• Europäische Medien- und Kommunikationsgeschichte der Frühen Neuzeit
  • Historische Bildforschung
  • Aufklärung und Gegenströmungen
  • Symbolische Kommunikation und diplomatische Praxis im Kontakt zwischen Westeuropa und dem Osmanischen Reich (17./18. Jahrhundert).

 

Aktuelle Forschungsvorhaben:

Buchprojekt (Monographie) „Interkulturelle Diplomatie in der Frühen Neuzeit: Französische Gesandte im Osmanischen Reich (17.-18. Jahrhundert)“

 

Im Rahmen von mikroanalytisch angelegten Fallstudien werden französische Diplomaten im Osmanischen Reich als Akteure des Kulturkontakts untersucht. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf ritualisierten Interaktionsformen sowie auf den Handlungsspielräumen der Akteure und deren Grenzen.

Der osmanische Sultan war in der Frühen Neuzeit der einzige nicht-christliche Herrscher, zu dem die westeuropäischen Mächte permanente diplomatische Vertreter entsandten. Insofern kann die Hohe Pforte als Experimentierfeld par excellence der interkulturellen Diplomatie in der Frühen Neuzeit betrachtet werden. Ziel des Projekts ist es, durch die akteurszentrierte Untersuchung dieses Experimentierfeldes den sowohl in zeitgenössischen Diskursen („Türkengefahr“) als auch von späteren Historikergenerationen (z.B. „Weiberherrschaft“ als Signum der osmanischen politischen Kultur des 17. Jahrhunderts) perpetuierten Gegensatz einer „männlich-fortschrittlichen christlich-abendländischen“ und einer „weiblich-degenerierten islamisch-türkischen“ Kultur aufzubrechen und dadurch auch die historische Tiefendimension aktueller Diskussionen um das Verhältnis der Türkei zu Europa und des Islams zum „Westen“ freizulegen.

Die westeuropäischen Diplomaten, die häufig über lange Jahre an ihrem Einsatzort tätig waren, bewegten sich im transkulturellen Milieu Istanbuls in einem multipolaren Spannungsfeld von persönlichen Netzwerken, politischen Gestaltungsanforderungen und kulturellen Diskursen. Hauptfragen des Projekts sind, wie sich die Selbstentwürfe der diplomatischen Akteure durch Differenzerfahrung und interkulturelle Interaktion entwickelten, inwieweit in der höfischen Kultur Westeuropas verankerte Männlichkeitskonzepte (z.B. das Ideal des „honnête homme“) ihre Handlungsspielräume beeinflussten und wie sich in diesem Kontext die Verflechtung von kulturellen Wahrnehmungen und Geschlechterstereotypen auswirkte.

 

 

 

Letzte Aenderung: 18.05.2020 · Seite drucken

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