Zwei historische Exkursionen in deutsche Mittelgebirge

In diesem Jahr werden erneut zwei mehrtägige historische Exkursionen, veranstaltet im Bereich "Geschichtskulur" unter der Leitung von Prof. Dr. Eugen Kotte und Steven Zurek sowie geplant mit dem Konzept der "Geschichtslandschaften", stattfinden.

Vom 05.08. bis zum 09.08.2019 wird die Exkursion "Geschichtsmächtigkeit und Geschichtsträchtigkeit im Teutoburger Wald",die zur epochenübergreifenden Erkundung dieses langgestreckten Gebirgszuges von der Fachwerkstadt Tecklenburg im Norden über die frühere Kreisstadt Halle (Westfalen) bis in die alte Fürstenresidenz Detmold führt, und dabei Objektivationen der Geschichtskultur wie das Hermannsdenkmal und Institutionen der Geschichtskultur wie das Westfälische Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe einschließt. Besucht werden auch die wichtigsten Höhenburgen des Teutoburger Waldes Tecklenburg, Iburg, Burg Ravensberg und Burg Blomberg. Einen Schwerpunkt dieser Exkursion wird die kritische Auseinandersetzung mit den historischen Mythen um die Varusschlacht und den Sachsenherzog Widukind bilden. Zu diesem Zweck werden das Lippische Landesmuseum in Detmold, das Museum und der Museumspark in Kalkriese im nahegelegenen Wiehengebirge sowie das Widukind-Museum in Enger aufgesucht.

Die zweite historische Exkursion trägt den Titel "Historische Referenzen eines Harzer Geschichtsbewusstseins" und führt vom 24.09.2019 bis zu 27.09.2019 in den nördlichen Harz. Schwerpunkte bilden die Bedeutung des Harzes im Mittelalter (Burgen in Seesen, Kaiserpfalz in Goslar) sowie der Bergbau in der Region (Museen und Besucherbergwerke Rammelsberg, Zellerfeld und Bad Grund, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen) sowie die Wasserwirtschaft im Harz, die in Wasserregalen rund um Clausthal-Zellerfeld in ihrer geschichtlichen Entwicklung nachvollzogen werden kann.

Plakat/Programm Teutoburger Wald

Plakat/Programm Harz

 

Besuch von der ukrainischen Partneruniversität Luzk (16.06.-29.06.2019)

In der Zeit vom 16. bis zum 29. Juni 2019 wird eine Gruppe von 14 ukrainischen Studierenden der Universität Luzk unter der Leitung ihrer Dozentin Mariia Lozytska und des Luzker DAAD-Lektors André Böhm auf Einladung von Prof. Dr. Eugen Kotte in Zusammenarbeit mit dem International Office die Universität Vechta besuchen. Die Studierenden werden an einem DAAD-geförderten Gruppenpraktikum teilnehmen, dessen Programm unter dem Thema "Zwischen Regionalität und Transnationalität. Deutsche Literatur und Landeskunde in regionalem Zuschnitt" steht

Die Studierenden werden mit der südoldenburgischen Region ebenso vertraut gemacht wie sie nordwestdeutsche Nachbarregionen kennenlernen werden; zu diesem Zweck sind Exkursionen nach Bremen, Osnabrück und in den Teutoburger Wald geplant.  Sie werden an Seminaren der Germanistischen Literaturwissenschaft, der Neueren und Neuesten Geschichte, der Didaktik der Geschichte sowie Veranstaltungen des International Office teilnehmen, sich dort mit eigenen Themen einbringen und sich mit zwei Veranstaltungen am Programm der Internationalen Woche in  Vechta beteiligen. Ein thematischer Schwerpunkt wird der in allen Regierungsformen über die Jahrhunderte in Deutschland existente Föderalismus sein, der ausgeprägte Regionalitäten innerhalb Deutschlands beförderte; ein anderer wird in der Überschreitung nationaler Befangenheiten liegen, die das gegenwärtige Deutschland prägt. Die ukrainischen Studierenden werden historische Phänomene aus der Vergangenheit ihres eigenen Landes präsentieren, um sie mit deutschen Studierenden vergleichend diskutieren zu können. 

 

Foto links: Die ukrainische Studierendengruppe auf dem Campus der Universität Vechta (Bild: André Böhm).
Foto rechts: Einige Studierende der ukrainischen Gruppe nach ihrem Referat mit Lehrenden. Ganz links André Böhm und Steven Zurek, ganz rechts Mariia Lozytska und Prof. Dr. Eugen Kotte (Bild: A. Böhm).

  

Foto links: Ukrainische und deutsche Studierende in Tecklenburg mit Prof. Dr. Eugen Kotte (Mitte) und Steven Zurek (2. auf der rechten Seite) (Bild: André Böhm).
Foto rechts: Ukrainische und deutsche Studierende im Torhals des Schlosses von Bad Iburg mit Prof. Dr. Eugen Kotte (1. v. l.) und Steven Zurek (2. v. l.) (Bild: André Böhm).

 

Vorstellung eines Sammelbandes zum Ersten Weltkrieg in der Grafschaft Bentheim in Nordhorn am 11.11.2018

Am 100. Jahrestag des Waffenstillstands im Ersten Weltkrieg wurde in  Nordhorn der Sammelband "Die Grafschaft Bentheim im Ersten Weltkrieg. 'Heimatfront' an der deutsch-niederländischen Grenze", herausgefgeben durch die Historiker Prof. Dr. Eugen Kotte (Vechta) und Dr. Helmut Lensing (Münster), der Öffentlichkeit vorgestellt. Über einhundert geladene Gäste, darunter der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers und Prof. Dr. Michael Ewig, Vizepräsident der Universität Vechta, besuchten eine kurzweilige Veranstaltung, die mit einer Ansprache durch den Bentheimer Landrat Friedrich Kethorn eröffnet wurde. Es folgte ein vom stellvertretenden Chefredakteur der Grafschafter Nachrichten Steffen Burkert geführtes Interview mit den Historikern Kotte und Lensing, die von der Entstehung und vom Verlauf des Projekts berichteten. Nachdem Nordhorner Schülerinnen und Schüler Texte aus dem Buch verlesen hatten, berichteten zwei (ehemalige) Vechtaer Studentinnen, Susanne Luft und Lara Krölls, von der Entstehung ihrer Beiträge zu dem Band. Zum Abschluss bedankte sich der Vorsitzende des Heimatvereins der Grafschaft Bentheim, der ehemalige Oberkreisdirektor Josef Brüggemann, bei Autor/inn/en und Herausgebern des Sammelbands.

Der Sammelband ist das Resultat eines fast vierjährigen Lehr- und Forschungsprojekts, das in Zusammenarbeit zwischen der Universität Vechta (Professur für Didaktik der Geschichte mit dem fachlichen Schwerpunkt Neuere und Neueste Geschichte) mit dem Landkreis Grafschaft Bentheim und dem Heimatverein der Grafschaft Bentheim e. V., gefördert durch die Grafschafter Sparkassenstiftung, realisiert wurde und an dem ca. 340 Studierende der Universität Vechta mit Archiv- und Museumsrecherchen teilnahmen. Von den studentischen Abschlussarbeiten, die im Projekt entstanden, wurden sechs als Beiträge des Bandes veröffentlicht; die weiteren Beiträge stammen von Wissenschaftler/inne/n der Universitäten Berlin, Bremen, Hengelo (NL), Osnabrück, Siegen und Vechta sowie weiteren Forschungsinstitutionen und auch aus der Grafschaft Bentheim selbst.

 

1. Foto v. l. n. r.: Heimatvereinsvorsitzender Josef Brüggemann, Prof. Dr. Eugen Kotte, Dr. Helmut Lensing, Landrat Friedrich Kethorn (Foto: Jürgen Hartmann, Landkreis Grafschaft Bentheim).

2. Foto v. l. n. r.: Stellv. Chefredakteur GN Steffen Burkert, Studentinnen Susanne Luft und Lara Krölls (Foto: Jürgen Hartmann, Landkreis Grafschaft Bentheim).

Bericht der Grafschafter Nachrichten vom 12.11.2018

Internetausgabe GN

Pressemitteilung des Landkreises Grafschaft Bentheim

 

Abschluss eines großen Drittmittelprojekts: Buchvorstellung in Nordhorn am 11.11.2018

Im Sommsemester 2015 schloss die Universität Vechta mit dem Landkreis Grafschaft Bentheim einen Kooperationvertrag über ein Lehr- und Forschungsprojekt, in dem über drei Jahre Studierende in Archiven und Museen nach Quellen zur Grafschaft Bentheim während des Ersten Weltkriegs recherchierten. Insgesamt wurden 12 Seminare mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen unter der Leitung von Prof. Dr. Eugen Kotte im Projekt verankert, und ca. 340 Studierende der Geschichtswissenschaft und der Kulturwissenschaften waren über die Jahre an den Recherchen beteiligt. Es entstanden acht studentische Abschlussarbeiten im Projekt, von denen sechs jetzt in Aufsatzform in einem von Prof. Dr. Eugen Kotte (Vechta) und Dr. Helmut Lensing (Münster) herausgegebenen Sammelwerk unter dem Titel "Die Grafschaft Bentheim im Ersten Weltkrieg. 'Heimatfront' an der deutsch-niederländischen Grenze" erschienen sind, das am Sonntag, 11.11.2018 in Nordhorn in Räumlichkeiten der berufsbildenden Schulen unter Federführung des Landrats Friedrich Kethorn der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Der Band enthält zudem Beiträge zweier niederländischer Historiker, etlicher Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen von der HU und FU Berlin, der Universität Bremen und der Universität Osnabrück sowie einiger Beiträgerinnen aus dem Landkreis Grafschaft Bentheim selbst. Von der Universität Vechta sind außer Prof. Dr. Kotte ebenfalls Prof. Dr. Bernd Ulrich Hucker und Steven Zurek, M. A. beteiligt. Im Rahmen der Buchvorstellung sind Interviews mit Prof. Dr. Kotte sowie den Studentinnen Susanne Luft und Lara Krölls vorgesehen.

Projektbeschreibung

 

Kann der Teutoburger Wald als Geschichtslandschaft bezeichnet werden? - Vortrag von Prof. Dr. Eugen Kotte am 08.11.2018 an der Universität Vechta

Im Rahmen der Historischen Ringvorlesung "Geschichtslandschaften", die Prof. Dr. Bernd Ulrich Hucker und Prof. Dr. Eugen Kotte mit Gästen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und von unterschiedlichen deutschen und internationalen Universitäten veranstalten, hält letzterer einen Vortrag zum Thema "Der Teutoburger Wald - Geschichtslandschaft trotz vielfältiger Bezüge?". Kotte wird anknüpfen an die Zweiteilung des Teutoburger Waldes, der im Süden das ehemalige Fürstentum Lippe durchzieht, während die frühere Grafschaft Ravensberg um Bielefeld die Gelenkstelle bildet, und der Norden Teile des vormaligen Fürstbistums Osnabrück und die alte Grafschaft Tecklenburg umfasst. Auch heute ist der Teutoburger Wald administrativ zerteilt zwischen zwei Bundesländern und mehreren Landkreisen. Ob und ggf. inwiefern dennnoch von einer gemeinsamen Geschichtslandschaft Teutoburger Wald gesprochen werden kann, wird Gegenstand des Vortrags sein. Die Veranstaltung findet um 18 Uhr im Hörsaal Q 15 an der Universität Vechta statt. Interessenten sind herzlich eingeladen; der Eintritt ist kostenlos.

Programm / Plakat der Vorlesung

 

Vortrag zu Denkmälern des Ersten Weltkriegs am 04.11.2018 in Nordhorn

Auf Einladung des Kreis- und Kommunalarchivs des Landkreises Grafschaft Bentheim in Nordhorn wird Prof. Dr. Eugen Kotte mit einem Vortrag zu "Denkmälern und Totengedenken in der Grafschaft Bentheim im Zuge des Ersten Weltkriegs" einen kleinen Einblick in die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs in dieser Region geben. Der Vortrag dient auch dem Hinweis auf die eine Woche später erfolgende öffentliche Vorstellung des von Prof. Kotte mitherausgegebenen Sammelbandes "Der Erste Weltkrieg in der Grafschaft Bentheim. 'Heimatfront an der deutsch-niederländischen Grenze" am 100. Jahrestag des Kriegsendes, dem 11. November 2018.

 

Ringvorlesung zu "Geschichtslandschaften" (Oktober 2018 - Februar 2019)

Mit der diesjährigen Vortragsreihe zum Thema "Geschichtslandschaften" nehmen die Veranstalter Prof. Dr. Bernd Ulrich Hucker (Mittelalterliche Geschichte/Landesgeschichte) und Prof. Dr. Eugen Kotte (Didaktik der Geschichte/Neuere und Neueste Geschichte) die an der Universität Vechta lange gepflegte Tradition der Historischen Ringvorlesung wieder auf. Die Veranstaltung thematisiert Entstehung, Tradition und Inszenierung von Regionen, die unter Betonung historischer Charakteristika und kultureller Konvergenzen als Entitäten ausgewiesen werden, an konkreten Beispielen, von Schwaben bis Schleswig, von der Grafschaft Bentheim bis Pommern, von Hamburg bis zum Teutoburger Wald. Sie berücksichtigt dabei sowohl landes- und regionalgeschichtliche Aspekte wie auch das konstruktivistische Raumverständnis der Kulturwissenschaften. Die vierzehn Vorträge werden in wöchentlichem Abstand jeweils donnerstags um 18 Uhr im Hörsaal Q 15 an der Universität Vechta, beginnend mit dem 18.10.2018, von ausgewiesenen Expert/inn/en, die an verschiedenen deutschen und auswärtigen Universitäten und Institutionen forschen, gehalten. Interessent/inn/en sind herzlich eingeladen; der Eintritt ist kostenlos.

Das gesamte Programm finden Sie hier.

 

Historische Fachexkursion nach Nordhessen (23.07.-27.07.2018)

Die historische Fachexkursion führt diesmal unter dem Thema "Kurhessen - die untergegangene Region" unter der Leitung von Prof. Dr. Eugen Kotte in das Territorium der früheren Landgrafschaft Hessen bzw. des ihr nachfolgenden Kurfürstentums Hessen. Wie in den letzten Jahren werden nach einem epochenübergreifenden Konzept verschiedene Exkursionsziele in der Geschichtslandschaft wie auch auf dem Hin- und Rückweg besucht und analysiert, so die Hohenburg bei Homberg (Efze) und  der Dom St. Peter in Fritzlar, das Landgrafenschloss in Marburg und die Edertalsperre. Im Mittelpunkt der Exkursion stehen die historischen Fachwerkinnenstädte von Melsungen, Fritzlar, Homberg (Efze), Alsfeld und Marburg. Daneben werden Einrichtungen mit landesgeschichtlichen Schwerpunkten (Museum für Kulturgeschichte in Marburg) und weitere geschichtskulturelle Institutionen (Landesmuseum für Klosterkultur im Kloster Dalheim, Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg) auf dem Rückweg erkundet. Die Exkursion wurde vorbereitet durch zwei Veranstaltungen zu Fachwerkstädten als baulichen Zeugen der Vergangenheit und zu Geschichtslandschaften als einem räumlichen Konzept (auch für die Organistion historischer Exkursionen).

Plakat und Programm

 

Persönliche Einladung an Prof. Dr. Eugen Kotte für das Körber History Forum 2018 (28.-29.05.2018 im Römischen Hof in Berlin)

Bereits zum zweiten Mal hat die Körber-Stiftung, die in Kooperation mit der Gerda Henkel-Stiftung das Körber History Forum 2018 veranstaltet, Prof. Dr. Eugen Kotte, der bereits 2017 auf der Vorläuferveranstaltung war, als Gast eingeladen. Neben dem Eröffnungsredner Ivan Krastev, dem Vorsitzenden des Centre for Liberal Strategies in Sophia (Bulgarien) werden u. a. der ehemalige finnische Außenminister Erkki Tuomioja, Prof. Dr. Philipp Ther (Universität Wien), Prof. Dr. Sven Beckert (Harvard University) und Prof. Dr. Eugene Rogan (University of Oxford) Teilnehmer verschiedener Podiumsdiskussionen sein.

Programm

Teilnehmer/innen

 

Trauer um Prof. Dr. Jürgen Joachimsthaler (Universität Marburg), Partner der Professur für "Didaktik der Geschichte mit dem fachlichen Schwerpunk der Neueren und Neuesten deutschen und europäischen Geschichte (seit dem späten 18. Jahrhundert)"

Am 7. Januar 2017 verstarb der unserem Lehrstuhl eng verbundene Marburger Germanist Prof. Dr. Jürgen Joachimsthaler, der gemeinsam mit Prof. Dr. Eugen Kotte das vom DAAD geförderte Netzwerk "Kukturwissenschaft(en) in der Diskussion" initiierte und die mittlerweile renommierte, gleichnamige wissenschaftliche Publikationsreihe ins Leben rief. Nachdem Jürgen Joachimsthaler an der Universität Regensburg Germanistik und Geschichte studiert hatte, ging er als Lektor des DAAD für fünf Jahre nach Opole in Polen. Danach lehrte und forschte er an der Technischen Universität Dresden und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, bis er 2014 auf die Professur für Neuere und Neueste Literatur und Literaturtheorie an der Philipps-Universität Marburg wechselte. Jürgen Joachimsthaler war an vielen Projekten unserer Professur - vor allem in kulturwissenschaftlicher Hinsicht -  über viele Jahre beteiligt; wir verlieren mit ihm nicht nur einen zuverlässigen Partner und einen kompetenten Kollegen, sondern weit darüber hinaus einen wunderbaren Menschen. Wir trauern mit seiner Frau über diesen schweren Verlust.

Traueranzeige der Universität Marburg

 

Vortrag von Prof. Dr. Eugen Kotte auf einer Tagung zur Publikumsforschung in Berlin

Vor dem Hintergrund der in den letzten Jahren innerhalb des kulturpolitischen Diskurses zunehmend wichtiger gewordenen Leitbegriffen "Kulturvermittlung", "kulturelle Bildung" und "Audience Development" setzt sich eine von Prof. Dr. Steffen Höhne (Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar) und Prof. Dr. Martin Tröndle (Zeppelin Universität Friedrichshafen) im Radialsystem in Berlin am 5. und 6. Dezember 2017 organisierte kulturwissenschaftliche Tagung zum Thema "Mythos Publikum" mit gängigen Konstruktionen von "Publikum" auseinander. Prof. Dr. Eugen Kotte wird hier in seinem Vortrag "Der Tonfilm als kulturhistorische Zäsur. Zur Entstehung eines Massen- und Basismediums" unter dem Aspekt historischer Rekonstruktionen nach Anforderungen an das Kinopublikum und nach Reaktionen desselben in der Übergangsphase vom Stumm- zum Tonfilm fragen.

Programm der Tagung

Offizielle Ankündigung

Weitere Ankündigung

Informationen zum Gesamtprojekt

 

Ehrung für den Augsburger Geschichtsdidaktiker Prof. Dr. Karl Filser

Am 23. Juli 2017 wurde der vormalige Ordinarius für Didaktik der Geschichte an der Universität Augsburg, Prof. Dr. Karl Filser, zu seinem 80. Geburtstag durch eine Festschrift geehrt. In einer privaten Feierstunde in Augsburg überreichten die Herausgeber , Prof. Dr. Wolfgang Hasberg von der Universität zu Köln und Prof. Dr. Eugen Kotte von der Universität Vechta, dem Jubilar den Band mit einer Sammlung seiner wichtigsten Schriften von den 1970er Jahren bis in die Gegenwart. Unter den Gratulantinnen und Gratulanten, die in einer umfangreichen Tabula Gratulatoria innerhalb des Bandes dokumentiert sind, befanden sich neben Weggefährtinnen und Wegegefährten sowie Kolleginnen und Kollegen Filsers aus seiner langen Augsburger Zeit und wichtigen Vertreterinnen und Vertretern der deutschen Geschichtsdidaktik und Geschichtswissenschaft auch einige Professorinnen und Professoren der Universität Vechta.

Zur Verlagsinformation über die Festschrift

 

Prof. Dr. Eugen Kotte auf persönliche Einladung auf dem Körber History Forum 2017 im Humboldt Carré, Berlin

Auf persönliche Einladung der Körber-Stiftung (Hamburg) wird Prof. Dr. Eugen Kotte in diesem Jahr Gast auf dem Körber History Forum sein, das diesmal unter dem Titel "Connecting Politics and History" am 16. und 17.06. 2017 im Humboldt Carré in Berlin stattfindet. Eröffnungredner in diesem Jahr wird der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer sein; als Podiumsgäste sind u. a. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, EU-Kommissar Pierre Moscovici, Botschafter Wolfgang Ischinger (Sicherheitskonferenz München), Prof. Dr. Andreas Wirsching (Institut für Zeitgeschichte, München/Berlin) und Prof. Dr. Karl Schlögel (Kulturwissenschaftliche Fakultät, Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder) geladen.

Programmüberblick

 

Vortrag von Prof. Dr. Eugen Kotte an der Georg-August-Universität-Göttingen (31.05.2017)

Im Rahmen der Vortragsreihe "Wissenschaft und Öffentlichkeit. Zur Praxis der Public History" des Kulturwissenschaftlichen Zentrums der Georg-August-Universität Göttingen wird Prof. Dr. Eugen Kotte einen Vortrag zum Re-enactment als intendierter Form "gefühlter Geschichte" halten. Er wird in diesem Vortrag Möglichkeiten und Grenzen dieser Variante der Living History mit Blick auf deren Bildungswert erörtern.

Zum Programm der Vortragsreihe

 

Geschichtslandschaft Westfalen - historische Exkursion 2017

Wie in den vergangenen Jahren, so wird auch 2017 eine durch Prof. Dr. Eugen Kotte (Didaktik der Geschichte/Neuere und Neueste Geschichte) und Prof. Dr. Bernd Ulrich Hucker (Mittelalterliche Geschichte/Landesgeschichte) organisierte historische Exkursion stattfinden, die vom vom 7. bis zum 11. August 2017 in die "Geschichtslandschaft Westfalen" führen wird. Neben der nördlichsten Bergstadt Deutschlands, der kleinen früheren Residenzstadt Tecklenburg, und der Westfalenmetropole Münster werden die ehemalige Hanse-Prinzipalstadt Soest und die dem bentheimisch-steinfurtischem Territorium vormals zugehörige Stadt Burgsteinfurt erkundet. Daneben werden einige der für Westfalen typischen Wasserburgen (Burg Vischering, Burg Lüdinghausen, Burg Hülshoff) und Wasserschlösser (Schloss Nordkirchen, Schloss Loburg) aufgesucht. Eine besondere Herausforderung stellen Wohnorte der westfälischen Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (Haus Rüschhaus, Burg Hülshoff) dar, außerdem wird das Werk des Malers Otto Modersohn (Museum Tecklenburg) eine wichtige Rolle auf der Exkursion spielen. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Programm.

Plakat mit Programm

 

Kritische Bilanz nach 25 Jahren neuer Kulturwissenschaften in Deutschland - Sammelband erschienen

Ein Vierteljahrhundert nach der kulturwissenschaftlichen Wende unterziehen die Autor/inn/en des Sammelbandes "Kulturwissenschaft(en): Bilanz - Kritik - Perspektiven", herausgegeben von Eugen Kotte, die Entwicklung der neuen Kulturwissenschaft(en) aus unterschiedlichen disziplinären Blickwinkeln einer nüchternen Reflexion und erörtern perspektivisches Potenzial. Dabei werden die wichtigsten Auseinandersetzungen, die die Kulturwissenschaft(en) seit Beginn der 1990er Jahre begleiten, aufgegriffen und  auf ihre Relevanz für die Zukunftsfähigkeit des interdisziplinären kulturwissenschaftlichen Projekts hin befragt. Einerseits werden Forderungen nach deutlicher Profilschärfung erhoben, andererseits aber auch ungenutzte Möglichkeiten benannt, die in der didaktischen Gestaltbarkeit und im Brückenschlag zur kulturellen Praxis liegen. Eine erhöhte Bedeutung kommt dabei der Zusammenarbeit von Kulturwissenschaft(en) mit Institutionen der kulturellen Praxis zu, durch die unter anderem die Interdependenz beider Bereiche innerhalb der fortschreitenden Digitalisierung ermöglicht wird. Erschieden ist der Sammelband im Wissenschaftsverlag Peter Lang.

Verlagsinformationen

 

Gespräch mit der Holocaust-Überlebenden Henriette Kretz (22.11.2016)

Am Dienstag, den 22. November 2016 wird Henriette Kretz, die die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung durch die Nationalsozialisten überlebte, an der Universität Vechta von ihrem Schicksal erzählen und mit den Besucherinnen und Besuchern der Veranstaltung in ein Gespräch eintreten. Der Dialog mit Frau Kretz findet im neuen Universitätsgebäude an der Kreuzung Driverstraße/ Universitätsstraße um 14 Uhr im Raum Q 112 statt. Auf Initiative der Studierenden Robyn Mähler und durch Vermittlung des Maximilian-Kolbe-Werks wurde Frau Kretz durch Prof. Dr. Eugen Kotte, zuständig für die Didaktik der Geschichte sowie die Neuere und Neueste Geschichte an die Universität Vechta, eingeladen.

Weitere Informationen

 

Vortrag von Prof. Dr. Eugen Kotte an der Technischen Universität Dresden (05.12.2016)

Auf der von den Romanisten Prof. Dr. Maria Lieber und PD Dr. Christoph Oliver Meyer an der TU Dresden veranstalteten Tagung "Kulturwissenschaftliche Impulse in Theorie und Praxis: Integration - Evolution? Revolution?" (04.-06.11.2016) hält Prof. Dr. Eugen Kotte einen Vortrag zu "Multiperspektivität, Interkulturalität, Verflechtungsgeschichte - geschichtsdidaktische und geschichtswissenschaftliche Konzepte zum Umgang mit Zuwanderung?" Er wird versuchen, bereits seit mehreren Jahrzehnten in der Geschichtsdidaktik unverzichtbare Prinzipien wie Multiperspektivität, die Ende der 1990er Jahre in eine interkulturelle Ausrichtung von Geschichtsvermittlungsprozessen als zentrales Element eingepflegt wurde, mit dem vor einigen Jahren entwickelten geschichtswissenschaftlichen Konzept der Verflechtungsgeschichte zu verbinden, um die Wirksamkeit dieses kombinierten Ansatzes im Rahmen von Integrationsbemühungen nach der im Jahre 2015 stark angestiegenen Zuwanderung zu prüfen. Die Dresdener Tagung findet im Kontext des DAAD-geförderten Netzwerks "Kulturwissenschaft(en) als interdisziplinäres Projekt" statt.

Programmflyer

 

Umfassende Monographie zur australischen Geschichtskultur

Unter dem Titel "Der Erste Weltkrieg in der australischen Geschichtskultur" hat Dr. Fabian Münch, ehemaliger Mitarbeiter und aktueller Lehrbeauftragter der Professur  für Didaktik der Geschichte mit dem fachlichen Schwerpunkt Neuere und Neueste deutsche und europäische Geschichte (seit dem späten 18. Jahrhundert), seine an der Universität Vechta bei Prof. Dr. Eugen Kotte abgeschlossene Dissertation in der wissenschaftlichen Buchreihe "Kulturwissenschaft(en) als interdisziplinäres Projekt" veröffentlicht. Er untersucht in diesem Band erstmals umfassend die prominente Rolle des Ersten Weltkriegs für die australische Nationsbildung, die sich in der gegenwärtig erlebbaren Geschichtskultur Australiens unübersehbar und nachhaltig niedergeschlagen hat. Seine Arbeit steht damit in einer wichtigen Tradition der deutschen Geschichtswissenschaft seit den 1990er Jahren, in der bereits ähnliche Arbeiten unter anderem für Frankreich, die USA, Polen und Argentinien vorgelegt worden sind, ohne dass indes die umfassende Perspektive, die Herr Münch eröffnet, vorher schon erreicht worden wäre.

Verlagsinformationen

 

Zweite Historische Exkursion 2016 ins Lipper Land

Aufgrund der großen Nachfrage findet in diesem Jahr vom 23.  bis zum 26. August 2016 unter der Leitung von Prof. Dr. Eugen Kotte eine zweite mehrtägige Historische Exkursion mit dem Titel "Territorialität in Deutschland: Das Ländchen Lippe" statt. Seit Beginn der Frühen Neuzeit existiert die Reichsgrafschaft und später das Fürstentum Lippe als autonomes staatliches Gebilde. Die jahrhundertelange Selbständigkeit wirkte auch nach 1918 im Status des Freistaats und nach dem Zweiten Weltkrieg in der Festlegung des Landkreises bei weitgehend kontinuierlicher Grenzziehung fort, so dass sich die in der deutschen Geschichte so wirksamen Prinzipien der Territorialität und des Föderalismus am Beispiel des Lipper Landes epochenübergreifend besonders gut demonstrieren lassen. Zu diesem Zweck werden unterschiedliche Exkursionsziele wie beispielsweise die ehemalige Residenzstadt Detmold mit fürstlichem Schloss und Fachwerk-Altstadt, das Hermannsdenkmal und Bad Salzuflen als "Stadt des weißen Goldes" aufgesucht. Das gegenwärtige Selbstverständnis des Lipper Landes als Geschichtslandschaft wird mithilfe der Besuche im Lippischen Landesmuseum und im Westfälischen Freilichtmuseum, dem größten Museum seiner Art innerhalb Europas, analysiert.

Zum Programm

 

Historische Exkursion in Grenzregionen an der deutsch-niederländischen Grenze

Nachdem in den vergangenen Jahren fünf große, mehrtägige Exkursionen in unterschiedliche Geschichtslandschaften Deutschlands und seiner Nachbarländer unter der Verantwortung von Prof. Dr. Eugen Kotte (Neuere und Neueste Geschichte/Didaktik der Geschichte) und Prof. Dr. Bernd Ulrich Hucker (Mittelalterliche Geschichte/Landesgeschichte) erfolgreich stattgefunden haben, wird vom 01. bis zum 05.08.2016 erneut eine Historische Exkursion angeboten, die diesmal in Grenzregionen beiderseits der niederländisch-deutschen Grenze führt. Dabei werden wieder epochenübergreifend historische Stätten und geschichtskulturelle Institutionen aufgesucht, in denen Spezifika der deutsch-niederländischen Grenzräume erkundet und untersucht werden können. So wird in der Grafschaft Bentheim mit dem Besuch der Burg Bentheim die mittelalterliche Situation beleuchtet, während die frühneuzeitliche Prägung durch Erkundungen in Schloss Clemenswerth im Emsland, in der Altstadt von Leer in Ostfriesland und in der Festung Bourtange in der Region Groningen, Niederlande untersucht wird. Im Rahmen der Neueren und Neuesten Geschichte ist die Gedenkstätte Esterwegen, in der an die Emslandlager während des Nationalsozialismus erinnert wird, von besonderer Bedeutung.

Vorbereitet wird diese Historische Exkursion durch eine vom (post)modernen Verständnis der Border Studies ausgehende Betrachtung historischer und aktueller Grenzen. Das dort zentralisierte Border Crossing, das Grenzen als Orte der kulturellen Begegnung ausweist und den angelagerten Räumen eine entsprechend spezifische gesellschaftliche Konstruktion attestiert, ist allen augenblicklichen Restaurationsversuchen eines traditionellen Abrenzungsverständnisses zum Trotz auch historisch bereits zu beobachten. Den Spuren der zwischen Kulturbegegnung und Abschottung divergierenden Wahrnehmungen von Grenzen soll mit dieser Exkursion nachgegangen werden.

Zum Programm

 

Soeben erschienen: Band in der Reihe "Grundwissen kontrovers" über "Nationsbildung im 19. Jahrhundert"

In der Reihe "Grundwissen kontrovers", die von dem renommierten Geschichtsdidaktiker Hans-Jürgen Pandel im einschlägig durch seine Publikationen zur Geschichtsdidaktik bekannten Wochenschau-Verlag herausgegeben wird, ist soeben ein Band von Eugen Kotte unter dem Titel "Nationsbildung im 19. Jahrhundert. Die USA, Polen und Deutschland im Vergleich" erschienen. Der Band, der nicht nur Basisinformationen bereit stellt, sondern auch über wichtige Forschungskontroversen informiert, nutzt den Ansatz der Comparative History, um Spezifika und Mechanismen des Nation Building im 19. Jahrhundert zu erhellen, ohne die in jedem Beispiel festzustellenden unikalen Elemente zu verschweigen. Gleichzeitig nimmt er neuere Impulse der Kulturgeschichte auf, um die bei der Konstitution der Nationen wirksamen Geschichtsbilder zu erörtern. Die Reihe "Grundwissen kontrovers" richtet sich an Abiturienten und jüngere Studierende, indem sie in verständlicher Sprache grundlegende Fragen der Geschichte zu erörtern bemüht ist. Der soeben erschienene Band zur "Nationsbildung im 19. Jahrhundert" ist daher besonders für Studienanfänger und -wechsler geeignet.

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Online-Veröffentlichung im Journal of Literary Theory zur Konferenz "Kulturwissenschaft(en): Bilanz und Perspektiven" (Bericht)

Im Journal für Literary Theory (JLTonline) ist ein wissenschaftlicher Bericht über die Tagung "Kulturwissenschaft(en): Bilanz und Perspektiven" erschienen, die vom 06.-08. November 2015 von Prof. Dr. Eugen Kotte für das Netzwerk "Kulturwissenschaft(en) als interdisziplinäres Projekt" an der Universität Vechta mit renommierten kulturwissenschaftlich arbeitenden Expert/inn/en unterschiedlicher Disziplinen veranstaltet wurde.

Link zum Bericht

 

Presseberichterstattung zu Forschungen in den Niederlanden

Die in den NIederlanden durchgeführten Archiverkundungen von Studierenden des Masters Kultureller Wandel in Vechta unter Leitung von Prof. Dr. Eugen Kotte im Rahmen des Projekts "Ereignisse und Projekte in der Grafschaft Bentheim während des Ersten Weltkriegs" haben Aufmerksamkeit in der Presse gefunden. Einzelne Pressestimmen können hier eingesehen werden.

Landkreis Grafschaft Bentheim

Klick.News. Das Regionalmagazin

Grafschafter Nachrichten

 

Erkundungen in niederländischen Archiven (13.-15.01.2016)

Im Rahmen des Forschungs- und Drittmittelprojekts "Ereignisse und Strukturen in der Grafschaft Bentheim während der Zeit des Ersten Weltkriegs" (s. weiter unten) finden vom 13. bis zum 15. Januar 2016 mit Unterstützung niederländischer Kolleginnen und Kollegen und des Landkreises Grafschaft Bentheim unter Leitung von Prof. Dr. Eugen Kotte Nachforschungen zur Grenzsituation zwischen 1914 und 1918 durch kulturwissenschaftliche Studierende der Universität Vechta statt. Dabei werden Prof. Kotte und die Studierenden das Historisch Centrum Overijsel in Zwolle (Niederlande), das Gemeentehuis van Dinkelland te Denekamp (Niederlande) und das Gemeentearchief Emmen (Niederlande) aufsuchen, um erstmalig Recherchen zum Schmuggel, zur Flucht von Kriegsgefangenen und Deserteuren, zur Befestigung und Bewachung der Grenze auf der niederländischen Seite und zur Stimmungslage im niederländischen Grenzgebiet zur Zeit des Ersten Weltkriegs durchzuführen. Das Exkursionszentrum, in dem die Gruppe sowohl die Ergebnisse zusammentragen wie auch übernachten wird, wird an einem historischen Ort auf der deutschen Seite der Grenze, dem ökumenischen Kultur- und Tagungszentrum Kloster Frenswegen, eingerichtet.

 

Tagung "Kulturwissenschaft(en): Bilanz und Perspektiven" (06.-08.11.2015)

Nach einem Vierteljahrhundert neuer kulturwissenschaftlicher Forschung in der Bundesrepublik Deutschland, inspiriert durch verschiedene Impulse vor allem aus den USA, Frankreich und Großbritannien, soll auf dieser von Prof. Dr. Eugen Kotte im Rahmen des Vernetzungsprojekts "Kulturwissenschaft(en) als interdisziplinäres Projekt" organisierten und vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderten Tagung  eine erste kritische Bilanz gezogen werden. Denn neben perspektivischen Erweiterungen und beachtlichen gegenstandbezogenen Erträgen, die durch interdisziplinäre Kooperation erzielt werden konnten, sind auch erhebliche Vereinseitigungen und gefährliche Inflationierungen innerhalb der Kulturwissenschaft(en) zu konstatieren, die aus einzelfachlichen Verfügungsansprüchen und der Einspeisung einzeldisziplinär nicht (mehr) zu legitimierender Inhalte resultieren. Entsprechend haben sich im Verlauf der letzten 25 Jahre Positionen und Ansätze entwickelt, deren Heterogenität zwar einerseits das interdisziplinäre Diskursfeld der Kulturwissenschaft(en) erst konstituiert, die andererseits aber häufig in einem extremen Spannungsverhältnis zueinander stehen. So werden zwar durchaus Perspektiven generiert, die aber gleichzeitig der Destruktivität von Unvereinbarkeit ausgesetzt und damit kaum noch unter einem gemeinsamen kulturwissenschaftlichen Label integrierbar sind, wenn dieses nicht der Beliebigkeit ausgesetzt werden soll. Einzelne Aspekte dieser wichtigen Problemstellungen sollen auf der Tagung mit Expert/inn/en aus unterschiedlichen Disziplinen und von verschiedenen in- und ausländischen Universitäten erörtert werden. Die Veröffentlichung der Beiträge in einem Sammelband ist für das Jahr 2016 vorgesehen.

Zum Programmflyer

 

Kopperationsvertrag zwischen dem Landkreis Grafschaft Bentheim und der Universität Vechta über ein Projekt zum Ersten Weltkrieg

Im Juli 2015 schlossen der Landkreis Grafschaft Bentheim und die Universität Vechta einen Kooperationsvertrag zur Absicherung des Projekts "Ereignisse und Strukturen in der Grafschaft Bentheim während der Zeit des Ersten Weltkrieges". Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren (bis 2018); die wissenschaftliche Leitung des Projekts übernimmt Dr. Helmut Lensing (Münster / Greven); die Verantwortung von Seiten der Universität liegt bei Prof. Dr. Eugen Kotte.
Zielsetzung des Projekts ist die Erabeitung einer umfassenden Darstellung verschiedenster Aspekte der Entwicklung in der Grafschaft Bentheim zur Zeit des Ersten Weltkriegs. Dies schließt die Rekonstruktion von Befindlichkeiten und politischen Positionen in der Bevölkerung (auf der mentalitätsgeschichtlichen Ebene) sowie Alltagserfahrungen und gesellschaftlich relevante Rückwirkungen (auf der sozialgeschichtlichen und historisch-anthropologischen Ebene) ebenso ein wie Probleme der wirtschaftlichen Situation und der Versorgungslage (auf der wirtschafts- und alltagshistorischen Ebene) sowie Dispositionen im kirchlichen und schulischen Bereich (auf der institutions- und bildungsgeschichtlichen Ebene). Eine besondere Herausforderung stellt die Aufarbeitung der Situation der Grafschaft Bentheim als Grenzregion dar, für die die Zusammenarbeit mit niederländischen Archiven und Forschungsstätten (beispielsweise mit Blick auf Aspekte wie Schmuggel und Grenzsicherung) unverzichtbar ist.
Für die Studierenden bietet das Projekt umfassende Möglichkeiten des forschenden Lernens, das an der Universität Vechta besonders gefördert werden soll. Zu diesem Zweck wurde eine enge Zusammenarbeit mit Archiven und Museen innerhalb und außerhalb der Grafschaft Bentheim vereinbart, die bereits im Sommersemester 2015 erfolgreich angelaufen ist. Die entstehenden Unkosten werden durch vom Landkreis Grafschaft Bentheim und die Sparkassenstiftung bereit gestellte Drittmittel bestritten. Für die Studierenden der Neueren und Neuesten Geschichte, der Didaktik der Geschichte und der Kulturwissenschaften besteht die Möglichkeit zur Anfertigung von Abschluss- und Seminararbeiten innerhalb des Projekts, die - bei entsprechender Qualität - innerhalb des zum 100. Jahrestag des Kriegsendes 2018 erscheinenden Sammelbandes publiziert werden können. Die Professur für Didaktik der Geschichte mit dem fachlichen Schwerpunkt der Neueren und Neuesten deutschen und europäischen Geschichte (seit dem späten 18. Jahrhundert) wird in ihrem Lehrangebot im Projekt angesiedelte Lehrveranstaltungen berücksichtigen.

 

Historische Fachexkursion in die Rhön (10.-14.08.2015)

Nach drei Jahren wird im Sommersemester 2015 durch Prof. Dr. Eugen Kotte und Prof. Dr. Bernd Hucker die Tradition der Fachexkursion wieder aufgenommen, die in diesem Jahr vom 10. bis zum 14. August 2015 in "Die Rhön - eine verweigerte Region" führen wird.
War diese deutsche Mittelgebirgslandschaft im Mittelalter durch Territorialisierung geprägt, so erlebte sie im Zeitraum von Reformation und Konfessionalisierung massive sozial und religiös bedingte Auseinandersetzungen. Auch in der Moderne blieb der Rhön, die durchaus Merkmale einer Geschichtslandschaft aufweist, die politische Einheit verweigert; nach dem Ende des Zweiten Weltkrieg wurde sie vom "Eisernen Vorhang" durchtrennt, in den die USA ihren weit in den Osten Europas ragenden Stützpunkt unter dem Namen "Point Alpha" hineinschoben. Auch heute bildet die Gebirgslandschaft keine regionale Einheit; Teile der Rhön erstrecken sich jeweils in die Bundesländer Hessen, Thüringen und Bayern. Dieser wechselhaften Geschichte, in der trotz landschaftlicher Gemeinsamkeiten und kultureller Verbundenheit die Verweigerung einer politisch geschlossenen Einheit fast wie ein roter Faden erscheint, trägt die Exkursion mit insgesamt zehn verschiedenen Zielen Rechnung.

Die Exkursion ist Teil des Lehrangebots im Modul GS-5 (Geschichtskultur). Die Anmeldung über das Stud.IP ist verbindlich. Die Kosten betragen ca. 170,- Euro (abzüglich der Zuschüsse durch die Universität Vechta). Die Teilnehmerzahl ist auf insgesamt 50 Personen begrenzt. Sollten nicht alle Plätze belegt werden, ist eine Teilnahme weiterer Studierender, die das Modul GS-5 nicht besuchen müssen bzw. nicht das Fach Geschichte studieren, möglich.

 

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Vortrag von Prof. Dr. Eugen Kotte (07.05.2015) zum europäischen Gedanken nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren

Anlässlich des vor 70 Jahren mit der deutschen Kapitulation am 8. Mai 1945 beendeten Zweiten Weltkriegs und der vor 65 Jahren am 9. Mai 1950 gehaltenen, die Grundsubstanz der europäischenen Integration formulierenden Pariser Rede des damaligen französischen Außenministers Robert Schuman wird Prof. Dr. Eugen Kotte am 07.05.2015 vor Sögeler Schüler/innen. Studierenden der Universität Vechta und weiteren Zuhörer/inne/n auf Einladung des Forums Sögel e. V. einen Vortrag in der Aula des Hümmling-Gymnasiums Sögel halten. Der Vortrag wird die Kernthesen der denkwürdigen Rede des unlängst verstorbenen früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, die ebenfalls vor genau 40 Jahren gehalten wurde, nutzen, um die Verbindung der Einsicht in die Destruktivität nationaler Höherwertigkeitsempfindungen mit der Entwicklung des europäischen Gedankens zu erörtern. Bei dieser Gelegenheit wird der von Studierenden der Universität Vechta erarbeitete didaktische Leitfaden zum in vier europäischen Ländern errichteten Europäischen Geschichtsweg an die Initiatoren vom Forum Sögel e. V. sowie Vertreter der Schulen übergeben.

Zeitungsbericht

Radiobericht

 

Vortrag von Prof Dr. Kotte zu kulturgeschichtlichen Einflüssen auf die Geschichtsdidaktik an der Universität zu Köln (04.02.2015)

In der von Prof. Dr. Wolfgang Hasberg und Prof. Dr. Holger Thünemann an der Universität zu Köln im laufenden Wintersemester 2014/15 veranstalteten Ringvorlesung zum Thema "Geschichtsdidaktik in der Diskussion. Grundlagen und Perspektiven" hält Prof. Dr. Eugen Kotte am 04.02.2014 den Abschlussvortrag unter dem Titel "Kulturgeschichte und Geschichtsdidaktik". In diesem Vortrag wird es maßgeblich um die Wechselwirkung der unter dem Begriff der "Neuen Kulturgeschichte" firmierenden Ansätze und Verfahrensweisen mit geschichtsdidaktischen Zugriffen und Innovationen der letzten 25 Jahre gehen.

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Vortrag zur Geschichtskultur auf einer kulturwissenschaftlichen Tagung an der Philipps-Universität Marburg (13. - 15.11.2014)

Am 14. November 2014 hält Prof. Dr. Eugen Kotte einen Vortrag zum Thema "Geschichtskultur(en): Vergangenheiten in Gegenwarten" am Fachbereich Germanistik und Kulturwissenschaften der Philipps-Universität Marburg. Der Vortrag ist Bestandteil der Tagung "Gegenwartskultur als methodologische Herausforderung der Kulturwissenschaft(en)", die vom 13. bis zum 15. November 2014, organisiert als 8. Tagung innerhalb der Reihe "Kulturwissenschaft(en) als interdisziplinäres Projekt" durch Prof. Dr. Jürgen Joachimsthaler vom Institut für Neuere deutsche Literatur, in Marburg stattfindet.

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Forschungssemester WS 2014/15

Im kommenden Wintersemester 2014/15 hat Herr Prof. Dr. Kotte ein Forschungssemester (01.10.2014 - 31.03.2015). Er ist in dieser Zeit vornehmlich in den angegebenen Sprechstunden und per E-mail zu erreichen.

 

Akademie Krakau International (31.08. - 13.09.2014): Internationale Arbeitsgruppe zu nationalen Geschichtsbildern und nationalen Europabildern unter der Leitung von Prof. Dr. Eugen Kotte

Auf Einladung der Studienstiftung des deutschen Volkes sowie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) leitet Prof. Dr. Eugen Kotte in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Wolfgang E. J. Weber vom Institut für Europäische Kulturgeschichte der Universität Augsburg im Rahmen der renommierten internationalen Akademie an der Uniwersytet Jagiellonski Krakau in der Zeit vom 31.08. bis zum 13.09.2014 eine Arbeitsgruppe zum Thema "Geschichtsbilder und historisch-politische Mythen: Historische Referenzen der Selbstpositionierung mitteleuropäischer Länder im europäischen Kontext", an der Studierende und Doktorand/inn/en aus sechs europäischen Ländern teilnehmen. Die internationale Zusammensetzung aus hochqualifizierten akademischen Nachwuchswissenschaftler/innen unterschiedlicher Disziplinen bietet die Möglichkeit, die nach dem Ende der Blockbildung in vielen Staaten Mitteleuropas beobachtbare Renaissance historisch-politischer Mythen, in denen unter Herausstellung jeweils nationaler Prädestinationen europabezogene Erfahrungen, Wahrnehmungen und Erwartungen deutlich werden, vergleichend zu analysieren, in ihrer Verflechtung zu reflektieren, kontrovers zu dikutieren und kritisch zu hinterfragen.

 

Vortrag von Prof. Dr. Eugen Kotte zur Living History am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam (03.07.-05.07.2014)

Der gemeinsam von Wissenschaftler/innen der Universität Tübingen und des Zentrums für Zeithistorische Forschung vom 03. bis 05. Juli 2014 veranstalteten Tagung "Geschichte als Erlebnis. Performative Praktiken der Geschichtskultur" wurde zum Ziel gesetzt, das Zusammenspiel der im Rahmen der Public History zunehmend attraktiveren Angebote einer sinnlichen Vergegenwärtigung von Geschichte durch körperliche Praktiken, die als Living History bezeichnet werden, und medialen Repräsentationen zu erhellen. Living History ist dabei durchaus nicht auf die Funktion der Geschichtsvermittlung zu reduzieren, und die Motive der unterschiedlichen Akteure richten sich gewiss nicht allein auf historische Sinnbildung. Dennoch enthält die beispielsweise durch Re-enactments sinnlich vergegenwärtigte Geschichte beachtliche Potentiale für das historische Lernen; sie generiert allerdings auch spezifische Vergangenheitsdeutungen, die nicht ohne Weiteres mit wissenschaftlichen Erkenntnissen kompatibel sind.
Prof. Dr. Eugen Kotte
wird mit Blick auf die Rezeption performativ nachgestellter Geschichte am Beispiel des Re-enactments der Völkerschlacht bei Leipzig in seinem Vortrag am 04. Juli 2014 unter dem Titel "'Re-enactment' als kulturelle Praxis? Eine Nachlese zur Nachstellung der Völkerschlacht an ihrem 200jährigen Jubiläum" Möglichkeiten und Grenzen der Living History für die Auseinandersetzung mit Geschichte in organisierten Lernprozessen ausloten.

Zum Programm:

www.zzf-pdm.de/Portals/_Rainbow/images/home/2014_07_03_Tagung_Geschichte_als_Erlebnis_Prog_1_5_14.pdf

www.livinghistory.uni-tuebingen.de

Vortrag auf Video:

https://www.youtube.com/watch?v=VHYwai3cbSs

 

Vortrag auf einer Tagung zum polnischen Januaraufstand (1863) an der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg

Auf der vom 31. März bis zum 3. April 2014 vom Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte der Universität Oldenburg veranstalteten Tagung zum Thema "Der polnische Januaraufstand von 1863 - Verflechtungs- und Wahrnehmungsgeschichte" hält Herr Prof. Dr. Eugen Kotte einen Vortrag unter dem Titel "Evolution statt Revolution. Erziehung zur nationalen Selbstbehauptung in polnischer Kunst und Literatur als Konsequenz des gescheiterten Januar-Aufstandes von 1863/64".

 

Vortrag auf der Leipziger Buchmesse

Am 14. März 2014 hält Herr Prof. Dr. Eugen Kotte im Auftrag des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung (Braunschweig) und des Universum-Verlages (Wiesbaden) einen Vortrag zum neuen deutsch-polnischen Schulbuchprojekt unter dem Titel "Europa im Geschichtsbuch - Befunde und Perspektiven". Der Vortrag dient als Impulsreferat zu einem vom GEI organisierten Workshop.

 

Vorträge der Neueren und Neuesten Geschichte in der historischen Ringvorlesung "Selbstbild und Fremderfahrung". Kulturelle Wahrnehmungen in historischer Perspektive

17.12.2013: Prof. Dr. Beata Halicka (Frankfurt/Oder)
"Polens Wilder Westen". Erzwungene Migration und kulturelle Aneignung des Oderraums nach 1945.

07.01.2014: Prof. Dr. Eugen Kotte (Vechta)
"The really American part of our history". Die Mythifizierung der Frontier.

14.01.2014: Prof. Dr. Hans Henning Hahn (Oldenburg)
Methodische Überlegungen zur Interdependenz von Fremdbild und Selbstbild.

21.01.2014: Prof. Dr. Wolfgang E. J. Weber (Augsburg)
"Rrrrrrrr-twaaaah!" Der Jubelruf der Baluba und andere Dimensionen der Kulturbegegnung.

Alle Interessenten sind zu diesen Vorträgen herzlich eingeladen.

 

Vortrag "Narrativität in der deutschen Geschichtswissenschaft und Geschichtsdidaktik" an der Universität Leipzig (09.11.2013)

Im Rahmen der Tagung "Linguistik und Kulturwissenschaft" am Herder-Institut der Universität Leipzig, die als VII. Tagung der Reihe "Kulturwissenschaft(en) als interdiziplinäres Projekt" vom 07. bis zum 09.11.2013 stattfindet hält Prof. Dr. Eugen Kotte einen Vortrag zum Thema "Narrativität in der deutschen Geschichtswissenschaft und Geschichtsdidaktik".

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Vortrag auf dem Workshop "Kulturelle Perspektiven: Das Ostseegeschichtsprojekt" in der Europäischen Akademie Kulice, Polen (14.-17.03. 2013)

Auf dem dritten Workshop im Rahmen des "Baltic Sea History Projekt" in der Europäischen Akademie Kulice vom 14. bis zum 17. März 2013 wird Prof. Dr. Eugen Kotte einen Vortrag zum Thema "Multiperspektivität als Darstellungs- und Vermittlungsprinzip" halten.


Vortrag auf der "didacta" in Köln am 21.02.2013

Im Rahmen des vom Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung (Braunschweig) in Verbindung mit der Universum AG (Wiesbaden) am 21. Februar 2013 veranstalteten Workshops "Ein neuer Blick auf Europa - Innovative didaktische Konzepte im Geschichtsbuch" wird Prof. Dr. Eugen Kotte den einleitenden Vortrag zum Thema "Europa im Geschichtsbuch - Befunde und Perspektiven" halten.


Vortrag "Anfang und Ende im Raum. Die Demythifizierung der US-amerikanischen Frontier im Spielfilm am Beispiel von Michael Ciminos 'Heaven´s Gate' (1980/1981)" an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Im Rahmen der kulturwissenschaftlichen Tagung "Materialität(en) des Kultur- und Wissenstransfers in prä- und transnationalen Kontexten" (16. - 18.11.2012), organisiert von Prof. Dr. Michael Gissenwehrer und PD Dr. Katharina Keim (Institut für Theaterwissenschaften, LMU München) hält Prof. Dr. Eugen Kotte einen Vortrag zur Dekonstruktion US-amerikanischer Mythen im Spielfilm. Exemplarisch wird dabei Michael Ciminos "Heaven´s Gate" untersucht. Die Veranstaltung ist die sechste Tagung innerhalb des Projekts "Kulturwissenschaft(en) als interdisziplinäres Projekt".

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Historische Ringvorlesung "Geschichte im Film" (Wintersemester 2012/2013)

Auch in diesem Semester veranstaltet die Abteilung für Kulturgeschichte und vergleichende Landesforschung eine Ringvorlesung, die sich mit historischen Spielfilmen befasst. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach historischer und/oder filmischer Authentizität, wie sie Rainer Wirtz 1996 auf dem Historikertag in Konstanz formuliert hat. Beispielfilme und Vorträge finden in abwechselnder Reihenfolge statt. Nähere Informationen zum Programm finden Sie hier.

 

Fachexkursion "Up ewig ungedeelt" - Schleswig zwischen dänischen und deutschen Ansprüchen (06.08. - 10.08.2012)

Die diesjährige Exkursion der Abteilung für Kulturgeschichte und vergleichende Landesforschung führt nach Südschleswig und ins dänische Jylland. Das im bekannten Leitspruch "up ewig ungedeelt" (Vertrag von Ripen 1460) ausgedrückte politische Ziel konnte letztlich nicht realisiert werden. Ensprechend wird die Geschichte dieser Region zwischen dänischen und deutschen Ansprüchen zum Leitfaden der Exkursion. Exkursionsziele bilden epochenübergreifend Haithabu, das Danewerk, das königliche Schloss an der Hafeneinfahrt von Sønderborg, das Dokumentationszentrum an den Düppeler Schanzen und der dänische Denkmalshügel Skamlingsbanken. Abschließend wird die heutige Situation als europäische Grenzregion am Beispiel der Städte Flensburg und Sønderborg betrachtet. Nähere Informationen zum Programm finden Sie hier.

Letzte Aenderung: 08.07.2019 · Seite drucken