"Die positive Identität des Nationalen in der Globalisierung": Kooperationsprojekt mit Hankuk University of Foreign Studies in Südkorea

Erforschen und vergleichen die nationale Identität in Deutschland und Südkorea (v.l.): Prof. Dr. Peter Nitschke, Seul A. Lee und Dr. Fabrice Gireaud.

Seit 2014 besteht zwischen der Universität Vechta und der Hankuk University of Foreign Studies (HUFS) in Südkorea eine Hochschulpartnerschaft. Im Rahmen dieser Partnerschaft startete nun das Projekt "Die positive Identität des Nationalen in der Globalisierung". Projektleiter sind Prof. Dr. Peter Nitschke (Wissenschaft von der Politik, Universität Vechta) und Prof. Dr. Meung-Hoan Noh (Department of History/Archival Studies, HUFS). Ziel ist der Vergleich des Stellenwerts der nationalen Identität beider Länder. Das Projekt wird bis Oktober 2017 mit ca. 25.000 Euro vom Deutschen Akademischen Austauschdienst aus Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert.

Was bedeutet die nationale Identität in einer globalisierten Welt, was ist sie wert? Und wie werden länderübergreifende Standards darin integriert? Während in Deutschland das Nationale skeptisch betrachtet und in die europäische Integration eingebettet wird, findet sich in Südkorea eine ausdrückliche Betonung des Nationalen. Sie bietet hinsichtlich der Globalisierung ein Orientierungsmuster und bewahrt gleichzeitig die nationale Identität. Innerhalb des Forschungsprojekts werden die Bedeutung und Funktion des Nationalen gewichtet, die zu einer positiv zu bestimmenden Identitätsbildung führen. Im Rahmen des Projekts ist auch der Austausch von NachwuchswissenschaftlerInnen vorgesehen: So werden Dr. Fabrice Gireaud, Lehrkraft für besondere Aufgaben, und Seul A. Lee, Promovendin, für jeweils einen Monat in Seoul lehren und forschen. Im Austausch werden zwei GastwissenschaftlerInnen aus Seoul in Vechta empfangen. Für 2016 ist ein thematischer Workshop in Vechta geplant, die abschließende Tagung ist für 2017 in Seoul vorgesehen.