Letzte Aenderung: 19.11.2018 · Seite drucken

Internationale Tagung „Das Gesandtschaftspersonal in den frühneuzeitlichen Außenbeziehungen“ 06.09.2018 - 15:00 Uhr bis 07.09.2018

Organisator/Veranstalter: Prof. Dr. Christine Vogel  |  E-Mail: christine.vogel@uni-vechta.de

Wie funktioniert Diplomatie? Diese Frage stellt sich nicht erst heute angesichts vielfältiger globaler Krisen und der Tatsache, dass neuerdings selbst der mächtigste Staatschef der Welt die traditionellen Regeln des diplomatischen Umgangs geradezu systematisch ignoriert. Klar ist: Diplomatie ist mehr als nur die medienwirksame Begegnung von Staatsoberhäuptern und der symbolträchtige Händedruck im Scheinwerferlicht der Fernsehkameras. Damit Diplomatie gelingt, bedarf es eines ganzen Apparates gut geschulter Personen, die im Hintergrund daran arbeiten, dass Verträge ausgehandelt werden und der Gesprächsfaden zwischen den Nationen auch in Krisenzeiten nicht völlig abreißt.
Der Ursprung diplomatischer Normen wie auch der dazugehörigen bürokratischen Verfahren liegt in der Frühen Neuzeit. Die historische Forschung hat sich bislang aber weitgehend auf die handgreiflichen Resultate vormoderner Diplomatie, z.B. Friedensverträge und Handelsabkommen, konzentriert und eher die hochrangigen diplomatischen Akteure, also die Botschafter und ihre Auftraggeber, betrachtet. Wenig wissen wir hingegen über die ‚Arbeitsebene‘ frühneuzeitlicher Diplomatie: Boten, Schreiber, Sekretäre, Schatzmeister, Geistliche, Übersetzer oder Dolmetscher – sie alle waren am diplomatischen Alltagsgeschäft in der Frühen Neuzeit beteiligt. Historikerinnen und Historiker aus Deutschland, Großbritannien und der Schweiz kommen deshalb am 6. und 7. September an der Universität Vechta zusammen, um über das frühneuzeitliche Gesandtschaftspersonal zu diskutieren. Auf der Tagung, die von der Vechtaer Historikerin Prof. Dr. Christine Vogel gemeinsam mit ihren Göttinger Kollegen Prof. Dr. Peter Burschel und Dr. Florian Kühnel veranstaltet wird, sollen verschiedene diplomatische Akteure und ihre jeweilige Rolle für das diplomatische Alltagsgeschäft in der Frühen Neuzeit in den Blick genommen werden. Dabei wird es einerseits um den sozialen Hintergrund, die Karriereverläufe und die Soziabilität innerhalb eines ‚diplomatischen Milieus‘ gehen. Andererseits wird nach den Anfängen einer Professionalisierung des Gesandtschaftspersonals gefragt.

Information, Anmeldung und Kontakt:
Prof. Dr. Christine Vogel
Universität Vechta
Fakultät III – Geistes- und Kulturwissenschaften
Fach Geschichtswissenschaft
Driverstr. 22
49377 Vechta
Tel.: 04441/15335
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