Integration CAN-D: Kanadisch-deutsche Forschungszusammenarbeit zur Integration von Geflüchteten


Leitung: Univ.-Prof.in Dr. Karin Zimmer
Laufzeit: 2018 bis Mitte 2020
Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) & Social Sciences and Humanities Research Council of Canada


Ziel des Projektes  „Deutsch-kanadische Forschungszusammenarbeit zur Integration von Geflüchteten“ ist es, die gemeinsamen Aktivitäten in Deutschland und Kanada zu unterstützen und weiter auszubauen. Gleichzeitig soll die Basis für eine vergleichende Betrachtung der beiden Staaten geschaffen werden. Neben der wissenschaftlichen Vernetzung wird der Transfer von Forschungsaktivitäten und -erkenntnissen in die Öffentlichkeit und der Austausch mit Akteuren aus der Praxis angestrebt. Das Netzwerk ist offen für alle Interessierten in Forschung, Politik, Administration und Praxis. Mehr Informationen unter http://www.leibniz-bildungspotenziale.de/integration-can-d oder direkt: LERN-CAN-D[at]dipf[dot]de.


Arbeitsmarktintegration Geflüchteter in Kanada und Deutschland

Am 13. November fand im Science Shop in Cloppenburg eine Veranstaltung zum Thema „Erfolgreiche Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten – kanadische und deutsche Wege“ statt. An der Veranstaltung, die gemeinsam von dem Projekten SKM und Integration CAN-D organisiert wurde, nahmen Interessierte aus dem Landkreis und Vertreter*innen lokaler Institutionen und Organisationen teil.

Das Projekt SKM – Soziale Kompetenzen für Auszubildende und Mediationstraining für Ausbilder*innen – arbeitet unter der Leitung von Prof.in Dr.in Margit Stein mit Studierenden, Schulen und Betrieben an der Stärkung sozialer Kompetenzen der Auszubildenden mit Fluchterfahrung und Migrationshintergrund, um den Ausbildungserfolg zu verbessern. Integration CAN-D ist ein Projekt zur Koordination deutsch-kanadischer Forschungszusammenarbeit zur Integration von Geflüchteten und unterstützt unter der Leitung von Prof.in Dr.in Karin Zimmer (Universität Vechta) und der Koordination von Nicola Mühlhäußer (DIPF – Leibniz Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation) den Austausch und die Kommunikation zwischen den beiden Ländern.

Nach einer Begrüßung von Dr. Andreas Meese, Projektbetreuer des DLR-Projektträgers, stellte Dr. Mehmet Kart (Universität Vechta) die ersten Ergebnisse aus der Forschung im Projekt SKM mit Auszubildenden in Deutschland vor. In Anschluss gaben Frau Prof.in Dr.in Karin Zimmer und Nicola Mühlhäußer einen Überblick zu den strukturellen Einwanderungsbedingungen in Kanada und Deutschland und stellten darauf die Ergebnisse eines Interviews mit der Arbeitsmarktexpertin Mohja Alia dar. Diese ist bei der kanadischen Organisation ISANS (Immigrant Services Association of Nova Scotia) für die Unterstützung von Neuzugewanderten bei der Integration in den Arbeitsmarkt zuständig und konnte so einen detaillierten Einblick zu kanadischen Strategien, Herangehensweisen und Perspektiven eröffnen. Anschließend diskutierten Vertreterinnen der Agentur für Arbeit Vechta, der IHK Oldenburg, des Jugendmigrationsdienstes der Caritas Vechta und der Landkreise Cloppenburg und Vechta moderiert von der Projektkoordinatorin Kirsten Rusert (SKM, Universität Vechta).

Die Kooperationspartner*innen des Projekts SKM hoben an der kanadischen Vorgehensweise besonders hervor, dass es einen zentralen Ansprechpartner für alle Belange der Integration gibt. In Deutschland sind die Wege durch die Administration häufig schwieriger. Gleichzeitig stellten die Diskutant*innen fest, wie gut die Landkreise mit ihrer vernetzten Unterstützungsstruktur aus Verwaltung, Innungen, Ehrenamtlichen und engagierten Unternehmen aufgestellt sind, um auch den kommenden Herausforderungen zu begegnen. Abhängig sei die gute Begleitung aber auch von einer verstetigten und zuverlässigen Finanzierung seitens der Politik. Außerdem wurde angeregt, dass Leistungen der Jugendhilfe für geflüchtete Heranwachsende nach Vollendung des 18. Lebensjahres zunächst grundsätzlich und nicht nur auf Antrag weitergewährt werden.


Summer School für Nachwuchsforschende zur Integration von Geflüchteten in Deutschland und Kanada

Vom 9. bis 13. September 2019 fand an der LMU München die Summer School für Nachwuchsforschende zur Integration von Geflüchteten in Deutschland und Kanada statt, welches durch das vom BMBF geförderte Projekt Integration CAN-D organisiert wurde (Projektleitung: Prof. Dr. Karin Zimmer, Universität Vechta; Projektkoordination: Nicky Mühlhäußer, M.A., DIPF). Am inter-nationalen Austausch nahmen insgesamt 37 Nachwuchsforschende und Expert*innen aus Australien, Deutschland, Israel, Kanada und Mexiko teil. Neben den vier Schwerpunktthemen

  • Wirtschaftliche, soziale und politische Herausforderungen für geflüchtete Kinder, Jugendliche und Familien
  • Sprache, Alphabetisierung und Lernen
  • Soziale Integration und  Sicherheit / Gewalt
  • Psychische Gesundheit und Wohlbefinden

stand auch ein Workshop zu Strategien von Transfer und Wissensmobilisierung im Bereich Fluchtforschung auf dem Programm.

Gemeinsam mit dem SKM-Projekt (Projektleitung: Prof. Dr. Margit Stein, Universität Vechta) wird Integration CAN-D am 13. November eine Veranstaltung zu „Erfolgreiche Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten – kanadische und deutsche Wege“ im Science Shop Vechta / Cloppenburg ausrichten, die sich an die interessierte Öffentlichkeit richtet. Die Veranstaltung soll Informationen bereit stellen, den Austausch anregen und Gelegenheit zur Vernetzung in der Region bieten.

Lesen Sie hierzu auch das Interview der Süddeutschen Zeitung mit der Privatdozentin Dr. Katrin Lindner vom Institut für Germanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/tagung-zwei-lehrkraefte-pro-klasse-1.4592499 


Letzte Aenderung: 05.12.2019 · Seite drucken

 

 

Kontakt

Neuer Markt 16

Raum: Y 131a

 

Tel.: +49 4441 15 490

E-Mail: karin.zimmer[at]uni-vechta[dot]de

 

Sprechzeiten nach persönlicher Vereinbarung