PLATZ 1:
Gruppe 7 „Höhenverstellbares Hochbeet“

Dieser höhenverstellbare Kleingarten ist das einzige Beet, das für jedes Alter und jede Größe geeignet ist. In einem Moment kann eine Person im Rollstuhl die Fläche bepflanzen und gleich danach kann ein Kind das Beet ohne großen Kraftaufwand einfach herunterkurbeln und die neuen Pflanzen gießen. Dadurch bietet es die Möglichkeit, verschiedene Generationen zu verbinden. Das Hochbeet kann unabhängig vom Ort aufgestellt werden. Versenkbare Rollen gewährleisten zusätzliche Mobilität.
In einer Großstadt kann das Beet beispielsweise auf einer Grünfläche im Wohngebiet, Balkon oder auf einem Markt in der Innenstadt platziert werden. Auf dem Land gilt das Gleiche; ob auf dem Dorfplatz oder dem Vorgarten - das Beet findet überall Platz und kann dadurch ein Türöffner für neue Kontakte sein, die sich so unabhängig von Alter, Körpergröße oder Behinderung finden können.

Platz 1 – Jurybegründung: schnell realisierbare Produktidee, die aufgrund der Anpassungsfähigkeit und der Nachhaltigkeit Nachbarn im Quartier, aber auch Generationen beim Gärtnern verbinden und somit Einsamkeit entgegenwirken kann.


PLATZ 2:
Gruppe 9 „HERZensGUT – weil allein essen keinen Spaß macht“

Wer schon einmal alleine Essen gehen war, weiß, dass es kein Vergnügen ist, anderen Menschen dabei zuzusehen, wie sie vergnügt beieinandersitzen und kommunizieren. Jeden Tag bleiben tausende Menschen zu Hause und empfinden oft Schamgefühl dabei, sich alleine in ein Restaurant zu setzen. Mit HERZensGUT wurde eine Initiative geschaffen, die Menschen dieses Schamgefühl nehmen soll, alleine essen zu gehen. Die Initiative soll darauf aufmerksam machen und  Restaurants, Bars und Cafés dabei unterstützen, für die Situation dieser Gäste sensibilisiert zu werden, um so das Essen für die Gäste wieder zur Gesellschaftssache zu machen. Zum einen sollen potentiell teilnehmende Restaurants dieser Initiative zum Thema geschult werden, zum anderen könnten beispielsweise Events stattfinden – dann mit dem Ziel, Menschen zu verbinden, indem einander fremde Menschen bewusst an einen Tisch gesetzt werden, um sich kennenzulernen und einen geselligen Abend zu verbringen. „Gemeinsam statt einsam“ wird hier Wirklichkeit.

Platz 2 – Jurybegründung: Ein Konzept, welches Jung + Alt, aber auch Interesse verbinden kann, die Kommunikation steuert und einen Mehrwert sowohl für den Einzelnen im Quartier, aber auch für teilnehmende Restaurantbetreiber bietet.


PLATZ 3

Gruppe 6 „WMC-Konzept – We make Community“

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“ (Zitat Aristoteles)
An der Bedeutung dieses Zitates setzt das Konzept von WMC (We Make Community) mit dem Puzzle-Prinzip an. Sozial abgekapselte Senior*innen, aber auch andere einsame Personen sollen (wieder) mit ihrem Quartier verbunden werden. Dafür wird ein unkonventionelles Marketingpaket geboten, das es ermöglicht, über die Versendung von greifbaren Puzzleteilen alle Generationen im Quartier zusammenzuführen. Das Puzzleteil ist Teil eines Ganzen. Es weckt Neugier und Verantwortungsgefühl, indem es an einem Quartierstreffpunkt von allen Personen in ein Gesamtbild eingefügt wird. Die einsame Person bekommt das Gefühl, einzigartig und gleichzeitig Teil des Quartiers zu sein. Außerdem bietet sich die Möglichkeit, an eventuell schon vorhandene Angebote im Quartier anzuknüpfen und neue Angebote zu initiieren. Das Marketingkonzept richtet sich beispielsweise an Kommunen, Vereine oder Wohnungsbaugesellschaften, die die Erreichbarkeit von Personen im Quartier erhöhen wollen.

 Platz 3 – Jurybegründung: guter Quartiersansatz zur Aktivierung und spannende Marketingidee, sich mittels eines Spiels (Puzzle, auch für Kinder geeignet) mit seinem Quartier identifizieren zu können und mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen

 

WEITERE GRUPPEN:

Gruppe 1 „QuaSI – Quartier Soziale Inklusion“

Mit dem Konzept wird sozialer Einsamkeit im Quartier effektiv und nachhaltig entgegen gewirkt. Es greift zu dem Zeitpunkt, an dem die Menschen aus ihrer Erwerbstätigkeit in den Ruhestand übergehen. QuaSI basiert auf einer Zusammenarbeit mit Krankenkassen, die den Menschen beim Start in den neuen Lebensabschnitt eine neue Gesundheitskarte zur Verfügung stellen. Durch die Teilnahme an Angeboten im Quartier können die Menschen mittels ihrer Gesundheitskarte „Q-Points“ sammeln. Diese Q-Points können zum Jahresende (oder einem anderen Zeitraum) gegen eine Vielzahl von Prämien eingelöst werden.

Gruppe 2 „Wir für die Zukunft - Initiative für generationenübergreifendes Arbeiten“

Zukünftige Rentner*innen sollen nach dem Ruhestand weiterhin am gesellschaftlichen Leben mitwirken können. Sie sollen Möglichkeiten erhalten, ihre Kompetenzen im Austausch mit anderen Generationen weiterzugeben und Neues kennenlernen. Als Initiative, die Rentner*innen (bzw. die ältere Generation) aktiv in ein bisher unbekanntes, aber gewünschtes Tätigkeitsumfeld einbindet, werden eben diese bei Renteneintritt mit entsprechenden Marketingmaßnahmen über Möglichkeiten und Angebote in ihrem Quartier informiert.

Gruppe 3 „SUSI – Senioren und Studenten interaktiv“

Mit dem Konzept soll älteren Menschen die Möglichkeit gegeben werden, ihre Lebensqualität innerhalb des Quartiers zu steigern. Dies geschieht durch das Zusammenbringen von Jung und Alt. Das Konzept basiert auf der Interaktion zwischen Studierenden und Senioren mit ähnlichen Interessen. Die Senioren werden durch eine Quartierszeitung auf „SUSI“ aufmerksam gemacht und können sich durch das einfache Ausfüllen eines bereits vorfrankierten Anmeldebogens registrieren. Die Studierenden werden von ihrer Hochschule über das Angebot informiert, mit anderen Generationen in Kontakt kommen zu können. Bei gemeinsamen Interessen kann über eine vermittelnde Person (evt. Quartiersmanager o.ä.) Kontakt hergestellt werden – ein Austausch sowie gemeinsame Ausflüge sind denkbar. Die Studierenden können sich ihre Aktivitäten als extrakurrikulare Kompetenzen für ihr Studium anrechnen lassen.

Gruppe 4 „S.I.E. – soziale Initiative gegen Einsamkeit“

S.I.E. ist ein Konzept, welches sich an Frauen im höheren Alter richtet, die durch den Verlust ihres Partners gefährdet sind, in die Einsamkeit zu verfallen. Durch die Kooperation zwischen Sozialberatung und Trauerbegleitern werden frisch verwitwete Frauen präventiv vor drohender Einsamkeit bewahrt. Bereits kurz nach dem Tod des Partners sollen Angehörige über die geplante Art der Trauerbegleitung informiert und eben die verwitweten Frauen dann später entsprechend eingebunden werden. Gemeinsamkeiten von Betroffenen können helfen, ein Netzwerk zu schaffen, welches Hilfe zur Selbsthilfe gewährleistet – neue soziale Kontakte können so gefunden und aufrecht erhalten werden.

Gruppe 5 „SNüK – Knopf gegen Einsamkeit“

SNüK (Schnelles Netzwerk über Knopfdruck) stellt eine Verbindung zwischen Menschen aus der Region her, die sich nach Unternehmung, Unterhaltung und Gemeinschaft sehnen. SNüK soll genau dieses vereinfachen, so dass die eigene Recherche über Angebote in der Region wegfällt und spezifiziert auf die individuellen Bedürfnisse des Einzelnen eingegangen werden kann. Die Hürde, sich aus Flyern, Pinnwänden im Supermarkt, Zeitungen und Internetplattformen das Richtige herauszusuchen und sich durch die Berge von Angeboten zu arbeiten, kann schnell zu einer Hemmschwelle werden und demotivieren. Durch individuell gestaltete Schmuckstücke, die einen unauffälligen Knopf integriert haben, wird nach Drücken dieses Knopfes die SNüK-Zentralbank der Region informiert. Mit eben diesem Drücken macht der Einzelne darauf aufmerksam, dass er nach Angeboten im Quartier, Unternehmungen und Kontakten sucht. Daraufhin erfolgt die Kontaktaufnahme durch die Zentrale, die Definition der Bedürfnisse sowie die Auswahl passender Angebote. Im Nachgang muss der Einzelne nur auf den Knopf drücken und bekommt schnell die zu ihm passenden Angebote übermittelt.

Gruppe 8 „KOMPanion – Vertrau deinen Kompetenzen“

Mit der Idee soll der Einsamkeit durch Bildung neuer Netzwerke im Quartier entgegengewirkt werden. Hierfür soll ein Treffpunkt geschaffen werden, wo gemeinsame Interessen entdeckt und längst vergessene Kompetenzen an die nächste Generation weitergegeben werden können. Mittels einer Kompetenzenwand können Zettel zum Suchen und/oder Finden aufgehängt werden, mit einem Kompetenzenführerschein können evt. vergessene Fähigkeiten wieder neu entdeckt werden. Mithilfe kooperierender Beratungsstellen können Kurse je nach Bedarf gesucht und vermittelt werden. Ziele dieses Konzeptes sind eine schnelle Wertschätzung des Einzelnen, eine gesteigerte Lebensqualität, die soziale Teilhabe im Quartier und der Austausch der Generationen.

Gruppe 10 „Quartiersbox“

Die Idee ist ein Marketingkonzept, welches indirekt, offen und persönlich gestaltet werden soll. Indirekt, weil eben mittels dieser sehr sichtbaren Box Aufmerksamkeit im Quartier erzeugt wird. Offen, weil diese Box tatsächlich für jedermann zugänglich ist und etwas über das jeweilige Quartier erzählt. Persönlich, weil jede/r Bewohner/in persönlich angesprochen und „von der Quartiersbox“ eingeladen wird, einmal vorbei zu schauen. Mit diesem Konzept kann die Identifikation mit dem Quartier erreicht werden.

Teilnehmer*innen LINGA 2019, Studierende der Uni Vechta, von links:
Milena Busch, Imke Springer, Silvia Schmiemann, Julia Bahns, Prof. Dr. Frerich Frerichs, Lisa Kinnius, Erik Anton, Ina Tinis, Rebecca Streckert, Constanze Konder, Malin Droppelmann, Marie Henke, Sophie-Pauline Bohlmeier.
Foto: Milena Busch
Letzte Aenderung: 18.05.2020 · Seite drucken