Letzte Aenderung: 15.03.2019 · Seite drucken

„Führen Twitter, Google, Facebook und Co. zu verzerrten Sichtweisen auf die Landwirtschaft?“ 28.03.2019 bis 28.03.2019

Organisator/Veranstalter: LEADER  |  E-Mail: anna.fangmann@uni-vechta.de

Verzerren Soziale Medien unsere Sichtweisen auf Landwirtschaft? Zu dieser Fragestellung findet am Donnerstag, 28. März 2019 die erste Veranstaltung des LEADER-geförderten Projekts „Dynamic Agri-Food Systems im Oldenburger Münsterland (OM)“ statt. Titel ist „Das Lebensmittelsystem in der Filterblase – Wie soziale Netzwerke Wahrnehmung und Konsumverhalten beeinflussen“.

Einseitige Informationen führen zu einseitigen Meinungen. Populismus und Meinungsextreme sind die Folge. Gerade den sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook wird unterstellt, dass ihre Verfahren der Informationsbereitstellung diese einseitigen Meinungen noch befördern. Wer dann darauf verzichtet, sich anderweitig über ein Thema schlau zu machen, gerät in eine sogenannte Filterblase. Diese Menschen bekommen nur noch gefilterte Informationen, die der eigenen Vorstellung und Meinung entsprechen. Das kann letztendlich zu einer verengten Sichtweise führen. Parallel dazu kann eine gezielte Meinungsbildung durch verschiedene Akteur_innen im Netz bewirken, dass fundierte, neutrale Fakten und sachliche Argumente nicht mehr die Hauptrolle in der öffentlichen Diskussion spielen. Prof. Dr. Achim Spiller, Professor für Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte an der Universität Göttingen sagt: „Studien zeigen, dass gerade in der Landwirtschaft 80 Prozent der Berichterstattung negativ ist.“

In der interaktiven Tagung zu diesem Themenfeld soll neben der Sensibilisierung für Filterblasen auch beleuchtet werden, wie z. B. Presse, Konsument_innen, Wissenschaftler_innen und der Lebensmitteleinzelhandel die Agrar- und Ernährungswirtschaft einschätzen und wie ein Neustart in Richtung einer objektiven Sichtweise oder Berichterstattung – raus aus der Filterblase – gelingen kann.

Die Veranstaltungsreihe wird von der Universität Vechta koordiniert und gemeinsam mit dem Verbund „Transformationswissenschaft agrar Niedersachsen“ durchgeführt. Das Projekt selbst befasst sich in fünf Tagungen und verschiedenen Themenschwerpunkten mit der ökonomischen Bedeutung der Agrar- und Ernährungswirtschaft für die Region Oldenburger Münsterland. Die Herausforderungen für die Region werden vor dem Hintergrund aktueller Transformationsprozesse analysiert und diskutiert. Ziel ist die, Problemlösungen für eine zukunftsfähige Ausrichtung der Lebensmittelproduktion zu erarbeiten.

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