Sie verwenden einen veralteten Browser!

Um zukunftsfähig zu sein, wurde unsere Webseite für die neuesten Technologien entwickelt.
Mit dem von Ihnen verwendeten Browser kann unsere Webseite nicht korrekt ausgeführt werden.
Springe zum Inhalt

Erste erfolgreiche Promotion im Promotionsprogramm „Dörfer in Verantwortung – Chancengerechtigkeit in ländlichen Räumen sichern“

Am 22. Juni 2020 schloss Frau Zora Becker als erste Stipendiatin des Promotionsprogramms „Dörfer in Verantwortung – Chancengerechtigkeit in ländlichen Räumen sichern“ ihr Promotionsvorhaben mit der obligatorischen Disputation ab.

Vor der Promotionskommission, bestehend aus Prof. Dr. A. Bernzen, Prof. Dr. U. Harteisen (HAWK Göttingen), apl. Prof. Dr. Klohn, Prof. Dr. I. Mose (Universität Oldenburg), und apl. Prof. Dr. K. M. Born (Vorsitz), und vor zahlreichen Gästen aus der Hochschulöffentlichkeit und dem Promotionsprogramm legte Frau Zora Becker zunächst die wesentlichen Inhalte und Ergebnisse ihrer Dissertationsschrift mit dem Titel „Die Zukunft der Dorfentwicklung im Lichte neuer Verantwortungsstrukturen und Planungsmethoden“ dar. Besonders zu erwähnen sind hier die systematische Analyse des gegenwärtigen Programms der Dorferneuerung in Niedersachsen aus der Perspektive der Übernahme von Verantwortung sowie der umfangreiche empirische Teil, der auf der Untersuchung in zwei niedersächsischen Dorfregionen beruht. Die von Frau Becker erarbeiteten Ergebnisse geben nicht nur wichtige analytische Einblicke in die Materie, sondern beinhalten auch Empfehlungen zur Modifikation des Programms bzw. seiner Umsetzung.

In der anschließenden Aussprache zur Disputation gelang es Frau Becker die aufgeworfenen Fragen vollumfangreich zu beantworten und im besten Sinne in einen akademischen Austausch zu treten.

Leider konnte es durch die besonderen Umstände nicht zum traditionellen Empfang und Umtrunk kommen, der das sehr gute Ergebnis von Frau Becker und ihre erfolgreiche Zeit als Stipendiatin angemessen gewürdigt hätte.

Promotionsprogramm „Dörfer in Verantwortung – Chancengerechtigkeit in ländlichen Räumen sichern“

Das Promotionsprogramm „Dörfer in Verantwortung – Chancengerechtigkeit in ländlichen Räumen sichern“ ist/war ein gemeinsames Vorhaben der Universität Vechta, der Leibniz Universität Hannover und der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen. Es greift/griff Fragestellungen auf, die der wirtschaftliche Strukturwandel und die aktuelle demographische Entwicklung aufgeworfen haben: Elementar für Bürger, Verwaltung und Politik ist/war dabei die zukünftige Ausgestaltung der technischen und sozialen Infrastrukturen, die die Daseinsvorsorge in den Dörfern sichern. Hierzu gehören insbesondere die Nahversorgung, Mobilität, Bildung und Gesundheitsvorsorge.

Das strukturierte Promotionsprogramm „Dörfer in Verantwortung – Chancengerechtigkeit in ländlichen Räumen sichern“ ist/war thematisch auf die Analyse der multifaktoriellen Ursachen regionaler Disparitäten aus der Perspektive der Übernahme von Verantwortung bzw. der Konstituierung von Ermöglichungsräumen fokussiert. Es beinhaltet/e ein strukturiertes Programm aus themen- und methodenbezogenen Seminaren mit raum- und sozialwissenschaftlichen Schwerpunkten.

Das Programm wird/wurde vom Land Niedersachsen bis 2020 finanziert und umfasst/e insgesamt 12 "Georg-Christoph-Lichtenberg-Stipendien". Voraussetzung für eine Landesförderung ist/war, dass die Promotionsstudiengänge mit herausragenden Forschungsschwerpunkten verknüpft sind und erkennbar ist, dass sie zur Weiterentwicklung der Struktur der Graduiertenausbildung an den beteiligten Hochschulen insgesamt beitragen werden. Die wichtigsten Schwerpunkte des Programms liegen/lagen in der Trans- und Interdisziplinarität, der Internationalisierung und Exzellenz. Es ermöglicht/e eine intensive Betreuung der Doktorandinnen und Doktoranden und eine verkürzte Promotionsdauer.

Eckdaten

Beginn: 01.10.2016

Förderdauer der Stipendien: 3 Jahre

Ausstattung der Stipendien: monatlich 1.500 Euro (1.400 Euro Grundbetrag zzgl. 100 Euro Sachkostenbeitrag), ggf. zzgl. Kinderzulage, Kinderbetreuungszuschlag sowie Zuschläge für Auslandsaufenthalte

Zulassungsvoraussetzungen:

Inhaltliche und methodische Vorkenntnisse im Promotionsgebiet, die eine Bearbeitung eines Promotionsthemas aus der Liste der Promotionsthemen ermöglichen.

Ein mit überdurchschnittlichem Ergebnis abgeschlossenes Hochschulstudium in einem raum-, sozial- oder ingenieurwissenschaftlich ausgerichteten Studiengang (z.B. Geographie, Regionalentwicklung, Raumplanung, Gerontologie. Soziale Arbeit, Architektur, Bauingenieurwesen/Geodäsie)

Stipendiatinnen und StipendiatenThema

Zora Becker

Die Zukunft der Dorferneuerung im Lichte neuer Verantwortungsstrukturen und Planungsmethoden

Matthias Galle

Die Ausgestaltung des Verhältnisses zwischen Dorf und Stadt als Verantwortungsgemeinschaft: Synergien und Konflikte bei der Produktion von Energie- und Erholungslandschaften

Martin Waßink

Kooperative Dörfer: Optimierung von Ressourcen durch Teilung von Verantwortung - eine interdisziplinäre Untersuchung an Beispielen aus dem Raum Steinwald/Fichtelgebirge

Lien Lammers

Bedeutung kulturräumlicher Determinanten und Herausbildung von Toleranz für die Teilhabe von Zugezogenen in Dörfern

Ines Lüder

Regionale Transformation und historische ländliche Gebäude

Anja Neubauer-Betz

Ressourcen der Koproduktion ländlicher Daseinsvorsorge von und für junge(n) Menschen

Maria Rammelmeier

Engagement für lebendige Regionen

Jessica Schneider

Marginalisierungsprozesse in Dörfern

Nicola Seitz

Kommunale Haushalte: Nachhaltige Finanzierung von Dörfern

Insa Trenn

Das Potential immaterieller Güter auf die Entwicklung und Stärkung ländlicher Räume.

Selay Ünlü

Neuausrichtung der Dorfentwicklung in Niedersachsen – Analyse des Mehrwerts der interkommunalen Kooperation in der Dorfentwicklung für den Planungs- und Entwicklungsprozess in Dörfern

Julia Weigt

Ältere Menschen im Dorf: Anbieter und Nachfrager eigenverantwortlich organisierter Daseinsvorsorge – Zur Wohlfahrtsproduktion in Dörfern