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Absolventenportraits

Interview mit:

 

Christophe Bintener, MA Gerontologie

Project Officer bei Alzheimer Europe
Luxembourg

                                                    

1. Wie lange liegt dein Studium überhaupt zurück, und was ist nach dem Studium passiert, wie sah dein beruflicher Werdegang aus?
Ich habe vor ca. 9 Jahren mit dem Studium in Vechta begonnen, und dann den Master noch drangeschlossen und 2016 abgeschlossen. Ende 2016, Anfang 2017 habe ich dann angefangen, bei Alzheimer Europe als Project Officer zu arbeiten. Alzheimer Europe ist eine Patientenorgansiation, die die Interessen von lokalen Alzheimer Organisationen in Europa vertritt.

2. Und wie sieht deine Tätigkeit dort aus? Also, gibt es so einen typischen Tag?
Meine Arbeit sieht eigentlich jeden Tag anders aus. Ich mache größtenteils die Kommunikationsarbeit für europäische Forschungsprojekte im Bereich Alzheimer und Demenz. Beispielsweise entwickle ich gerade das Konzept für die Internetseite für ein neues Projekt, aber im Laufe des Projektes werden wir mehr Interviews machen, die Kommunikationsstrategie weiter ausbauen, Artikel schreiben und einen Newsletter machen. Das läuft dann auch immer in einer größeren Gruppe, in der dann jeder auch seine Meinung beitragen kann, damit die Qualität der Artikel, der Internetseite usw. hoch liegt.

3. Wie kam es überhaupt dazu, dass du dich für das Gerontologie-Studium entschieden hast?
Ich habe zuerst eine Ausbildung als Erzieher in Luxemburg gemacht. Da gibt es Gerontologie als Nebenfach im letzten Jahr. Und im zweiten Ausbildungsjahr der Erzieherausbildung habe ich mein Praktikum in einem Altersheim gemacht, und eigentlich hat mir die Thematik so gut gefallen, dass ich mich gefragt habe: Wo könnte man das eventuell studieren? Ich habe dann Vechta über das Internet gefunden und dann, nach dem Telefonat mit dem damaligen Studiengangskoordinator, war mir eigentlich relativ sehr schnell klar, dass ich das studieren will.

4. Und wie hat sich das Studium in Vechta dann dargestellt - also in der Stadt Vechta - und das Studium generell? Also, was zeichnet den Standort Vechta aus?

Vechta ist für deutsche Verhältnisse eine kleinere Stadt, aber das macht auch eigentlich den Charme aus. Die Universität an sich hat eine sehr sehr gute Betreuungsstruktur, so dass man als Student nicht zu einer Zahl oder Nummer wird sondern die Gelegenheit hat, sehr gut vom Personal und den Professoren betreut werden zu können. Gleichzeitig war das dann auch eine Chance für mich, dass ich studentische Hilfskraft werden konnte, so dass ich nicht nur den theoretischen Teil aus dem Studium nah bei mir hatte, sondern quasi die Gelegenheit, einen genaueren Einblick in die Forschungspraxis zu bekommen, was mich dann auch dazu motiviert hat, empirischer zu arbeiten. Das hat nachher auch geholfen, die Arbeit heute zu machen.

5. Würdest du es denn auch Studierenden raten, dass sie als studentische Hilfskraft arbeiten sollten, um schnelle Einblicke zu bekommen?
Das sollte auf jeden Fall interessengeleitet sein, aber ich habe auf jeden Fall die Erfahrung gemacht, dass es einem einerseits hilft, gut als Student über die Runden zu kommen, andererseits aber auch, um die Studieninhalte nochmal zu verinnerlichen und zu verstehen. Also das hilft auf jeden Fall.

6. Gibt es sonst noch irgendwas, was du Studieninteressierten, die Gerontologie studieren möchten, empfehlen würdest?
Vernetze dich!  Also, wer Gerontologie studiert, die Landschaft der Gerontologen ist ja generell klein - auch auf internationaler Ebene - und da hilft es durchaus, sich ein Netzwerk aufzubauen, und ich glaube, da ist Vechta eigentlich eine sehr gute Basis.