AKTUELLES


4. Fachtag „Wissenstransfer in Lehre und Forschung“ der Werkstatt Inklusion

Foto: Stefanie Röhll

Am 29. November 2018 lud die Werkstatt Inklusion zu ihrem 4. Fachtag „Wissenstransfer in Lehre und Forschung“ in die Kirche am Campus ein. Im Rahmen des Fachtags sollte der Frage nachgegangen werden, wie die Ergebnisse des Projekts in Lehre und Forschung un-serer Hochschule einfließen können, um die Nachhaltigkeit des Projekts zu gewährleisten. Dazu referierten Frau Dr.‘in Anke Karber und Frau Dr.‘in Janieta Bartz aus dem QLB-Projekt „DoProfiL“ der Universität Dortmund und Frau Dr.‘in Marion Hesse aus dem QLB-Projekt „ZUS“ der Universität zu Köln zum Thema Wissenstransfer ihrer QLB-Projekte in Hochschul-kontexten. Als Vertreter der Universität Vechta aber auch als Mitglieder der Werkstatt Inklu-sion erörterten des Weiteren Frau Prof.‘in Dr.‘in Margit Stein als Direktorin des ZfLB und Herr Prof. Dr. Michael Ewig als Vizepräsidenten für Forschung und Nachwuchsförderung, welche Möglichkeiten bereits an der Universität Vechta bestehen, Wissenstransfer in die Lehre und Forschung zu generieren.
Neben Vorträgen und Diskussionen waren alle Teilnehmenden aufgerufen, sich an der Pro-jektinitiative der BBS Marienhain Vechta zu beteiligen. Unter dem Motto: „Wir sind bunt“ setzten die Teilnehmer*innen des Fachtags ein Zeichen für Vielfalt in der Gesellschaft und gegen Ausgrenzung.
Der Abschluss wurde von den Doktorand*innen der Werkstatt gestaltet, die ihre aktuellen Projekte in einer Posterpräsentation und -ausstellung dem Publikum vorstellten.


"Wir sind bunt"

Foto: Stefanie Röhll

Wir sind bunt – unter diesem Motto der Projektinitiative der BBS Marienhain, Vechta, setzten die Teilnehmer*innen des Fachtags „Wissenstransfer in Lehre und Forschung“ der BRIDGES-Werkstatt Inklusion am Donnerstag, den 29.11.2018 ein Zeichen für Vielfalt in der Ge-sellschaft und gegen Ausgrenzung.
Mit der Projektinitiative tritt die BBS Marienhain für die Werte ihrer Schulgemeinschaft und die Würde eines jeden Einzelnen und deren Vielfalt ein und ruft zur Beteiligung auf. Diese Werte sind auch Bestandteil in der Arbeit der Werkstatt Inklusion und so folgte diese nur allzu gerne dem Aufruf.
Das Teilprojekt „Werkstatt Inklusion“ ist eine Forschungswerkstatt, die sich dem Themenfeld Heterogenität und Inklusion beim (fachlichen) Lernen widmet und bereits seit 2016 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.


Universitätsgesellschaft verleiht Förderpreis 2018 an Eileen Küthe

Foto: KFoto/Kokenge

Eileen Küthe, seit Oktober 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Religionspädagogik, bekam am 05. November 2018 den Förderpreis der Universitätsgesellschaft Vechta für ihre herausragende Masterarbeit verliehen. Betreut wurde sie während der Erstellung ihrer Masterarbeit von Dr. Janine Redemann (Erstgutachten) und Prof. Dr. Raimund Lachner.
Das Thema der Masterarbeit war “Der Umgang mit Tod und Trauer in der Grundschule - die Entwicklung eines kindgerechten Trauerkonzepts mit christlicher Auslegung.“
Eine Umfrage an den Grundschulen der Region hat gezeigt, dass nur an wenigen Schulen Konzepte zum Umgang mit Tod und Trauer vorhanden sind und diese zum Teil nicht genutzt werden.
So verbindet Eileen Küthe in der schulischen Praxis die Erkenntnisse aus Theologie und Humanwissenschaften zu Sterben, Tod und Auferstehung und berücksichtigt dabei auch die dazugehörigen entwicklungspsychologischen Gesichtspunkte, um dann ein kindgerechtes Trauerkonzept für Schüler*innen in der Grundschule zu entwickeln. Dieses reicht von Basiskriterien über die Gestaltung des Klassenzimmers, christlichen Hoffnungserzählungen im Unterricht und der Arbeit mit Bilderbüchern bis hin zu kreativen und spielerischen Methoden zur Trauerbewältigung.
So entstand neben einer wissenschaftlichen Arbeit auch ein kleines Trauerbuch für Kinder, das zur Trauerbewältigung bearbeitet und ausgefüllt werden kann.


Lévinas-Tagung an der TU Dresden

Foto: Inga Maria Schütte
Foto: Inga Maria Schütte

Vom 15.-17.11.2018 fand unter der Leitung von Dr.’in Janine Redemann (Lehrstuhlvertretung f. Systematische Theologie im SoSe 2018) und Inga Maria Schütte (M.A.) die Tagung „Das marginalisierte Frühwerk von Emmanuel Lévinas ‚Le Temps et l’autre‘ als Lesebrille" in den Räumlichkeiten des APB statt.  
Die eingeladenen Rednerinnen und Redner, die sowohl an der TU Dresden als auch anderen Universitäten in Deutschland und im europäischen Ausland arbeiten, interpretierten Lévinas und sein Frühwerk „Le Temps et l‘autre“ auf unterschiedliche, interdisziplinäre Weise, wodurch ein erweitertes Verständnis dieses Textes und des Gesamtwerkes Lévinas‘ geschaffen werden konnte. So wurde Lévinas sowohl vor den Hintergrund seiner jüdischen Herkunft und seinen Erfahrungen als Soldat im 2. Weltkrieg gelesen, als auch vor dem Hintergrund seiner philosophischen Lehrer Edmund Husserl und Martin Heidegger sowie Immanuel Kant. Des Weiteren wurde im interdisziplinären Zugriff der Rekurs auf Shakespeare oder Marcel Proust untersucht, den Lévinas selbst als seinen literarischen Einfluss nennt. So konnten Lévinas und sein Frühwerk mit jedem Vortrag durch eine neue ‚Lesebrille‘ interpretiert werden; eine Zusammenstellung, die es in der Forschung bislang so nicht gibt. Nicht nur die Vielschichtigkeit von Le Temps et l’autre wurde so auf eine neue Weise deutlich, sondern Nuancen, wie der Begriff der Spur oder die ethische Beziehung zum Anderen, die Lévinas in seinem Hauptwerk besonders stark ausbaut, konnten schon im Frühwerk nachgewiesen werden.
Ein Dank geht an die freundlichen Unterstützer, an das Bistum Dresden-Meißen, die Deutsche Gesellschaft für französischsprachige Philosophie (DGFP) und die Gesellschaft der Freunde und Förderer der TU Dresden (GFF) für die finanzielle Förderung sowie an das Institut für Katholische Theologie der TU Dresden für die umfassende und vielschichtige Unterstützung.  


Prof.in Baumert empfängt Gäste aus Südamerika Adveniat – Projekt gibt Einblick in das Leben von Jugendlichen in Brasilien

Foto Stefanie Röhll
Foto: Stefanie Röhll

Prof.‘in Dr. Britta Baumert empfing am Mittwoch, 21. November, in der Kirche am Campus, Suanny Martins und Regina Leão, die sich stark im Projekt „Pastoral do Menor“, die Pastoral für gefährdete Minderjährige des Erzbistums Rio de Janeiro, die vom Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat der katholischen Kirche unterstützt wird, engagieren.
Studierende der Katholischen Theologie hörten gespannt und teilweise auch fassungslos zu, als Suanny Martin berichtet, dass viele Kinder in Rio de Janeiro im Schusswechsel zwischen der Polizei und den Drogenbanden sterben. Einfach, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort sind.
Sie hat diese Erfahrung in ihrer Kindheit selbst gemacht und lebt immer noch in einer der ärmsten Favelas in Rio de Janeiro. Als Kind kam sie in das Projekt „Pastoral do Menor“. Suanny Martins studiert mittlerweile soziale Arbeit. Geholfen hat ihr dabei vor allem die Sozialarbeiterin Regina Leão, Leiterin des Projekts, die auch, wie sie sagt„von ganz unten kommt“.
Die Vechtaer Studierenden konnten nach einem kurzen Vortrag viele Fragen stellen, zum Leben der beiden Frauen, zu ihren Projekten und wie es zukünftig in Brasilien weitergehen wird. Suanny Martin und Regina Leão berichteten von traurigen Ereignissen, aber auch davon, dass sie große Hoffnung haben. Hoffnung darauf, dass sie den Kindern und Jugendlichen vor allem bei ihrer Bildung weiterhelfen und dafür kämpfen, dass ihre Stimme irgendwann einmal gehört wird, damit die extremen Unterschiede zwischen arm und reich in Rio de Janeiro überwunden werden können.

Vielen Dank an Stephan Eisenbart vom Bischöflich Münsterschen Offizialat in Vechta, der uns diesen aufschlussreichen Kontakt ermöglicht hat und ein großer Dank auch an Elisabeth Freitag, die als Übersetzerin die Sprachbarriere aufheben konnte.


Aus den Favelas in die Pastoral Im Gespräch mit Suanny Martins & Regina Leão

Die Kirche am Campus, das BMO und die Religionspädagogik der Uni Vechta veranstalten einen Austausch zwischen Studierenden und adveniat - Mitarbeiterinnen

Viele junge Menschen in Lateinamerika wachsen in den Randgebieten der Großstädte in Armut auf. Sie geraten in die Fänge von Banden und organisierter Kriminalität und müssen schon in jungen Jahren Verantwortung übernehmen. Deshalb lenkt das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat mit der Weihnachtsaktion 2018 „Chancen geben – Jugend will Verantwortung“ die Aufmerksamkeit auf die Situation der jungen Menschen in Lateinamerika und der Karibik.
Zu diesen jungen Menschen gehörten auch die heutigen adveniat-Mitarbeiterinnen Suanny Martins und Regina Leão. die, wie viele andere Kinder auch, von Organisationen der Kirche vor Ort begleitet und zu einem selbständigen und verantwortungsvollen Leben gefördert wurden.
Suanny Martins und Regina Leão sind zu Besuch in Vechta und stellen sich in einer offenen Gesprächsrunde allen Fragen der Studierenden, um über die Situation in Lateinamerika und die Hilfsprojekte von adveniat zu berichten.

Hierzu sind alle interessierten Studierende eingeladen, um sich zu beteiligen, Fragen zu stellen und in einen gegenseitigen Austausch zu gelangen.

Weitere Informationen siehe Flyer!


Ästhetische Bildung im Religionsunterricht Gastdozenten aus Slowenien und Dortmund

Foto: Stefanie Röhll

„Ich danke für eine ausgeprägte Selbstreflexion und nehme viele neue Methoden für den Religionsunterricht mit“, war die einstimmige Meinung der Studierenden. Diese hatten vom 20.08. bis 22.08.2018 an dem Blockseminar für ästhetisches Lernen in der Religionspädagogik (KT 11.2) teilgenommen. Eingeladen dafür hatte Prof.‘in Dr. Britta Baumert die Gastdozenten Prof. Dr. Dr. Stanko Gerjolj von der Theologischen Fakultät Ljubljana und die Studienseminarleiterin für katholische Theologie Ulla Sindermann aus Dortmund. Beide sind Experten im Bereich der Gestaltpädagogik und gaben den Studierenden einen kreativen Einblick in die religionspädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.


Wanderausstellung "Friede ist ... " wieder in Vechta

Foto: Ulrich Kolbeck
Foto: Ulrich Kolbeck

Die Friedensvisionen von Vechtaer Theologie-Studierenden, jungen Frauen aus der JVA Vechta und geflüchteten Jugendlichen aus der Region sind nach ihrer Ausstellung auf dem 101. Katholikentag in Münster dieses Jahr wieder in Vechta zu sehen. Am 12.06.2018 wurden die Bilder in der Aula der Justus-von-Liebig Schule Vechta aufgestellt. Nach einer kurzen Einführung von Seiten der Schulleiterin Gabriele Droste-Kühling wurde das Konzept der Ausstellung (Prof. Dr. Britta Baumert) von den Studierenden Laura Scheffer und Caroline Schmidt und der Dozentin Dr. Janine Redemann vorgestellt. Im Anschluss daran beteiligten sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler mit Ihren Vorstellungen zum Thema „Frieden“. Die Werke können noch bis zum Schuljahresende gesehen werden.


Museumstalk

Pressedienst
Pressemitteilung 074/2018

„Glaube als Fundament? Zur Wirkkraft in Kirche, Gesellschaft und Politik“

Einladung zum vierzehnten MuseumsTalk von Universität Vechta und Museum im Zeughaus

Die Kooperationsveranstaltung MuseumsTalk Vechta von Universität Vechta und Museum im Zeughaus geht in ihre vierzehnte Auflage: Am Mittwoch, 6. Juni 2018, diskutieren ab 19.00 Uhr Gäste aus Schule, Verbänden, Wissenschaft und Medien „Glaube als Fundament? Zur Wirkkraft in Kirche, Gesellschaft und Politik“. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung an info[at]uni-vechta[dot]de wird jedoch gebeten.
Nach wie vor gibt es einen Grundkonsens über die christlichen Werte. Viele Menschen berufen sich darauf, wenn es um das gesellschaftliche Zusammenleben, um Leitbilder in Schulen, Unternehmen oder Institutionen geht. Als „geistige Grundlage, Basis“, wie der Duden zum „Fundament“ schreibt, soll der Glaube seine Wirkkraft entfalten. Doch wie stark ist dieses Fundament noch angesichts tausender Kirchenaustritte jährlich? Wo sind die praktizierenden Christen, die den Glauben und das damit verbundene Handeln sichtbar machen und dem Glauben in einer heterogener werdenden Gesellschaft fundamentale Wirkung zuschreiben? Finden sie sich „nur“ in Wohlfahrtsverbänden und Vereinen oder auch im Berufsalltag und Unternehmen, wo es um Fragen von Wirtschaftlichkeit geht? Oder werden diese Werte heute vielleicht schlicht anders genannt und sind mit einem neuen „Label“ nicht zwingend an Kirche gebunden? „Glaube als Fundament? Zur Wirkkraft in Kirche, Gesellschaft und Politik“, dazu diskutieren:

Mechthild Hellbernd, stellvertretende Schulleiterin an der Liebfrauenschule Vechta und Gymnasiallehrerin für die Fächer Französisch und katholische Religion
Stefan Kliesch, Referent für Profilbildung, Spiritualität und Ethik, Landes-Caritasverband für Oldenburg e. V.
Prof. Dr. Elmar Kos, Professor für „Systematische Theologie: Moraltheologie“, Universität Vechta
Dr. Andreas Püttmann, Politikwissenschaftler, Journalist und Publizist, Bonn.

Die Moderation übernimmt Dr.in Eva-Maria Streier, Wissenschaftsjournalistin, Mitglied des Hochschulrates der Universität Vechta, Bonn.


(v.l.) Mechthild Hellbernd, Stefan Kliesch, Prof. Dr. Elmar Kos, Dr. Andreas Püttmann und Dr.in Eva-Maria Streier.


Das universitäre Polen sucht die internationale Kooperation Das Institut leistet seinen Beitrag - Prof. Spiegel an der UWM in Olsztyn aktiv

Während die polnische Politik in ihrer gegenwärtigen Variante eine unzeitgemäße Distanz zu Europa pflegt, sucht das akademische Polen den Anschluss an globale Netzwerke und ist bemüht, die Internationalisierung voranzutreiben. Kooperationswillige Partner finden die Universitäten weltweit. Der Bereitschaft zu transnationalen Zusammenschlüssen stehen in der Umsetzungspraxis allerdings teilweise hohe Hürden entgegen. Gefragt ist hier vor allem die persönliche, auf Kontinuität angelegte Einsatzbereitschaft der Kooperationspartner.

In diesem Sinne leistet das Institut für Katholische Theologie der Universität Vechta seit annährend zwei Jahrzehnten seinen Beitrag. Im Rahmen der polnischen Titularprofessur des Lehrstuhlinhabers für Praktische Theologie, Prof. Dr. Prof. h.c. Egon Spiegel, sind nicht nur ein Erasmus-Vertrag, sondern auch ein bilateraler Vertrag der kooperierenden Universitäten geschlossen und bedient worden. Polnische Studenten/innen haben in Gruppen an der Universität studiert, Doktorenden/innen und Habilitanden/innen haben in binationalen Seminaren gearbeitet, polnische Nachwuchswissenschaftlerinnen wurden am Institut im Hinblick auf Promotion wie Habilitation betreut. Neben einer ebenso intensiven wie extensiven Dozentenmobilität – mit u.a. der Übernahme von Veranstaltungen im Angebotsspektrum der Vertragsuniversitäten – wurden transnationale Kongresse bzw. Symposien durchgeführt, gemeinsame Publikationen auf den Weg gebracht und Vorträge gehalten. In die laufenden interdisziplinären wie internationalen Forschungsprojekte zu Spiritualität und Religiosität sowie Sakrotourismus sind auch Kollegen aus den USA und China eingebunden. Mehr lesen ...



Auftakt des Pilotprojekts der Biblischen Theologie mit der Universität Paderborn Kooperationsprojekt der Biblischen Theologie der Universität Vechta (kath.) mit der Biblischen Theologie der Universität Paderborn (ev.) unter besonderer Berücksichtigung der Lehramtsausbildung nach dem Konzept des "Ko-Ko-Ru"

Foto: Breuer
Foto: Breuer
Foto: Breuer
Foto: Breuer
Foto: Breuer
 

Die biblische Theologie - ob die katholische oder evangelische - unterscheidet nicht zwischen Konfessionen. Ihre gemeinsame Basis ist vielmehr die Bibel, hier speziell das Neue Testament. Trotz biblischer Kanones gibt es gemeinsame Fragestellungen und Methoden. Diese Basis bietet ausreichenden Nährboden für einen interkonfessionellen Austausch im Rahmen des Proseminars zur Einführung in die Methoden neutestamentlicher Wissenschaft, das am Wochenende vom 04.-06. Mai 2018 in Kooperation mit der Ev. Theologie der Universität Paderborn in Paderborn stattgefunden hat. Ein derartiger Austausch gewinnt vor dem Hintergrund der Lehrerausbildung mit den sich wandelnden Verhältnissen an Schulen und den damit einhergehenden Anforderungen an die Religionslehrer*innen, die sich im Konzept des Konfessionell-Kooperativen Religionsunterrichts niederschlagen, eine neue Relevanz.
Vor diesem Hintergrund der Lehrerausbildung haben insgesamt 65 Studierende (davon 40 Theologie-Studierende der Universität Vechta) in diesem konfessionsübergreifenden Seminar an der Universität Paderborn miteinander grundlegende Methoden biblischer Exegese erarbeitet, konfessionelle Differenzen reflektiert und didaktische Vermittlungsstrategien zur Befähigung eines Unterrichts erlernt. Das Pilotprojekt, das auf Initiative von Frau Prof. Dott. Dr. Silvia Pellegrini und Prof. Dr. Martin Leutzsch ins Leben gerufen und von den Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Frau Saskia Breuer und Frau Stephanie Lerke durchgeführt wurde, erlebte somit einen aussichts- und erfolgreichen Einstieg in eine längerfristige Bundesland- und konfessionsübergreifende Kooperation.


Wenn aus einem Buch auch ein Film wird Friedenswege im Kloster Dinklage – In memoriam Walter Wink

Im Klosterladen der Benediktinerinnen präsentieren das Buch und den Film von links Prof. Dr. Prof. h.c. Egon Spiegel, Sr. Monica Lewis, Johanna Tschautscher, Sr. Mirjam Grote und apl. Prof. Dr. Thomas Nauerth (Foto: Sr. Ulrike Soegtrop).

Es passiert selten, dass ein theologisches Buch verfilmt wird. Mit einem Werk des amerikanischen Bibelwissenschaftlers und Friedensforschers Walter Wink ist es geschehen. Zur Filmpremiere war aus Linz eigens die Regisseurin Johanna Tschautscher angereist. Dass der Film in Deutschland seine Erstaufführung im Benediktinerinnenkloster in Dinklage erfuhr, ist nicht nur darauf zurückzuführen, dass an ihm Sr. Monica Lewis aus eben diesem Kloster mitgewirkt hat. Die Frage nach dem „Mythos der erlösenden Gewalt“, so der Titel des Films, ist Diskussionsthema der Klostergemeinschaft und fügt sich nahtlos sowohl in die Gewaltverzichtsforderung des lateinamerikanischen Papstes Franziskus, als auch in das Thema des bevorstehenden Katholikentags „Suchet den Frieden“ ein.     
„Verwandlung der Mächte – eine Theologie der Gewaltfreiheit“ so haben die Professoren Georg Steins und Thomas Nauerth von der Universität Osnabrück den von ihnen herausgegebenen Band überschrieben. Seine hohen Verkaufszahlen erklären sie sich durch das breite Interesse an schlüssigen Erklärungen von Gewalt und Hinweisen zur Überwindung von Gewalt. Der Autor ist überzeugt, dass die „Mächte und Gewalten“ dieser Welt aufgebrochen und überwunden werden können durch den wegweisenden Gewaltverzicht Jesu. Vorausgesetzt, wir wagen diesen zu denken und zu praktizieren. Der Anstoß zur Beschäftigung mit dem Werk von Walter Wink kam von Professor Egon Spiegel von der Universität Vechta, der als Friedensforscher den Autor vor vielen Jahren während eines Forschungsaufenthaltes in den USA in New York persönlich kennengelernt hatte.


Internationalisierung praktisch: polnische Schulpraxis vor Ort Exkursion nach Olsztyn übertraf alle Erwartungen

Exkursion zum Gymnasium in Olsztyn
Exkursion zum Lyzeum in Olsztyn

Es sind landesweit hochgerankte Schulen, die eine Gruppe der Universität in Olsztyn besuchen konnten. Im Rahmen zweier bilateraler Verträge der beiden Professoren Cyprian Rogowski (Universität Olsztyn) und Egon Spiegel (Universität Vechta) haben Masterstudierende und Alumnae der Universität Vechta zusammen mit Professor Spiegel und der Lehrbeauftragten Teresa Pundt, Lehrerin der Oberschule Pingel Anton in Cloppenburg, nicht nur eine Exkursion an die polnische Universität unternommen, sondern auch ein Gymnasium sowie ein Lyzeum in Olsztyn besucht. Für die Gäste aus Deutschland hielten dort die Schulleitungen hochinteressante Informationen über strukturelle Bedingungen und Inhalte ihres schulpädagogischen und bildungspraktischen Wirkens bereit. Ganz im Sinne der von der Universität Vechta betriebenen Internationalisierung konnte die Exkursionsgruppe die eigenen Erfahrungen mit Schule in einem grenzüberschreitenden Vergleichsrahmen reflektieren beziehungsweise Veranstaltungsinhalte des Studiums komplettieren. Darüber hinaus konnten sich die Mitglieder der Exkursion, Henrike Hake und Jan-Hendrik Korte sogar durch ein eigenes Referat, auch in das von Rogowski und Spiegel in Zusammenarbeit mit dem Vechtaer Reiseunternehmer Hans Höffmann durchgeführte Projekt „Sakrotourismus“ einbringen. Die Exkursion war so organisiert, dass sie in Danzig mit einer Stadtführung auf unter anderem den Spuren von Solidarnosc begann und in Warschau mit einer Führung durch Universität und Altstadt abschloss. Ein besonderer Gewinn für die Vechtaer Studierenden war der die gesamte Exkursion prägende Austausch mit den ehemaligen Studentinnen ihrer Universität, den Lehrerinnen Anja Niermann und Eva Funke, und der sie in der bevorstehenden Praxisphase betreuenden Lehrbeauftragten.


Spiegel jetzt Advisory Professor am UNESCO-Chair on Peace Studies an der Nanjing University in China

Nach zweijähriger Vorbereitungszeit hat die Nanjing University in Nanjing (bis 1948 die Hauptstadt der Volksrepublik China) den UNESCO-Chair on Peace Studies zuerkannt bekommen. Inhaber des neugeschaffenen und in China bislang einzigartigen Lehrstuhls ist der Kooperationspartner von Egon Spiegel Prof. Dr. Liu Cheng, der zugleich Professor für Weltgeschichte und Direktor des „Institute for Peace Studies“ an derselben Universität ist. Prof. Dr. Prof. h.c. Egon Spiegel, der zusammen mit Prof. Dr. Alan Hunter von der Coventry University, UK, die Beantragung des UNESCO-Lehrstuhls mit seiner Expertise und auf der substantiellen Basis einer langjährigen, kontinuierlichen Kooperation mit dem UNESCO Chairholder Liu Cheng wesentlich unterstützen konnte, ist mit der Installierung des Lehrstuhls als Advisory Professor an diesem tätig. In den Antragsformularen bzw. Verhandlungen auf der Achse Brüssel-Beijing-Nanjing spielte namentlich die Universität Vechta keine unbedeutende Rolle. Sie ist implizit, durch die Person Spiegel, zusammen mit der Universität Coventry, in diesem Falle Hunter, mitbeantragende und darf sich jetzt auch zusammen mit der Nanjing University über die Zuerkennung des besonderen Lehrstuhls freuen.


Tagung zur Interkulturellen Kompetenz war voller Erfolg

Foto: Stefanie Röhll

Am 23./24.02. veranstaltete die Juniorprofessorin für Religionspädagogik, Dr. Britta Baumert, im Antoniushaus eine Tagung zum Thema "Interkulturelle Kompetenz in der Schule".
Die Vorträge von renommierten Vertretern der Religionspädagogik, einer Islamischen Theologin sowie einer praktischen Theologin aus Peru regten das Publikum zur Diskussion an und gaben wichtige Impulse für die theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema sowie konkrete Anregungen für die schulische Praxis.
Die abwechslungsreichen Workshops am Samstag aus der religionspädagogischen und schulischen Praxis, theologischen Wissenschaft und der allgemeinen Pädagogik wurden von den zahlreichen TeilnehmerInnen begeistert wahrgenommen. Die ab-schließende Podiumsdiskussion mit VertreterInnen der interkulturellen (schulischen) Praxis rundete das Programm der Tagung ab.
Weitere Eindrücke der Tagung sowie eine inhaltliche Zusammenfassung finden Sie Initiates file downloadhier.


"Das Leichte Lexikon des Glaubens"

Der Lehrstuhl für Biblische Theologie – Exegese des Neuen Testaments startet in ein neues Projekt, das an die bestehende Zusammenarbeit mit dem Ludwig Windthorst-Haus (LWH) in Lingen/Ems anknüpft. Mit Sonja Hillebrand vom LWH und Thorsten Lotze vom Büro für Leichte Sprache und Barrierefreiheit in Osnabrück soll zukünftig ein „Leichtes Lexikon des Glaubens“ (Arbeitstitel) insbesondere für Menschen mit Beeinträchtigung entstehen, das theologisch fundiert in leichter Sprache Auskunft über die wichtigsten Themen und Begriffe des Weihnachtsfestes gibt.
Wie häufig in unserem Alltag stoßen vor allem auch im Bereich der Theologie viele Menschen an die Grenzen des Verstehens von Schrift, Sprache und vermitteltem Inhalt. Es ist gerade deshalb ein Anliegen, theologische Inhalte allen Menschen über den Weg der leichten Sprache zu vermitteln - ohne jedoch an theologischem Inhalt einbüßen zu müssen. Dieser Herausforderung stellt sich das neue Projekt!


Besuch des buddhistischen Zentrums

Foto: Theresa Nienaber

Im Rahmen des Seminars KT-10.2 Interreligiöses und ökumenisches Lernen haben Studierende der Katholischen Theologie am 19.01.2018 eine "Klassenfahrt" in das buddhistische Zentrum  Bremen der Karma Kagyü Linie organisiert.

In der Begegnung mit Widukind Baier wurde den Studierenden die Möglichkeit gegeben, sich über den Buddhismus und wie er vor Ort gelebt wird zu informieren. Interreligiöses Lernen wird durch eine solche Begegnung praktisch. Diese Erfahrung nehmen die Studierenden für ihre Zukunft als Religionslehrer*in mit.


Seminar KT-10.2: Interreligiöses und ökumenisches Lernen

Foto: Theresa Nienaber

Im Rahmen des Seminars KT-10.2 „Interreligiöses und ökumenisches Lernen“ haben Studierende der Katholischen Theologie am 12.01.2018 eine "Klassenfahrt" in die Synagoge der jüdischen Gemeinde in Osnabrück organisiert. In der Begegnung mit Frau Lea Mor wurde den Studierenden die Möglichkeit gegeben, sich über das Judentum, seine Gebräuche, Feste und das Gemeindeleben vor Ort zu informieren. Interreligiöses Lernen wird durch eine solche Begegnung praktisch. Diese Erfahrung nehmen die Studierenden für ihre Zukunft als Religionslehrer*in mit.


Moschee-Besuch

Im Rahmen des Seminars KT-10.2 Interreligiöses und ökumenisches Lernen haben Studierende der Katholischen Theologie am 06.10.2017 eine "Klassenfahrt" in die Bait-ul-Qaadir Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde in Vechta organisiert. In der Begegnung mit dem zuständigen Imam und Theologen Herr Syed Salman Shah wurde den Studierenden die Möglichkeit gegeben, sich über den Islam und wie er vor Ort gelebt wird zu informieren. Interreligiöses Lernen wird durch eine solche Begegnung praktisch. Diese Erfahrung nehmen die Studierenden für ihre Zukunft als Religionslehrer*in mit. 


Ausleihe von Unterrichtsmaterialien

Ab sofort besteht die Möglichkeit, Unterrichtsmaterialien für den Religionsunterricht auszuleihen.

Weitere Informationen hier

Letzte Aenderung: 10.12.2018 · Seite drucken

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