sr. Monica Lewis, Johanna Tschautscher, Sr. Mirjam Grote und apl. Prof. Dr. Thomas Nauerth (Foto: Sr. Ulrike Soegtrop).

Es passiert selten, dass ein theologisches Buch verfilmt wird. Mit einem Werk des amerikanischen Bibelwissenschaftlers und Friedensforschers Walter Wink ist es geschehen. Zur Filmpremiere war aus Linz eigens die Regisseurin Johanna Tschautscher angereist. Dass der Film in Deutschland seine Erstaufführung im Benediktinerinnenkloster in Dinklage erfuhr, ist nicht nur darauf zurückzuführen, dass an ihm Sr. Monica Lewis aus eben diesem Kloster mitgewirkt hat. Die Frage nach dem „Mythos der erlösenden Gewalt“, so der Titel des Films, ist Diskussionsthema der Klostergemeinschaft und fügt sich nahtlos sowohl in die Gewaltverzichtsforderung des lateinamerikanischen Papstes Franziskus, als auch in das Thema des bevorstehenden Katholikentags „Suchet den Frieden“ ein.     
„Verwandlung der Mächte – eine Theologie der Gewaltfreiheit“ so haben die Professoren Georg Steins und Thomas Nauerth von der Universität Osnabrück den von ihnen herausgegebenen Band überschrieben. Seine hohen Verkaufszahlen erklären sie sich durch das breite Interesse an schlüssigen Erklärungen von Gewalt und Hinweisen zur Überwindung von Gewalt. Der Autor ist überzeugt, dass die „Mächte und Gewalten“ dieser Welt aufgebrochen und überwunden werden können durch den wegweisenden Gewaltverzicht Jesu. Vorausgesetzt, wir wagen diesen zu denken und zu praktizieren. Der Anstoß zur Beschäftigung mit dem Werk von Walter Wink kam von Professor Egon Spiegel von der Universität Vechta, der als Friedensforscher den Autor vor vielen Jahren während eines Forschungsaufenthaltes in den USA in New York persönlich kennengelernt hatte.


Internationalisierung praktisch: polnische Schulpraxis vor Ort Exkursion nach Olsztyn übertraf alle Erwartungen

Exkursion zum Gymnasium in Olsztyn
Exkursion zum Lyzeum in Olsztyn

Es sind landesweit hochgerankte Schulen, die eine Gruppe der Universität in Olsztyn besuchen konnten. Im Rahmen zweier bilateraler Verträge der beiden Professoren Cyprian Rogowski (Universität Olsztyn) und Egon Spiegel (Universität Vechta) haben Masterstudierende und Alumnae der Universität Vechta zusammen mit Professor Spiegel und der Lehrbeauftragten Teresa Pundt, Lehrerin der Oberschule Pingel Anton in Cloppenburg, nicht nur eine Exkursion an die polnische Universität unternommen, sondern auch ein Gymnasium sowie ein Lyzeum in Olsztyn besucht. Für die Gäste aus Deutschland hielten dort die Schulleitungen hochinteressante Informationen über strukturelle Bedingungen und Inhalte ihres schulpädagogischen und bildungspraktischen Wirkens bereit. Ganz im Sinne der von der Universität Vechta betriebenen Internationalisierung konnte die Exkursionsgruppe die eigenen Erfahrungen mit Schule in einem grenzüberschreitenden Vergleichsrahmen reflektieren beziehungsweise Veranstaltungsinhalte des Studiums komplettieren. Darüber hinaus konnten sich die Mitglieder der Exkursion, Henrike Hake und Jan-Hendrik Korte sogar durch ein eigenes Referat, auch in das von Rogowski und Spiegel in Zusammenarbeit mit dem Vechtaer Reiseunternehmer Hans Höffmann durchgeführte Projekt „Sakrotourismus“ einbringen. Die Exkursion war so organisiert, dass sie in Danzig mit einer Stadtführung auf unter anderem den Spuren von Solidarnosc begann und in Warschau mit einer Führung durch Universität und Altstadt abschloss. Ein besonderer Gewinn für die Vechtaer Studierenden war der die gesamte Exkursion prägende Austausch mit den ehemaligen Studentinnen ihrer Universität, den Lehrerinnen Anja Niermann und Eva Funke, und der sie in der bevorstehenden Praxisphase betreuenden Lehrbeauftragten.


Spiegel jetzt Advisory Professor am UNESCO-Chair on Peace Studies an der Nanjing University in China

Nach zweijähriger Vorbereitungszeit hat die Nanjing University in Nanjing (bis 1948 die Hauptstadt der Volksrepublik China) den UNESCO-Chair on Peace Studies zuerkannt bekommen. Inhaber des neugeschaffenen und in China bislang einzigartigen Lehrstuhls ist der Kooperationspartner von Egon Spiegel Prof. Dr. Liu Cheng, der zugleich Professor für Weltgeschichte und Direktor des „Institute for Peace Studies“ an derselben Universität ist. Prof. Dr. Prof. h.c. Egon Spiegel, der zusammen mit Prof. Dr. Alan Hunter von der Coventry University, UK, die Beantragung des UNESCO-Lehrstuhls mit seiner Expertise und auf der substantiellen Basis einer langjährigen, kontinuierlichen Kooperation mit dem UNESCO Chairholder Liu Cheng wesentlich unterstützen konnte, ist mit der Installierung des Lehrstuhls als Advisory Professor an diesem tätig. In den Antragsformularen bzw. Verhandlungen auf der Achse Brüssel-Beijing-Nanjing spielte namentlich die Universität Vechta keine unbedeutende Rolle. Sie ist implizit, durch die Person Spiegel, zusammen mit der Universität Coventry, in diesem Falle Hunter, mitbeantragende und darf sich jetzt auch zusammen mit der Nanjing University über die Zuerkennung des besonderen Lehrstuhls freuen.


Tagung zur Interkulturellen Kompetenz war voller Erfolg

Foto: Stefanie Röhll

Am 23./24.02. veranstaltete die Juniorprofessorin für Religionspädagogik, Dr. Britta Baumert, im Antoniushaus eine Tagung zum Thema "Interkulturelle Kompetenz in der Schule".
Die Vorträge von renommierten Vertretern der Religionspädagogik, einer Islamischen Theologin sowie einer praktischen Theologin aus Peru regten das Publikum zur Diskussion an und gaben wichtige Impulse für die theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema sowie konkrete Anregungen für die schulische Praxis.
Die abwechslungsreichen Workshops am Samstag aus der religionspädagogischen und schulischen Praxis, theologischen Wissenschaft und der allgemeinen Pädagogik wurden von den zahlreichen TeilnehmerInnen begeistert wahrgenommen. Die ab-schließende Podiumsdiskussion mit VertreterInnen der interkulturellen (schulischen) Praxis rundete das Programm der Tagung ab.
Weitere Eindrücke der Tagung sowie eine inhaltliche Zusammenfassung finden Sie Initiates file downloadhier.


"Das Leichte Lexikon des Glaubens"

Der Lehrstuhl für Biblische Theologie – Exegese des Neuen Testaments startet in ein neues Projekt, das an die bestehende Zusammenarbeit mit dem Ludwig Windthorst-Haus (LWH) in Lingen/Ems anknüpft. Mit Sonja Hillebrand vom LWH und Thorsten Lotze vom Büro für Leichte Sprache und Barrierefreiheit in Osnabrück soll zukünftig ein „Leichtes Lexikon des Glaubens“ (Arbeitstitel) insbesondere für Menschen mit Beeinträchtigung entstehen, das theologisch fundiert in leichter Sprache Auskunft über die wichtigsten Themen und Begriffe des Weihnachtsfestes gibt.
Wie häufig in unserem Alltag stoßen vor allem auch im Bereich der Theologie viele Menschen an die Grenzen des Verstehens von Schrift, Sprache und vermitteltem Inhalt. Es ist gerade deshalb ein Anliegen, theologische Inhalte allen Menschen über den Weg der leichten Sprache zu vermitteln - ohne jedoch an theologischem Inhalt einbüßen zu müssen. Dieser Herausforderung stellt sich das neue Projekt!


Besuch des buddhistischen Zentrums

Foto: Theresa Nienaber

Im Rahmen des Seminars KT-10.2 Interreligiöses und ökumenisches Lernen haben Studierende der Katholischen Theologie am 19.01.2018 eine "Klassenfahrt" in das buddhistische Zentrum  Bremen der Karma Kagyü Linie organisiert.

In der Begegnung mit Widukind Baier wurde den Studierenden die Möglichkeit gegeben, sich über den Buddhismus und wie er vor Ort gelebt wird zu informieren. Interreligiöses Lernen wird durch eine solche Begegnung praktisch. Diese Erfahrung nehmen die Studierenden für ihre Zukunft als Religionslehrer*in mit.


Seminar KT-10.2: Interreligiöses und ökumenisches Lernen

Foto: Theresa Nienaber

Im Rahmen des Seminars KT-10.2 „Interreligiöses und ökumenisches Lernen“ haben Studierende der Katholischen Theologie am 12.01.2018 eine "Klassenfahrt" in die Synagoge der jüdischen Gemeinde in Osnabrück organisiert. In der Begegnung mit Frau Lea Mor wurde den Studierenden die Möglichkeit gegeben, sich über das Judentum, seine Gebräuche, Feste und das Gemeindeleben vor Ort zu informieren. Interreligiöses Lernen wird durch eine solche Begegnung praktisch. Diese Erfahrung nehmen die Studierenden für ihre Zukunft als Religionslehrer*in mit.


Letzte Aenderung: 09.04.2019 · Seite drucken