Letzte Aenderung: 25.11.2020 · Seite drucken

"Caring Societies – Neue Abhängigkeiten oder mehr Gerechtigkeit?" 30.09.2020 bis 02.10.2020

Organisator/Veranstalter: Fachbereich Wirtschaft und Ethik / Gerontologie  |  E-Mail: caringsocieties2020@uni-vechta.de

Auf der Caring Societies-Tagung werden aktuelle Sorgekrisen in ihren Verflechtungen mit anderen Krisen (ökonomisch, ökologisch, sozial) kritisch beleuchtet und Ideen für alternative Wege sorgenden Versorgens entwickelt. In dieser kritischen Problemanalyse sollen verschiedene Facetten der Sorgekrisen zur Sprache kommen, insbesondere auch Ungleichheiten, die entlang intersektionaler Verschränkungen reproduziert werden. Dabei wird folgenden Fragen nachgegangen: Welche Rolle spielen die Sektoren –Staat, Markt, Non-Profit-Sektor, Zivilgesellschaft, Haushalt/Familie –und die Verlagerungsprozesse zwischen ihnen, z.B. (Ent-)Monetarisierung, (De-)Familiarisierung, (De-) Kommodifizierung? Wie ist sorgendes Versorgen in diesen Sektoren weiterzuentwickeln und wo ist was von wem zu ändern, umeine zukunftsfähige Versorgung zu gewährleisten? Inwieweit müssen wir vor dem Hintergrund der sozial-ökologischen Krisen über diese Sektorenanalyse hinausgehen, z.B. durch den Blick auf Commons und Pilotprojekte zur Zeitvorsorge? Damit verbunden ist auch die grundsätzliche Frage, wie Caring Societiesgestaltet und die unterschiedlichen Sektoren und Akteur*innen einbezogen werden sollten, damit die Entstehungneuer, unerwünschter Abhängigkeiten vermieden werden und sich Wege in eine (geschlechter-)gerechtere Zukunft eröffnen können. Die Perspektive einer gerechten Sorgestruktur schließt die Sorgenden, die zu Versorgenden und Fragen der ökologischen Nachhaltigkeit mit ein.

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