Last revision: 2018-06-22 · Print page

Transhumanismus als Utopie? 22.01.2018 - 14:00 Uhr bis 22.01.2018 - 16:00 Uhr

Organisator/Veranstalter: AStA  |  E-Mail: asta@asta-uni-vechta.de

Mit Tobias Holz | Raum Q111

Sophia, ein Roboter, hat in Saudi-Arabien die Staatsbürgerschaft verliehen bekommen. Autos fahren bald selbst und die virtuellen Welten des Cyberspace sind heute schon täuschend echt. In nahezu allen Bereichen der menschlichen Welt sind vernetzte Maschinen präsent. Fast alle tragen eine solche Maschine in der Hosentasche mit sich. Mit dieser Technisierung gingen viele gesellschaftlichen Veränderungen einher, die in den letzten Jahren als „Digitalisierung“ beschrieben wurden und werden.
Mit dieser Veränderung taucht der Begriff des Transhumanismus auf. Unter Transhumanismus wird ein weites Feld von Vorhaben der technologischen Veränderung des Menschen gefasst. Sei dies nun durch Eingriff in die Gene(Bioengeneering), Kopplung mit Maschinen(Cyborg) oder gar die Ersetzung von Menschen durch Roboter. Im Zentrum steht die Verbesserung oder Abschaffung der Defizite des Menschen. Ein prominentes Beispiel ist die Debatte um Pränataldiagnostik und die damit verbundene erwartete erhöhte Abtreibungsrate von Föten mit Downsyndrom.

Die radikalsten Denker dieses Transhumanismus planen und forschen an der Abschaffung des Menschen als Gattungswesen, in dem sie eine auf seiner Rationalität basierende, aber ihm vielfach überlegene Maschine bauen wollen(Singularität). Diese solle dem Menschen letztlich die Fähigkeiten Gottes geben können.

Was ist davon realistisch? Welches Menschenbild liegt dem zu Grunde? An welche Vorstellungen knüpft es an? In wie weit lässt sich dies als Ausdruck der aktuellen Gesellschaft deuten? Woher gewinnen diese Ideen ihren Reiz? Wer sind Akteure und Ziele? Und letztlich die Frage: ist dies eine Utopie, sogar die Vision einer wünschenswerten Zukunft?

Tobias Holz (studiert Erziehungswissenschaft im Master Bildungstheorie und Gesellschaftsanalyse in Wuppertal und schreibt seine Master Thesis zum Thema.)


Veranstaltung im Rahmen von "Gefährliche Zustände - Aktionswoche gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Ideologien - zum Holocaustgedenktag".

Alle Informationen: www.asta-uni-vechta.de