Curriculum Vitae

Gebürtig aus Bad Essen besuchte Bernd Ulrich Hucker die Schule in Bremen, wo er auch eine Buchhändlerlehre absolvierte. Es folgte eine Tätigkeit als Antiquar in der Buch- und Kunsthandlung Franz Leuwer, Bremen. Sodann schloß er ein Lehramtsstudium an den Pädagogischen Hochschulen Oldenburg, Bonn und Münster 1969 mit der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen und das Referendariat (in Bremen) 1975 mit der Zweiten Staatsprüfung für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen ab. Er studierte von 1970 bis 1975 Geschichte, Germanistik und Philosophie an den Universitäten Münster und Bremen (Abschluß: Wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an Gymnasien) und arbeitete darauf als Assistent bei Frau Professor A. Salomon (PH Westfalen-Lippe, Münster) und Professor W. Stromer von Reichenbach (Freie Universität Berlin, ab 1981 Universität Bamberg).

1978 wurde er mit der Arbeit »Das Problem von Herrschaft und Freiheit in den Landesgemeinden und Adelsherrschaften des Mittelalters im Niederweserraum« promoviert. 1983 habilitierte er mit dem Werk »Die neue Politik Kaiser Ottos IV.« (erschienen in den Schriften der Monumenta Germaniae historica unter dem Titel »Kaiser Otto IV.«), erwarb den Grad eines Dr. phil. habil. und wurde vom bayerischen Staat zum Privatdozenten für Mittelalterliche und neuere Geschichte ernannt. Es folgte die Ernennung zum Akad. Oberrat auf Zeit und die Wahrnehmung von Lehrstuhlvertretungen in Berlin (Nachfolge Wolfgang von Stromer), Konstanz (Nachfolge Arno Borst) und Basel (Nachfolge Frantiçek Graus). Ab 1987 arbeitete er an einem DFG-Projekt der Monumenta Germaniae historica (Prof. Dr. Hans Martin Schaller). 1988/89 nahm er eine Gastdozentur für Allgemeine Geschichte des Mittelalters an der Universität Basel wahr und wurde gleichzeitig auf die Professur für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an die Universität Osna­brück (Abt. Vechta) berufen. Er lehrte auch weiter in Vechta (überwiegend mittelalterliche Sozial- und Wirtschaftsgeschichte), als die vormalige Universitätsabteilung in eine selbständige Hochschule und schließlich zur Universität umgewandelt wurde. Von 1992 bis 2004 und abermals 2007 bis 2009 wirkte er hier als Direktor des Instituts für Geschichte und Historische Landesforschung (IGL) und gehört jetzt der Abteilung für Kulturgeschichte und vergleichende Landesforschung an, der Nachfolgeeinrichtung des 2009 aufgelösten IGL.

2008/09 bereitete er die Niedersächsische Landesausstellung »Otto IV. – Der Traum vom welfischen Kaisertum« als deren Wissenschaftlicher Leiter vor (Braunschweiger Landesmuseum). 2011/12 führte er im Möllner Museum die Internationale Wanderausstellung 500 Jahre Eulenspiegel durch. Er wurde zum Mitglied der Academié Genealogique (Paris), der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen (Hannover), der Baltischen Historischen Kommission (Göttingen) und der Familienkundlichen Kommission für Niedersachsen, Bremen und angrenzende ostfälische Gebiete gewählt. Außerdem besitzt er die Ehrenmitgliedschaft des HEROLD – Gesellschaft für Genealogie, Heraldik und verwandte Wissenschaften zu Berlin und des „Kleeblatt“ – Verein für Heraldik zu Hannover.

Gegenwärtig leitet er an der Universität Vechta die Drittmittelprojekte Bäuerliche Siedlungs- und Familiengeschichte der Kirchspiele Harpstedt und Colnrade und Loccumer Historiographie des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Gemeinsam mit Christine Vogel und Eugen Kotte initiierte er das von der Gerda Henkel Stiftung geförderte Projekt Symbol und Repräsentation der Marienburg.

Letzte Aenderung: 08.04.2021 · Seite drucken

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